Einleitung

Im mittelalterlichen Mohrenturm von Nürnberg gelegen, ist der Turm der Sinne ein interaktives Wissenschaftsmuseum, das Besucher in die Wunder der menschlichen Wahrnehmung eintauchen lässt. Er verbindet jahrhundertealte Architektur mit fesselnden, forschungsbasierten Ausstellungen und bietet eine praktische Erkundung von Sehen, Hören, Schmecken, Tasten und Gleichgewicht. Dieser detaillierte Leitfaden liefert alle wesentlichen Informationen – Besuchszeiten, Ticketpreise, Barrierefreiheit und eine Stockwerk-für-Stockwerk-Übersicht –, damit Sie Ihren Besuch an diesem einzigartigen Ort optimal gestalten können (Turm der Sinne Offizielle Webseite; Tourismus Nürnberg; Spektrum.de).


Historischer Hintergrund und Museumskonzept

Ursprünge und Standort

Der Turm der Sinne wurde in den 1990er Jahren von der Humanistischen Vereinigung ins Leben gerufen, um wissenschaftliche Forschung und öffentliches Verständnis von Wahrnehmung zu verbinden. Nach seiner Restaurierung wurde er 2003 im mittelalterlichen Mohrenturm, einem Teil der imposanten Nürnberger Stadtmauer, eröffnet (Wikipedia). Heute ist das Museum ein Zeugnis der Tradition der Stadt, Geschichte und Innovation zu verbinden.

Mission und Vision

Als interaktives Museum lädt der Turm der Sinne Besucher aller Altersgruppen ein, zu untersuchen, wie die Sinne unsere Erfahrung von Realität prägen. Sein praxisorientierter, forschungsbasierter Ansatz entmystifiziert Konzepte der Neurowissenschaften und Kognitionswissenschaften und macht komplexe Themen zugänglich und ansprechend (Spektrum.de).


Besuchszeiten und Ticketinformationen

Öffnungszeiten

  • Standard: Samstags und Sonntags, 12:00–17:00 Uhr
  • Geschlossen: Januar und Februar
  • Zusätzliche Öffnungen: Ausgewählte Feiertage (Ostermontag, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit)
  • Winterpause: 15. Dezember 2025 bis 27. Februar 2026

Ticketpreise

  • Erwachsene: 6 €
  • Ermäßigt (Studenten, Senioren): 4 €
  • Kinder unter 6 Jahren: Kostenlos
  • Familien- und Gruppenpreise: Auf Anfrage erhältlich
  • Tickets: Ausschließlich an der Museumskasse erhältlich (keine Online-Reservierungen); Zahlung bar oder per Karte (philoscience.de)

Kapazität und Buchung

  • Maximal 30 Besucher gleichzeitig erlaubt aufgrund von Brandschutz und Gebäudebeschränkungen
  • Mögliche Wartezeiten während Stoßzeiten einplanen
  • Gruppen- und Schulklassenbesuche: Vorausbuchung dringend empfohlen

Thematische Stockwerke und interaktive Ausstellungen

Jedes der sechs kompakten Stockwerke des Museums widmet sich einem Kernaspekt der menschlichen Wahrnehmung und bietet interaktive Exponate, die herausfordern und inspirieren:

Erdgeschoss: Der Ames-Raum

Erleben Sie den berühmten Ames-Raum, in dem schräge Geometrie dramatische Größenillusionen erzeugt, je nach Blickwinkel. Diese klassische Wahrnehmungsillusion demonstriert eindrucksvoll, wie leicht der Kontext unser visuelles System täuschen kann (philoscience.de).

Erster Stock: Geschmack, Geruch und sensorische Anpassung

Erkunden Sie, wie Geschmack und Geruch interagieren, um die Geschmackswahrnehmung zu prägen. Fesselnde Experimente enthüllen die komplexen Wege, auf denen unser Gehirn chemische Signale interpretiert und sich an sensorische Reize anpasst. Einige Mitmachstationen können aufgrund von Hygienevorschriften vorübergehend angepasst sein (philoscience.de).

Zweiter Stock: Visuelle Phänomene und der Necker-Würfel

Tauchen Sie ein in die Geheimnisse der bistabilen Wahrnehmung mit dem rotierenden Necker-Würfel, der spontan seine Orientierung zu wechseln scheint. Weitere optische Täuschungen auf dieser Etage stellen Ihre visuellen Annahmen auf die Probe (philoscience.de).

Dritter Stock: Auditive Illusionen und die „Ewige“ Tonleiter

Testen Sie Ihre Ohren mit auditorischen Illusionen, einschließlich des Shepard-Tons („Ewige“ Tonleiter), bei dem eine Tonfolge endlos zu steigen oder zu fallen scheint. Zusätzliche Klangexperimente verdeutlichen, wie unser Gehirn akustische Realität konstruiert (philoscience.de).

Vierter Stock: Der Homunkulus und Körperwahrnehmung

Erfahren Sie mehr über den sensorischen Homunkulus – eine verzerrte Körperkarte basierend auf Empfindlichkeit – und nehmen Sie an praktischen Experimenten teil, die Tastsinn, Propriozeption und die Art und Weise untersuchen, wie unser Gehirn körperliches Bewusstsein zusammensetzt (philoscience.de).

Fünfter Stock: Gleichgewicht, Bewegung und kognitive Dissonanz

Fordern Sie Ihr Gleichgewicht und Ihre Koordination auf der Balance Wall heraus, wo bewegte visuelle Reize Ihren Sinn für Stabilität stören. Exponate hier regen auch dazu an, darüber nachzudenken, wie Wahrnehmung und Wissen konstruiert und manchmal getäuscht werden (philoscience.de).


Besucherlebnis und Barrierefreiheit

Interaktion und Ablauf

Der Turm der Sinne ist vollständig interaktiv – Berühren, Experimentieren und aktive Teilnahme sind erwünscht. Die vertikale, intime Gestaltung (verteilt auf sechs Stockwerke) sorgt für ein immersives, persönliches Erlebnis. Aufgrund der historischen Architektur ist die Gruppengröße aus Komfort- und Sicherheitsgründen begrenzt (philoscience.de).

Barrierefreiheit

  • Mobilität: Das Museum ist nicht rollstuhlgängig; alle Stockwerke sind über schmale Treppen erreichbar. Besucher mit eingeschränkter Mobilität werden gebeten, das Museum um Rat zu fragen.
  • Sprachen: Die meisten Exponate enthalten englische Übersetzungen oder visuelle Erklärungen. Personal steht internationalen Besuchern zur Verfügung.
  • Familienfreundlichkeit: Das Museum ist für alle Altersgruppen geeignet; Kinder sollten aufgrund der physischen Natur einiger Exponate beaufsichtigt werden.

Annehmlichkeiten

  • Toiletten: Vorhanden, aber begrenzt
  • Garderobe: Klein; große Taschen und Kinderwagen müssen möglicherweise am Eingang bleiben
  • Souvenirshop: Kleine Auswahl an der Kasse
  • Newsletter: Melden Sie sich für Updates zu Veranstaltungen und Sonderprogrammen an

Pädagogische und kulturelle Bedeutung

Der Turm der Sinne ist mehr als ein Museum – er ist ein lebendiges Zentrum für Wissenschaftskommunikation, das Workshops, Vorträge und das jährliche Symposium „turmdersinne“ ausrichtet (turmdersinne.de/symposium/). Wechselnde Ausstellungen, temporäre Installationen und Kooperationen mit Forschungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Inhalte frisch und relevant bleiben (turmdersinne.de/ausstellung/; Franken-Tour).

Das Museum ist im Programm NÜRNBERG CARD + FÜRTH enthalten und ein Eckpfeiler der touristischen Infrastruktur Nürnbergs im Kulturbereich (Tourismus Nürnberg).


Reisetipps und Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Standort: Spittlertormauer 17, 90402 Nürnberg. Leicht erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (nächste U-Bahn: Weißer Turm, Linie U1). Bus- und Straßenbahnhaltestellen sind in der Nähe (philoscience.de).
  • Parken: Keine Parkplätze vor Ort; nutzen Sie Parkhäuser im Stadtzentrum.
  • Sehenswürdigkeiten in der Nähe: Kombinieren Sie Ihren Besuch mit der Nürnberger Burg, dem Albrecht-Dürer-Haus, dem Germanischen Nationalmuseum und der Stadtmauer für einen vollen Kulturtag.
  • Fotografieren: Die Außenansicht des Turms und die Ausblicke auf die Stadt bieten ausgezeichnete Fotomotive.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Besuchszeiten des Turm der Sinne? A: Samstags und sonntags von 12:00–17:00 Uhr; geschlossen im Januar und Februar; Sonderöffnungen an ausgewählten Feiertagen.

F: Wie kann ich Tickets kaufen? A: Tickets sind ausschließlich am Eingang des Museums erhältlich; keine Online-Buchung möglich.

F: Ist das Museum rollstuhlgängig? A: Nein, das historische Gebäude ist nur über Treppen erreichbar.

F: Werden Führungen angeboten? A: Regelmäßige Führungen werden nicht angeboten, aber Personal steht für Fragen zur Verfügung. Gruppenprogramme können nach Voranmeldung arrangiert werden.

F: Kann ich mit Kindern besuchen? A: Ja, das Museum ist familienfreundlich.


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