Stolperstein Für Alice Haarburger

Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins, der Alice Haarburger in Stuttgart gewidmet ist, bietet eine tief bewegende Reise in die persönliche Geschichte einer der vielen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und in die breitere Erzählung über das jüdische Leben, das durch den Holocaust zerstört wurde. Stolpersteine sind Teil des weltweit größten dezentralen Gedenkprojekts, das 1992 von dem Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen wurde. Diese kleinen Messingtafeln werden in Gehwege vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer eingelassen und verwandeln alltägliche städtische Räume in Gedenkstätten der Reflexion (Stolpersteine.eu; Wikipedia).

Der Stolperstein für Alice Haarburger befindet sich in der Sandbergerstraße 26 in Stuttgart-Ost und markiert ihr letztes Zuhause vor der Deportation und Ermordung im Getto Riga im Jahr 1942. Alice Haarburger war eine jüdische Malerin und ein integraler Bestandteil der Stuttgarter jüdischen Gemeinde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre Geschichte, zusammen mit der ihrer Mutter Fanny Haarburger und anderer Opfer, die an diesem Ort geehrt werden, bietet Besuchern eine zutiefst persönliche Verbindung zur tragischen Geschichte des Nationalsozialismus in Süddeutschland (Stolpersteine Stuttgart; Stuttgarter Zeitung).

An einem fußgängerfreundlichen Ort gelegen, der über das effiziente Stuttgarter Nahverkehrssystem erreichbar ist, ist der Stolperstein jederzeit und ohne Eintritt frei zugänglich. Besucher können ihr Erlebnis durch die Teilnahme an Führungen lokaler Initiativen bereichern, die detaillierte historische Kontexte und Erzählungen bieten. Darüber hinaus ergänzen nahegelegene kulturelle Attraktionen wie das Jüdische Museum Stuttgart, die Gedenkstiegenanlage Alice-Haarburger und Ausstellungen, die Haarburgers künstlerisches Erbe zeigen, den Bildungswert eines Besuchs (Stolpersteine Stuttgart-Ost; museum-digital).

Dieser umfassende Leitfaden soll Besuchern praktische Informationen zu Besuchszeiten, Barrierefreiheit, Reisetipps und der Bedeutung des Stolperstein-Projekts in Stuttgarts lebendiger Erinnerungskultur vermitteln. Egal, ob Sie das Andenken an Alice Haarburger ehren oder das ausgedehnte Netz von Stolpersteinen in ganz Stuttgart erkunden möchten, dieser Artikel bietet wesentliche Einblicke für die Planung eines bedeutungsvollen und respektvollen Besuchs (Germany.info).


Alice Haarburger: Frühes Leben und familiärer Hintergrund

Alice Haarburger wurde 1891 in eine jüdische Familie in Stuttgart geboren. Sie wuchs in einer lebendigen, assimilierten Gemeinschaft auf und lebte mit ihrer Mutter Fanny Haarburger in der Sandbergerstraße 26. Alice wurde eine der ersten Frauen, die die Kunstakademie Stuttgart besuchten, und hinterließ ein Vermächtnis von über 150 Werken, darunter Landschaften, Stillleben und Porträts. Das Leben der Haarburgers in Stuttgart spiegelte die Integration und den kulturellen Reichtum der lokalen jüdischen Gemeinde vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus wider (TracesOfWar.com).


Die Auswirkungen des Nationalsozialismus

Mit der Machtübernahme der Nazis im Jahr 1933 sahen sich jüdische Familien wie die Haarburgers zunehmender Verfolgung ausgesetzt: Ausschluss aus dem öffentlichen Leben, Berufsverbote und Enteignung. Die Nürnberger Gesetze institutionalisierten die antisemitische Diskriminierung, was zu erzwungenen Immobilienschätzungen und wachsenden Drohungen führte. Alice und ihre Mutter blieben in Stuttgart und erlebten den Zerfall ihrer Gemeinschaft und die täglichen Folgen der NS-Herrschaft (Stuttgarter Zeitung).


Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Philosophie

Das Stolperstein-Projekt von Gunter Demnig begann 1992 mit dem Ziel, dezentrale, partizipative Gedenkstätten zu schaffen. Jeder Stolperstein ist ein 10 x 10 cm großer Betonwürfel mit Messingkappe, der mit dem Namen, Geburtsdatum, Schicksal und – falls bekannt – dem Todesdatum und -ort des Opfers beschriftet ist. Durch die Installation dieser Steine an den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer bringt das Projekt die Erinnerung in das städtische Alltagsleben und lädt Passanten ein, innezuhalten und nachzudenken (Stolpersteine.eu; Wikipedia; Folklife Magazine).

Das Stolperstein-Projekt ehrt alle Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, nicht nur Juden, sondern auch Roma und Sinti, politische Dissidenten, LGBTQ+-Personen und andere. Sein partizipativer Ansatz – der die Spende und fortlaufende Pflege durch lokale Gemeinschaften einbezieht – trägt dazu bei, dass die Erinnerung an jedes einzelne Opfer lebendig und präsent bleibt (Stolpersteine Stuttgart; Folklife Magazine).


Stolpersteine in Stuttgart: Lokales Engagement

Stuttgart beherbergt Hunderte von Stolpersteinen, die jeweils die letzte Adresse eines Opfers markieren. Lokale Initiativen wie die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. und Bildungsprojekte wie „StolperKunst“ und der „Podcast Gedenkworte“ verleihen den Steinen eine fortlaufende Bedeutung. Das offizielle Verzeichnis und die interaktive Karte der Stadt erleichtern es Besuchern, Stolpersteine zu lokalisieren und mehr über die Leben zu erfahren, die sie ehren (Stolpersteine Stuttgart; StolperKunst).


Besuch des Stolpersteins für Alice Haarburger

Standort und Barrierefreiheit

  • Adresse: Sandbergerstraße 26, 70184 Stuttgart-Ost, Deutschland
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Erreichbar mit S-Bahn und U-Bahn; Haltestellen „Stöckach“ (U1, U2, U14) und „Bergfriedhof“ (Bus 42, 45) sind in der Nähe.
  • Zu Fuß/Fahrrad: Die Gegend ist fußgänger- und fahrradfreundlich.
  • Mit dem Auto: Begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße vorhanden; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.

Physische Beschreibung

Der Stolperstein für Alice Haarburger ist eine quadratische Messingplakette, die wie folgt beschriftet ist (übersetzt):

HIER WOHNTE ALICE HAARBURGER JG. 1891 DEPORTIERT 1941 RIGA ERMORDET 26.3.1942

Der Stein liegt bündig mit dem Bürgersteig am Eingang ihrer letzten Wohnstätte und lädt zu spontanen und beabsichtigten Gedenkakten ein (Stolpersteine Stuttgart).

Besuchszeiten und Tickets

  • Jederzeit geöffnet: Als öffentliches Denkmal ist der Stolperstein jederzeit zugänglich.
  • Keine Tickets erforderlich: Der Besuch ist kostenlos.

Beste Besuchszeit

Tageslichtstunden sind am besten geeignet, um die Inschrift zu lesen. Wochentage sind im Allgemeinen ruhiger und ermöglichen einen besinnlicheren Besuch.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Der Stein befindet sich auf Bodenniveau und ist zugänglich, aber der Bürgersteig kann uneben sein. Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollten besondere Vorsicht walten lassen.


Ihren Besuch bereichern


Nahegelegene Gedenkstätten und Sehenswürdigkeiten

  • Weitere Stolpersteine: Gedenken an Fanny Haarburger und Emma Hess an der gleichen Adresse.
  • Alice-Haarburger-Staffel: Eine Gedenkstufenanlage zu Ehren von Alice Haarburger seit 1987, in der Nähe gelegen.
  • Kunstausstellungen: Werke von Alice Haarburger werden im Kunstmuseum Böblingen, im Stadtarchiv Stuttgart und im Atelierhaus des Bund Bildender Künstlerinnen Württemberg e.V. ausgestellt (Stolpersteine Stuttgart).
  • Jüdisches Museum Stuttgart: Bietet einen breiteren Kontext zur jüdischen Geschichte der Stadt.
  • Gedenkort Hotel Silber: Konzentriert sich auf die Geschichte und Erinnerung der NS-Zeit.

Bildungs- und Kulturhistorische Bedeutung

Der Stolperstein für Alice Haarburger ist Teil einer kraftvollen Tradition personalisierter, dezentraler Erinnerung an den Holocaust. Er ehrt nicht nur ein einzelnes Leben, sondern ist ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit der Erinnerung und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Geschichte in alltäglichen Räumen.

Bildungsinitiativen nutzen den Stolperstein als Ausgangspunkt für Workshops, Forschung und Dialog – manchmal unter Beteiligung von Angehörigen wie der Überlebenden Eva Weyl. Digitale Ressourcen, einschließlich museum-digital, und hochwertige Bilder des Steins und der Kunstwerke von Alice Haarburger bereichern das Besuchererlebnis zusätzlich.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo befindet sich der Stolperstein für Alice Haarburger? In der Sandbergerstraße 26, 70184 Stuttgart-Ost, Deutschland.

Wann kann ich ihn besuchen? Jederzeit – 24 Stunden am Tag, kostenlos.

Ist er für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zugänglich? Im Allgemeinen ja, aber der Bürgersteig kann uneben sein.

Gibt es geführte Touren? Ja, lokale Gruppen bieten Touren an; prüfen Sie den Stolperstein-Initiative Stuttgart-Ost Webseite für Fahrpläne.

Darf ich Fotos machen? Ja, diskrete Fotoaufnahmen werden zur Unterstützung des Bewusstseins und der Erinnerung ermut.


Faktentabelle

Detail Information
Name Alice Haarburger
Geburtsjahr 1891
Datum der Deportation 1. Dezember 1941
Ort der Deportation Ghetto Riga
Datum des Todes 26. März 1942
Standort des Stolpersteins Sandbergerstraße 26, 70184 Stuttgart-Ost
Nahegelegene Gedenkstätten Alice-Haarburger-Staffel; Stolpersteine für Fanny Haarburger & Emma Hess
Barrierefreiheit Öffentliche Verkehrsmittel, zu Fuß, mit dem Fahrrad; Installation auf Bodenniveau
Weitere Informationen Stolpersteine Stuttgart

Fortlaufende Wirkung und Herausforderungen

Das Stolperstein-Projekt wird fortgesetzt, mit aktiver Beteiligung der Gemeinschaft und jährlicher Hinzufügung neuer Steine. Es bleiben Herausforderungen bestehen – einschließlich Vandalismus und Debatten über die Erinnerungsmethoden –, aber die Präsenz der Steine in alltäglichen Räumen sorgt dafür, dass die Erinnerung an Opfer wie Alice Haarburger eine lebendige, sich entwickelnde Verpflichtung bleibt (Wikipedia; Stolpersteine Stuttgart).


Mehr Entdecken

Planen Sie noch heute Ihren Besuch des Stolpersteins für Alice Haarburger in der Sandbergerstraße 26. Für weitere Informationen zu Führungen, Biografien und Gedenkveranstaltungen besuchen Sie die Stolperstein-Initiative Stuttgart-Ost Webseite. Bereichern Sie Ihre Erfahrung, indem Sie die Audiala App für Audioguides herunterladen und verwandte historische Stätten in ganz Stuttgart erkunden. Bleiben Sie über unsere sozialen Medien mit uns verbunden, um die neuesten Nachrichten und Geschichten über Stolpersteine und andere Gedenkprojekte zu erhalten.


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