Die Ursprünge und Entwicklung des Museums
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg wurde als erstes politisch-historisches Landesmuseum in Deutschland konzipiert. Gegründet 1987 von der Landesregierung, verfolgt es die Mission, die vielschichtige Geschichte Baden-Württembergs zu dokumentieren und zu präsentieren. Das Museum eröffnete 2002 in einem von Michael Wilford und Manuel Schupp entworfenen Gebäude, das zwischen der Staatsgalerie und der Musikhochschule liegt und damit die Stuttgarter Kulturmeile bereichert (Stuttgart Tourist).
Ausstellungshöhepunkte: Dauerausstellungen und Sonderausstellungen
Dauerausstellung
Die Dauerausstellung des Museums deckt die Entwicklung der Region von den 1790er Jahren bis heute ab und ist in drei Kernbereiche gegliedert:
- Alphabet Baden-Württemberg 26 Objekte, die jeweils einen Buchstaben des Alphabets repräsentieren, heben die einzigartige Identität der Region hervor (Wikipedia).
- Zeitreise Entdecke die Entwicklung von den Vorgängerstaaten – Württemberg, Baden und Hohenzollern – anhand von Artefakten, Dokumenten und multimedialen Darstellungen (Museum Digital).
- Themenpark Tauche ein in aktuelle Themen wie Migration, Urbanisierung und sozialen Wandel, die alle historisch kontextualisiert sind.
Interaktive Elemente, Filme und persönliche Geschichten fördern das aktive Engagement und die Reflexion der Besucher über die regionale Identität.
Sonderausstellungen
Ein Markenzeichen des Museums ist sein Engagement für aktuelle Relevanz. Die laufende Ausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ (Dezember 2024–September 2025) untersucht Schwimmbäder als soziale Räume und spiegelt Debatten über Inklusivität, Geschlecht und das öffentliche Leben wider (Haus der Geschichte – Frei Schwimmen, SWR Kultur). Frühere Ausstellungen befassten sich mit Themen wie Gerechtigkeit, Nachkriegsprozesse und regionale Erinnerungskultur.
Historischer Kontext: Die Entstehung Baden-Württembergs
Das Museum kontextualisiert die Volksabstimmung von 1952, die Baden-Württemberg, das einzige deutsche Bundesland bildete, das nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine Volksabstimmung entstand. Besucher erfahren, wie die Teilung und die spätere Einigung der Region die Grundlage für eine rasche wirtschaftliche und soziale Entwicklung legten (Landesportal Baden-Württemberg).
Sammlungen und Artefakte
Das Museum beherbergt über 80.000 Objekte und ein Fotoarchiv mit rund 2 Millionen Bildern und bietet damit eine reiche materielle Aufzeichnung der Regionalgeschichte. Ausgestellt sind über 1.500 Originalartefakte und 1.000 Fotografien, von Alltagsgegenständen bis hin zu bedeutenden historischen Dokumenten (Museum Digital).
Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Tickets, Barrierefreiheit
- Öffnungszeiten Dienstag–Sonntag und an Feiertagen: 10:00–18:00 Uhr; Donnerstags: bis 21:00 Uhr; montags geschlossen.
- Ticketpreise Dauerausstellung 5 € (ermäßigt 2,50 €), Sonderausstellungen 6 € (ermäßigt 3 €), Kombiticket 8 € (ermäßigt 4 €). Kostenlos für Kinder/Jugendliche und donnerstags nach 18:00 Uhr (Haus der Geschichte – Besucherinformationen).
- Barrierefreiheit Vollständig rollstuhlgerecht, mit stufenlosen Eingängen, barrierefreien Toiletten, taktilen Exponaten und Audioguides. Assistenzhunde sind willkommen (Kultur für Alle).
- Führungen und Workshops Werden in mehreren Sprachen angeboten; Gebärdensprachdolmetscher auf Anfrage verfügbar.
Anreise und Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Adresse Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart
- Öffentliche Verkehrsmittel U-Bahn (U2, U3, U4, U5, U6, U7, U12, U15), Bus (42, 43, 44) an der Haltestelle Charlottenplatz (Stuttgart Stadtführer)
- Parken Öffentliche Parkhäuser in der Nähe; aufgrund der zentralen Lage werden öffentliche Verkehrsmittel empfohlen.
In der Nähe kannst du erkunden:
- Staatsgalerie Stuttgart
- Schlossplatz
- „Hotel Silber“ (ehemaliges Gestapo-Hauptquartier)
- Gedenkstätte Claus von Stauffenberg
Bildung und kulturelle Rolle
Die Bildungsprogramme und interaktiven Ausstellungen des Museums fördern das Engagement über Altersgrenzen hinweg und verbinden die Vergangenheit der Region mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Workshops, Schulprogramme und digitale Ressourcen erweitern die Reichweite des Museums.
Architektonische Bedeutung
Das von Michael Wilford und Manuel Schupp entworfene Gebäude ist selbst ein Highlight – es integriert zeitgenössisches Design in das städtische Gefüge Stuttgarts (Stuttgart Tourist).
Gemeinschaftliches Engagement und öffentliche Programme
Über Ausstellungen hinaus organisiert das Museum Vorträge, Workshops und Sonderveranstaltungen wie die Sommerreihe „Hitzefrei“, die den Raum in einen lebendigen Kulturknotenpunkt verwandelt (Haus der Geschichte – Frei Schwimmen).
Praktische Besuchertipps
- Vorausplanen Prüfe die Museumswebsite auf aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen.
- Zeit einplanen Plane 2–3 Stunden für einen vollständigen Besuch ein.
- Sprache Die meisten Exponate sind auf Deutsch; englische Übersetzungen und Audioguides sind verfügbar (WhichMuseum).
- Fotografie Nicht-Blitz-Fotografie ist erlaubt, sofern nicht anders angegeben.
- Familienfreundlich Kostenloser Eintritt für Kinder/Jugendliche und ansprechende Aktivitäten für alle Altersgruppen.
- COVID-19 Beachte die aktuellen Gesundheitsrichtlinien auf der Museumswebsite.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Dienstag–Sonntag 10:00–18:00 Uhr, donnerstags bis 21:00 Uhr, montags geschlossen.
F: Sind Tickets erforderlich? A: Ja; kostenlos für Kinder/Jugendliche und donnerstags nach 18:00 Uhr.
F: Ist das Museum barrierefrei? A: Ja, vollständig barrierefrei für Besucher mit Behinderungen.
F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, in mehreren Sprachen; Gebärdensprache auf Anfrage.
F: Darf ich Fotos machen? A: Nicht-Blitz-Fotografie ist erlaubt, außer in einigen Sonderausstellungen.