Stolperstein Für Abraham Laub

Wiesbaden, Germany

Stolperstein Für Abraham Laub

In Wiesbaden, Deutschland, erinnert ein Stolperstein an das Schicksal von Abraham Laub und steht als stilles, aber eindringliches Mahnmal für die Opfer des…

Einleitung

In Wiesbaden, Deutschland, erinnert ein Stolperstein an das Schicksal von Abraham Laub und steht als stilles, aber eindringliches Mahnmal für die Opfer des Holocaust. Eingebettet in den Gehweg der Eleonorenstraße 16 im Stadtteil Mainz-Kastel, ist diese Messingplakette Teil eines weitläufigen europäischen Netzwerks von Stolpersteinen – jeder einzelne gedenkt eines Menschen, dessen Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört wurde. Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über den Stolperstein für Abraham Laub, einschließlich seines historischen Kontexts, praktischer Besucherinformationen, seiner kulturellen Bedeutung und Ressourcen für einen erfüllenden Besuch.

Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Bedeutung

Das Stolperstein-Projekt wurde 1992 vom deutschen Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen, um den Opfern des Nationalsozialismus dezentral zu gedenken. Anstatt ein einzelnes Denkmal zu errichten, verfolgte Demnig die Vision, kleine Messingtafeln in Gehwege vor den letzten frei gewählten Wohnorten oder Arbeitsplätzen der Verfolgten einzulassen. Jeder Stolperstein ist ein 10x10 cm großer Betonwürfel mit einer handgravierten Messingplatte, auf der Name, Geburtsjahr und Schicksal des Opfers sowie, wo bekannt, Sterbedatum und -ort eingraviert sind (stolpersteine.eu).

Bis Juni 2025 wurden über 107.000 Stolpersteine in fast 1.900 europäischen Gemeinden installiert, was es zum größten dezentralen Holocaust-Mahnmal der Welt macht (stolpersteine.eu). Allein in Wiesbaden ist ein Netzwerk von über 784 Stolpersteinen zu finden, was die aktive Rolle der Stadt bei der Ehrung ihrer verloren gegangenen jüdischen Gemeinde widerspiegelt (am-spiegelgasse.de; Wikipedia).

Das metaphorische „Stolpern“ ist sowohl emotional als auch intellektuell gemeint und soll Passanten dazu anregen, innezuhalten und an die Individuen und Familien zu denken, deren Leben durch den Holocaust unwiderruflich verändert oder beendet wurde (Folklife Magazine).


Der Stolperstein für Abraham Laub: Historischer und lokaler Kontext

Wer war Abraham Laub?

Abraham Laub war einer der vielen jüdischen Einwohner Wiesbadens, die während des Holocaust verfolgt wurden. Sein Stolperstein, verlegt in der Eleonorenstraße 16 in Mainz-Kastel, markiert seinen letzten frei gewählten Wohnort vor seiner Deportation und Ermordung in Piaski, Polen (Stolpersteinliste Wiesbaden, Oktober 2024, S. 12; TracesOfWar). Der Stein befindet sich inmitten mehrerer anderer, die Mitglieder der Familien Laub, Oppenheim und Wolff ehren und damit die kollektive Tragödie ganzer Haushalte verdeutlichen.

Wiesbadens Stolperstein-Netzwerk

Die Stolperstein-Initiative begann in Wiesbaden im Jahr 2008, koordiniert vom Aktiven Museum Spiegelgasse (AMS) in Zusammenarbeit mit Gunter Demnig und mit Unterstützung lokaler Behörden (Spiegelgasse Museum). Bis Oktober 2024 wurden mehr als 784 Stolpersteine vor 427 Häusern in der gesamten Stadt verlegt (Wikipedia). Jeder Stein stellt die Identität und die Geschichte eines Opfers wieder her, dessen Leben durch die Gewalt des NS-Regimes ausgelöscht wurde.


Kulturelle und Gedenkbedeutung

Stolpersteine sind darauf ausgelegt, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung durch die Einbettung ihrer Erinnerung in den Alltag der Stadt zu humanisieren. Im Gegensatz zu zentralisierten Denkmälern sind die Steine über Stadtviertel verteilt und werden sowohl von Bewohnern als auch von Besuchern angetroffen, wodurch das Gedenken zu einem persönlichen und fortlaufenden Akt wird (Folklife Magazine).

Der Prozess der Erforschung, der Patenschaft und der Pflege von Stolpersteinen ist kollaborativ und partizipativ, oft unter Einbeziehung von Überlebenden, Nachkommen, lokalen Historikern und Schülern. Dieser gemeinschaftliche Ansatz fördert ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und ermutigt zum intergenerationellen Dialog (stolpersteine.eu).


Praktische Besucherinformation

Standort und Zugang

Besuchszeiten und Tickets

  • Eintritt: Kostenlos.
  • Öffnunsgzeiten: 24/7, da Stolpersteine im öffentlichen Raum gesetzt sind. Tageslichtstunden werden zur Sicherheit und für ein besseres Lesen der Inschriften empfohlen.

Barrierefreiheit

  • Physische Barrierefreiheit: Der Stolperstein ist bündig mit dem Gehweg und für Besucher im Rollstuhl oder mit Mobilitätshilfen zugänglich. Beachten Sie, dass einige ältere Gehwege uneben sein können.

Führungen und Ressourcen

  • Führungen: Das Aktive Museum Spiegelgasse und andere lokale Organisationen bieten gelegentlich geführte Stolperstein-Rundgänge an. Diese können eine Voranmeldung und eine kleine Gebühr erfordern (AMS Spiegelgasse).
  • Ressourcen für Selbstführung: Die Stolpersteine Wiesbaden App bietet interaktive Karten, Biografien und Veranstaltungsinformationen.
  • Weitere Forschung: Das AMS Spiegelgasse veröffentlicht Bücher und pflegt eine Online-Datenbank für tiefere Einblicke (am-spiegelgasse.de).

Nahegelegene Attraktionen

  • Jüdisches Museum Wiesbaden: Bietet weiterführenden Kontext zur jüdischen Geschichte der Stadt.
  • Gedenkstätte am Michelsberg: Denkmal für über 1.500 Wiesbadener Juden, die während des Holocaust ermordet wurden.
  • Weitere Stolpersteine: Mit über 784 Steinen in der gesamten Stadt können Besucher Routen zu mehreren Gedenkstätten planen.
  • Historische Stadtzentrale Orte: Darunter das Kurhaus, das Stadtmuseum Wiesbaden und die Marktkirche.

Rituale des Gedenkens und bürgerschaftliches Engagement

Besucher sind ermutigt, sich auf sinnvolle Weise mit dem Stolperstein auseinanderzusetzen:

  • Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich Zeit, die Inschrift zu lesen und Abraham Laups Geschichte zu bedenken.
  • Den Stein polieren: Polieren Sie die Messingplatte vorsichtig mit einem weichen Tuch – eine Tradition, die das Gedenken wachhält und die Inschrift sichtbar macht.
  • Einen Stein oder eine Blume hinterlassen: Das Legen eines kleinen Steins oder einer Blume ist ein jüdischer Brauch des Gedenkens.
  • An Veranstaltungen teilnehmen: Beteiligen Sie sich an Gedenkveranstaltungen, insbesondere am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) und am Jahrestag der Reichspogromnacht (9. November) (Folklife Magazine).

Bildungsrelevanz

Stolpersteine dienen als wirkungsvolle Bildungsinstrumente. Schulen und Jugendgruppen beteiligen sich oft an der Erforschung von Opfern und an Zeremonien, wodurch das Gedenken für neue Generationen greifbar wird. Die Steine regen zur Diskussion über Geschichte, Toleranz und staatsbürgerliche Verantwortung an und stellen sicher, dass die Lehren des Holocaust relevant bleiben (stolpersteine.eu).


Ethische Erwägungen

Obwohl Stolpersteine weithin akzeptiert werden, äußern einige Kritiker Bedenken hinsichtlich des Betretens der Namen von Opfern. In einigen Städten werden alternative Formen des Gedenkens verwendet. In Wiesbaden stellen die breite Unterstützung der Gemeinschaft und intensive Pflege sicher, dass die Steine ihre Würde und Wirkung behalten (Folklife Magazine).


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo befindet sich der Stolperstein für Abraham Laub? In der Eleonorenstraße 16, Mainz-Kastel, Wiesbaden, Deutschland.

Benötige ich eine Eintrittskarte oder gibt es Gebühren? Nein, der Besuch des Stolpersteins ist kostenlos und jederzeit möglich, da er sich im öffentlichen Raum befindet.

Sind Führungen verfügbar? Ja, informieren Sie sich beim AMS Spiegelgasse oder im Tourismusbüro Wiesbaden über die aktuellen Zeitpläne.

Ist das Mahnmal barrierefrei für Menschen mit Behinderungen? Ja, es ist eben mit dem Gehweg. Bitte beachten Sie mögliche unebene Gehwegabschnitte.

Darf ich Fotos machen? Ja, aber bitte respektieren Sie die Anwohner und blockieren Sie nicht den Gehweg.


Mehr Entdecken

Planen Sie Ihren Besuch in der Eleonorenstraße 16 und vertiefen Sie Ihre Erfahrung, indem Sie weitere Stolpersteine, Museen und Gedenkstätten in Wiesbaden erkunden. Laden Sie die Stolpersteine Wiesbaden App oder die Audiala App für lokale Touren und Bildungsinhalte herunter. Nehmen Sie an Gedenkveranstaltungen teil, unterstützen Sie die Pflege dieser lebendigen Mahnmale und teilen Sie Ihre Geschichten, um die Erinnerung an Abraham Laub und andere Opfer lebendig zu halten.


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