Stadtmuseum Fembohaus

Einleitung

Das Stadtmuseum Fembohaus, eingebettet in Nürnbergs historische Altstadt, ist ein herausragendes Zeugnis der merkantilen, kulturellen und architektonischen Geschichte der Stadt. Als einziges erhaltenes großes Handelshaus der Spätrenaissance in Nürnberg chronologisiert das Fembohaus mehr als 950 Jahre städtischer Entwicklung – von seinen mittelalterlichen Wurzeln bis zu seiner Rolle im europäischen Handel, der Reformation und den Herausforderungen des 20. Jahrhunderts. Heute bietet das Museum ein immersives Erlebnis und lädt Besucher ein, originalgetreue historische Räume, Dauerausstellungen und wechselnde Ausstellungen sowie die einzigartige Atmosphäre eines sorgfältig erhaltenen Renaissancepalais zu erkunden. Dieser umfassende Leitfaden liefert wesentliche Details zu Besuchszeiten, Eintrittspreisen, Barrierefreiheit und praktische Tipps, um Ihnen bei der Planung Ihres Besuchs eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Nürnbergs zu helfen (tourismus.nuernberg.de; museums.nuernberg.de; quartiere-nuernberg.de).


Historische und Architektonische Höhepunkte

Ursprünge und Entwicklung

Das Fembohaus wurde zwischen 1591 und 1596 für den niederländischen Seidenhändler Philipp van Oyrl erbaut. Seine strategische Lage an der Burgstraße, zwischen dem Rathaus und der Kaiserburg, unterstrich den Einfluss der Nürnberger Kaufmannselite während der Renaissance (tourismus.nuernberg.de). Später wurde das Haus vom Kunsthändler Georg Christoph Franz Fembo, dem es seinen Namen verdankt, erworben und erhalten. Im Laufe seiner Geschichte diente das Gebäude als Kaufmannshaus, Patrizierpalais und Hauptsitz der Homannschen Kartenmacher, deren kartographische Innovationen noch heute in den Sammlungen des Museums sichtbar sind (museums.nuernberg.de).

Während des Zweiten Weltkriegs überstand das Fembohaus die weit verbreitete Zerstörung eines Großteils der Nürnberger Altstadt, wodurch seine ursprüngliche Struktur und seine Innenausstattung erhalten blieben. Seit 1953 beherbergt es das Stadtmuseum.

Architektonische und Kulturelle Bedeutung

Das Fembohaus ist ein Paradebeispiel süddeutscher Spätrenaissance-Architektur mit einer vierstöckigen Sandsteinfassade, verzierten Giebeln und großen Kreuzstockfenstern. Im Inneren erwarten die Besucher:

  • Tanzsaal: Zeigt eine prächtige Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert.
  • Barockes Vestibül: Italienische Stuckarbeiten und dekorative Details.
  • „Schönes Zimmer“: Aus dem Pellerhaus hierher transloziert, um seine bemalten Decken und Holzvertäfelungen zu erhalten (tourismus.nuernberg.de).
  • Patrizierküche: Ein authentischer Einblick in das tägliche Leben der Elite.
  • Werkstatt der Kartenmacher: Veranschaulicht die Bedeutung Nürnbergs als Zentrum der Kartographie.

Die adaptive Umnutzung des Museums bewahrt diese historischen Elemente und integriert gleichzeitig moderne Zugangs- und Ausstellungstechnologien (quartiere-nuernberg.de).


Besuchszeiten und Eintrittsinformationen

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr
  • Samstag & Sonntag: Einige Quellen geben verlängerte Öffnungszeiten bis 18:00 Uhr an; bitte auf der offiziellen Website überprüfen.
  • Montags und an Feiertagen geschlossen.

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 6,00 €
  • Ermäßigte Tickets: 4,00 € (Studenten, Senioren, Gruppen; einige Quellen nennen 1,50 € für Schulklassen/Studenten)
  • Kinder unter 18 Jahren: Kostenfrei
  • Gruppen (ab 15 Personen): 5,00 € pro Person
  • Städtische Museen Tageskarte Nürnberg: 9,00 € (Zugang zu allen teilnehmenden kommunalen Museen am selben Tag)
  • Audioguide: Im Eintrittspreis enthalten, in sieben Sprachen verfügbar

Tickets sind am Eingang oder über ausgewählte Online-Plattformen erhältlich (WhichMuseum).


Lage und Anfahrt

Adresse: Burgstraße 15 90403 Nürnberg, Deutschland

Das Fembohaus liegt zentral, nur wenige Gehminuten von der Sebalduskirche, der Kaiserburg und dem Hauptmarkt entfernt.

Anreise

  • Öffentliche Verkehrsmittel:

    • U-Bahn: Stationen Lorenzkirche oder Weißer Turm
    • Straßenbahnlinien 4 oder 6 bis „Lorenzkirche“
    • Bushaltestellen und nahegelegene Parkhäuser sind vorhanden.
  • Vom Nürnberger Hauptbahnhof: Zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Altstadt gelangen.

  • Wegbeschreibung von der Sebalduskirche: Überqueren Sie den Platz, biegen Sie links in eine schmale Gasse ein, dann rechts an der T-Kreuzung; das Museum ist an der Ecke (Ostrich Trails).


Ausstattung, Barrierefreiheit und Besucherservice

Ausstattung

  • Garderobe/Schließfächer: Für Oberbekleidung und Taschen verfügbar.
  • Toiletten: Erdgeschoss, inklusive barrierefreier Toiletten.
  • Museumsshop: Bücher, Souvenirs und lokales Kunsthandwerk.
  • Fotografie: Für persönliche Zwecke gestattet (kein Blitz oder Stativ; bitte beim Personal erfragen).

Barrierefreiheit

  • Eingänge: Haupteingang ebenerdig, mit einigen Schwellen.
  • Aufzüge: Begrenzt; obere Etagen hauptsächlich über Treppen erreichbar.
  • Rollstuhlzugänglichkeit: Einige Bereiche aufgrund der historischen Struktur nicht vollständig zugänglich; Einrichtungen im Erdgeschoss sind zugänglich (museum website).
  • Audioguides: Sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch).
  • Assistenzhunde: Gestattet.

Besucherservice

  • Führungen: Auf Deutsch verfügbar; englischsprachige Führungen nach Vereinbarung; ideal für Gruppen (Voranmeldung empfohlen).
  • Kurse für Kinder und Erwachsene: Speziell für Schulklassen und Familien konzipiert.
  • Interaktive Elemente: Virtuelle Realität-Erlebnisse (z.B. Synagogenrekonstruktion), Hörspiele, Stadtmodelle und multimediale Installationen.

Ausstellungen und Erlebnisse

Dauerausstellung

  • „Krone – Macht – Geschichte“: Untersucht die Entwicklung Nürnbergs von 1050 bis heute und nutzt originale Räume und Artefakte, um die Geschichte der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zu erzählen.
  • Originalinterieurs: Kaufmannssaal, Patrizierquartiere, Küche und Werkstatt der Kartenmacher, ausgestattet mit authentischen und zeitgemäßen Objekten.

Wechselausstellungen

  • Pressefoto Bayern 2024 (5. Juni – 6. Juli 2025): Beste bayerische Pressefotografie (Ausstellungskalender).
  • Die Herkunft der Objekte (16. Juli – 30. September 2025): Provenienzforschung und Nürnberger Geschichte durch Museumsobjekte.

Veranstaltungen

  • Markt der schönen Dinge: Jährlicher Dezembermarkt mit Fokus auf Nürnberger Handwerkstraditionen.

Digitale und Multimediale Angebote

  • Virtuelle Touren und Online-Ressourcen: Digitale Rundgänge, hochauflösende Bilder und herunterladbare Lehrmaterialien.
  • Neue Technologien: Integration von Virtual und Augmented Reality Erlebnissen in der Entwicklung.

Besuchertipps und FAQs

Tipps für Ihren Besuch

  • Beste Zeiten: Wochentags vormittags und am frühen Nachmittag sind es ruhiger.
  • Besuchsdauer: 45 Minuten bis 1,5 Stunden empfohlen.
  • Sprache: Ausstellungsmaterialien überwiegend auf Deutsch; Audioguides und einige Materialien sind in englischer und anderen Sprachen verfügbar.
  • Kombinierte Besuche: Nutzen Sie die Tageskarte, um weitere nahegelegene Museen zu besichtigen, darunter das Albrecht-Dürer-Haus und die Kaiserburg.

Häufig gestellte Fragen

F: Sind Tickets online erhältlich? A: Tickets werden hauptsächlich vor Ort verkauft; einige Online-Vorausbuchungen sind möglich (WhichMuseum).

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Das Erdgeschoss und die Toiletten sind zugänglich; die oberen Etagen sind aufgrund des historischen Gebäudes nur begrenzt zugänglich (museum website).

F: Gibt es Führungen auf Englisch? A: Englischsprachige Führungen können nach vorheriger Absprache arrangiert werden.

F: Ist Fotografie erlaubt? A: Ja, für persönliche Zwecke ohne Blitz oder Stativ.

F: Wie erreiche ich das Museum mit öffentlichen Verkehrsmitteln? A: Die nächstgelegenen U-Bahn-Stationen sind Lorenzkirche und Weißer Turm; Straßenbahnlinien 4 oder 6 bis „Lorenzkirche“.

F: Sind Audioguides verfügbar? A: Ja, im Eintrittspreis enthalten und in sieben Sprachen erhältlich.


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