Doppelwohnhaus 14-15 Der Weißenhofsiedlung

Stuttgart, Germany

Doppelwohnhaus 14-15 Der Weißenhofsiedlung

Einleitung zum Haus Le Corbusier in Stuttgart: Geschichte und kulturelle Bedeutung

Angesiedelt auf den nördlichen Hügeln Stuttgarts, Deutschland, ist das Haus Le Corbusier eine gefeierteIkone der modernen Architektur und ein zentraler Anziehungspunkt des UNESCO-Welterbes Weissenhofsiedlung. Das Haus wurde für die Ausstellung des Deutschen Werkbunds "Die Wohnung" im Jahr 1927 erbaut und zeigt – entworfen von Le Corbusier mit seinem Cousin Pierre Jeanneret – die revolutionären „Fünf Punkte einer neuen Architektur“: Stützen (Pilotis), offene Grundrisse, freie Fassaden, horizontale Fenster und Dachgärten. Diese Prinzipien haben die Architektur weltweit tiefgreifend beeinflusst (Fondation Le Corbusier; Sites Le Corbusier).

Über seine architektonischen Verdienste hinaus waren das Haus Le Corbusier und die Weissenhofsiedlung als soziales Experiment konzipiert, um den dringenden Bedarf an bezahlbarem, gesundem Wohnraum im sich rasch urbanisierenden Europa zu decken. Die Siedlung brachte 17 wegweisende Architekten zusammen, darunter Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe, um eine demokratische Vision standardisierter, industrialisierter und sozial fortschrittlicher Wohnungen zu präsentieren (Germany Travel; lescouleurs.ch).

Heute können Besucher die sorgfältig restaurierten Innenräume erkunden, einschließlich Originalmöbeln und Le Corbusiers innovativem Einsatz von Farbe und flexiblen Räumen im Weissenhofmuseum. Mit zugänglichen Besuchszeiten, Führungen und bequemen öffentlichen Nahverkehrsanbindungen ist das Haus Le Corbusier sowohl eine architektonische Pilgerstätte als auch eine Bildungsreise (Weissenhofmuseum; Stuttgart Tourist). Dieser Leitfaden liefert alle wesentlichen Informationen für die Planung Ihres Besuchs – einschließlich Zeiten, Tickets, Barrierefreiheit, Ausstellungen und nahegelegener Attraktionen.


  • Die Weissenhofsiedlung: Ursprünge und Werkbund-Ausstellung
  • Le Corbusiers architektonische Innovationen und die „Fünf Punkte“
  • Sozialer und kultureller Einfluss
  • Kriegsschäden und Wiederaufbau nach dem Krieg
  • Denkmalschutz, Museumsaufbau und UNESCO-Status
  • Besuchsdetails: Zeiten, Tickets, Barrierefreiheit, Führungen
  • Architektonische Highlights, die es zu beachten gilt
  • Nahegelegene Attraktionen und Reisetipps
  • FAQs und Ressourcen für Besucher

Die Weissenhofsiedlung: Ursprünge und Werkbund-Ausstellung

Die Weissenhofsiedlung, ein integraler Bestandteil der Geschichte des Hauses Le Corbusier, wurde für die Werkbund-Ausstellung "Die Wohnung" im Jahr 1927 geschaffen. Unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe entwarfen 17 Architekten – darunter Gropius, Scharoun, Behrens und Le Corbusier – 21 Gebäude mit 63 Wohnungen, die in Rekordzeit von 21 Wochen fertiggestellt wurden (Fondation Le Corbusier; lescouleurs.ch). Die Siedlung fungierte als lebendiges Labor für modernistische Ideale und spiegelte die demokratischen und sozialen Veränderungen im Europa nach dem Ersten Weltkrieg wider.


Le Corbusiers architektonische Innovationen und die „Fünf Punkte“

Le Corbusiers Beiträge – zwei Doppelhäuser (Nr. 13 und 15) und ein Einfamilienhaus (Nr. 14) – verkörperten seine einflussreichen „Fünf Punkte einer neuen Architektur“:

  1. Stützen (Pilotis): Säulen, die das Gebäude über dem Boden erheben,
  2. Flachdach-Terrassen: Nutzbare Außenbereiche,
  3. Offener Grundriss: Innere Flexibilität,
  4. Horizontale Fenster: Gleichmäßige natürliche Beleuchtung,
  5. Freiheit der Fassade: Unabhängigkeit von Tragwerk und Außengestaltung (Fondation Le Corbusier).

Die Häuser zeigten umwandelbare Innenräume, Einbaumöbel und eine lebendige Polychromie, die alle als Prototypen für bezahlbares, modernes Wohnen entwickelt wurden (lescouleurs.ch).


Sozialer und kultureller Einfluss

Die Weissenhofsiedlung war ein Beleg dafür, wie Massenproduktion und Standardisierung Kreativität fördern und gleichzeitig soziale Bedürfnisse erfüllen konnten. Le Corbusiers Entwürfe mit ihren offenen Grundrissen und variablen Räumen stellten eine radikale Abkehr vom traditionellen Wohnen dar und förderten Freiheit, Gesundheit und Erschwinglichkeit (lescouleurs.ch; Fondation Le Corbusier).


Kriegsschäden und Wiederaufbau nach dem Krieg

Nach der Ausstellung von 1927 wurden die Häuser vermietet und erheblich verändert, was den ursprünglichen Entwurf Le Corbusiers teilweise veränderte. Die Siedlung überstand den Zweiten Weltkrieg trotz erlittener Schäden. 1958 wurden die Häuser Le Corbusiers die ersten seiner Werke, die unter Denkmalschutz gestellt wurden (lescouleurs.ch; Fondation Le Corbusier).


Denkmalschutz, Museumsaufbau und UNESCO-Status

Umfangreiche Restaurierungsarbeiten in den 1980er- und 2000er-Jahren – basierend auf sorgfältigen Farb- und Strukturanalysen – brachten die Häuser in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Das Weissenhofmuseum wurde 2006 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wobei eine Haushälfte als „transformierbares Wohnen“ wiederhergestellt ist und die andere Hälfte die Geschichte der Siedlung durch Modelle und Fotos präsentiert (weissenhofmuseum.de). 2016 wurden die Häuser als Exemplare der Moderne auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt (lescouleurs.ch).


Besuchsdetails: Zeiten, Tickets, Barrierefreiheit und Führungen

Besuchszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag: 11:00 – 17:00 Uhr
  • Geschlossen montags und an Feiertagen
  • Aktualisierungen und saisonale Änderungen finden Sie auf der offiziellen Website.

Tickets:

  • Erwachsene: 7 €
  • Ermäßigt: 4 € (Studenten, Senioren, Gruppen)
  • Kinder unter 14 Jahren: Kostenlos
  • Tickets können vor Ort oder bequem online gekauft werden.

Barrierefreiheit:

  • Rollstuhlgerechter Zugang zu den Haupträumlichkeiten des Museums; kontaktieren Sie das Museum für spezifische Bedürfnisse.

Führungen und Veranstaltungen:

  • Verfügbar an Wochenenden und nach Vereinbarung.
  • Sonderveranstaltungen, Vorträge und Workshops finden regelmäßig statt.

Anreise:

  • Erreichbar mit den Straßenbahnlinien 6 oder 7 (Haltestelle Weissenhof) oder den Bussen 40 und 42.
  • Begrenzte Parkmöglichkeiten; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.

Fotografie:

  • Innen erlaubt, jedoch ohne Blitz.
  • Die Dachterrassen bieten einen hervorragenden Blick auf die Stadt und die Siedlung.

Außenansicht des Hauses Le Corbusier, die die moderne Architektur zeigt


Architektonische Highlights, die es zu beachten gilt

  • Stützen und der schwebende Effekt: Gebäude, die auf Säulen aufgeständert sind, für Leichtigkeit und einen offenen Erdgeschossbereich.
  • Flexible Innenräume: Bewegliche Trennwände, Schrankbetten und transformierbare Räume.
  • Horizontale Bandfenster: Reichlich natürliches Licht und Panoramablicke.
  • Dachgärten: Nutzbarer Außenbereich, integriert in die Architektur.
  • Restaurierte Farbkonzepte: Le Corbusiers originale Polychromie, sorgfältig wiederhergestellt.
  • Museumsaufbau: Eine Hälfte konzentriert sich auf die Geschichte der Siedlung, die andere auf Le Corbusiers Wohnkonzepte (Weissenhof Museum).

Nahegelegene Attraktionen und Reisetipps

  • Killesbergpark: Gärten, Spielplätze und der Killesbergturm mit Stadtblick.
  • Staatsgalerie Stuttgart: Bedeutendes Kunstmuseum in der Nähe.
  • Haus Mies van der Rohe: Weissenhof Werkstatt mit zusätzlichen Ausstellungen.
  • Museen von Mercedes-Benz und Porsche: Ziele für Automobilgeschichte.
  • Reisetipps: Besuchen Sie werktags am Vormittag, um Menschenmassen zu vermeiden, nutzen Sie Audioguides für tiefere Einblicke und informieren Sie sich über kostenfreie Besuchstage bei lokalen Veranstaltungen (Stuttgart Tourist).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Museums? A: Dienstag–Sonntag, 11:00–17:00 Uhr; montags und an Feiertagen geschlossen.

F: Wie viel kosten die Tickets? A: 7 € für Erwachsene, 4 € für Ermäßigte, kostenlos für Kinder unter 14 Jahren.

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Die Haupträumlichkeiten sind zugänglich; kontaktieren Sie das Museum für spezielle Bedürfnisse.

F: Gibt es Führungen? A: Ja, am Wochenende und nach Vereinbarung auf Deutsch und Englisch.

F: Wo kann ich Tickets kaufen? A: Vor Ort oder online über die offizielle Website.


Zukünftige Entwicklungen und Pläne zum Centenarium

  • Besucher- und Informationszentrum: Entworfen von Barkow Leibinger, Eröffnung bis 2027, wird erweiterte Ausstellungs- und Servicebereiche umfassen (Weissenhofmuseum News).
  • Centenarium-Feierlichkeiten (2027): Veranstaltungen im gesamten Gelände, neue Ausstellungen und Gemeinschaftsprogramme (Weissenhofmuseum Events).
  • Verbesserte Barrierefreiheit und digitale Upgrades: Neue Einrichtungen werden die Zugänglichkeit verbessern und digitale interaktive Erlebnisse bieten.

Interaktive Karten und virtuelle Touren

Greifen Sie über die Website des Museums auf interaktive Karten und virtuelle Touren der Siedlung und des Hauses Le Corbusier zu.


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