Nürnberg
Deutschland Aktualisiert May 2026
Das Erste, was dir in Nürnberg, Deutschland, auffällt, ist der Geruch von Buchenrauch, der aus einer 700 Jahre alten Bratwurstküche aufsteigt. Er zieht über einen Platz, auf dem Fachwerkhäuser wie klatschende Nachbarn schief aneinanderlehnen und die Kirchenuhr mittags noch immer ihr Schauspiel aufführt – winzige Eisenfiguren, die über deinem Kopf Pirouetten drehen. Das ist nicht das Bayern der Dirndl und Blaskapellen; das hier ist Franken, eine Region, die ihre Loyalitäten wechselte wie andere Leute ihre Mäntel und München nie ganz verzieh, dass es das Rampenlicht gestohlen hat.
Foto: Alyona Nagel / Pexels
- Attraktionen
- 25
- Audio
- 11 h
- Reisedauer
- 2–3 Tage
- Beste jahreszeit
- später Frühling (Mai–Juni) und früher Herbst (September)
Warum Nürnberg
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Zwischen den Sandsteinmauern der Burg und dem Betonabdruck des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes hält Nürnberg zwei Jahrhunderte im Gespräch. Eben noch steigst du 50 ft tief in Bierkeller aus dem 14. Jahrhundert hinab, im nächsten Moment stehst du auf dem Balkon, von dem aus Hitler zu einer halben Million Menschen sprach. Die Stadt zuckt vor keiner der beiden Zeitschienen zurück; stattdessen schichtet sie sie übereinander wie die sich kreuzenden Balken eines mittelalterlichen Dachs.
Einheimische nennen den Ort Nämberch und sprechen einen Dialekt, der aus dem Deutschen eine weiche, abgehackte Musik macht. Sie weisen dir den Weg zu einem Handwerkerhof, in dem Waffenschmiede Scharniere noch von Hand schmieden, und verraten dann, dass das beste Lebkuchenhaus eigentlich eine Kellerbäckerei ist, die Punkt 14 Uhr schließt. Folge ihrem Rat, und du kostest Lebkuchen, noch warm genug zum Biegen, trinkst Rotbier, gekühlt in Felsengängen, die älter sind als Martin Luther, und merkst, dass das eigentliche Monument der Stadt die störrische Kontinuität alltäglicher Fertigkeiten ist.
Panorama von der Kaiserburg
Der Sinwellturm der Kaiserburg belohnt den Aufstieg über 100 Stufen mit einem 360°-Blick über ein Stadtbild, das noch immer den 14.-Jahrhundert-Mauern gehorcht. An klaren Tagen erkennst du den Fränkischen Jura, der den Horizont wie ein blasser Bluterguss zeichnet.Wiedereröffnung des Reichsparteitagsgeländes
Nach einer zehnjährigen Sanierung eröffnet das Dokumentationszentrum 2026 wieder, mit neuen klimatisierten Galerien in der halbfertigen Kongresshalle. Die Betonschale, die 1945 nie vollendet wurde, hallt heute von Archivfilmaufnahmen wider statt von marschierenden Stiefeln.Dürers lebendiges Haus
Albrecht Dürers Fachwerkhaus in der Albrecht-Dürer-Straße 39 ist das einzige Künstlerhaus aus dem 16. Jahrhundert nördlich der Alpen, in dem du noch Leinöl riechen kannst. Schauspieler in historischen Schürzen führen Radiertechniken an einer Presse von 1503 vor; der Kupferstichel auf der Platte klingt wie Regen auf Glas.Bratwurst-Mikrokultur
Nürnbergs fingergroße Bratwurst ist durch EU-Recht geschützt: Nur Würste, die innerhalb der Stadtmauern hergestellt werden, dürfen diesen Namen tragen. Bestelle sie als drei im Weckla im 700 Jahre alten Bratwursthäusle neben dem Hauptmarkt; der Grillrauch zieht direkt in die mittelalterlichen Gewölbe darunter.
Sehenswürdigkeiten
Nicht jedes Denkmal, nur die, an denen wir dich selbst vorbeiführen würden.
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Germanisches Nationalmuseum Das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg, Deutschland, ist das größte Museum für Kulturgeschichte in der deutschsprachigen Welt.
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Nürnberger Burg Die Nürnberger Burg (Kaiserburg Nürnberg) ist eine der bedeutendsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen Europas.
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Deutsches Kunstarchiv Datum: 14.06.2025
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Verkehrsmuseum Nürnberg Das Verkehrsmuseum Nürnberg (Verkehrsmuseum Nürnberg), das das DB Museum beherbergt, ist ein Denkmal für das bahnbrechende Eisenbahnerbe Deutschlands und…
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Justizpalast Der Justizpalast in Nürnberg, Deutschland, ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein tiefgreifendes Symbol für Völkerrecht und…
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Stadtarchiv Nürnberg Das Stadtarchiv Nürnberg ist eine zentrale Institution für das Verständnis der reichen und vielschichtigen Geschichte Nürnbergs.
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Museum Industriekultur Das Museum Industriekultur in Nürnberg ist eine bedeutende Institution, die sich der Erkundung der Reise der Stadt von einem mittelalterlichen Handelszentrum…
- Spielzeugmuseum Nürnberg Das Spielzeugmuseum Nürnberg (Spielzeugmuseum Nürnberg) im Herzen der Nürnberger Altstadt ist eine weltberühmte Institution, die über 600 Jahre…
- Neues Museum Nürnberg Das Neues Museum Nürnberg (NMN) ist ein markantes Symbol für Nürnbergs Engagement für zeitgenössische Kunst und modernes Design.
Viertel
Wo es sich zu schlendern lohnt, Viertel für Viertel — jedes mit eigenem Rhythmus.
Altstadt
Innerhalb des 5 km langen Mauerrings hallen Kopfsteinpflaster noch vom Gedächtnis der Wagenräder wider. Auf dem Hauptmarkt findet täglich ein Gemüsemarkt statt, auf dem Bauern weißen Spargel in Fingerbreite verkaufen; in den Seitengassen verbergen sich Höfe mit Fachwerkbalken, die in den 1480er Jahren gefällt wurden. In der Dämmerung leuchten die Fenster der Wirtshäuser rot von Reihen Nürnberger Rostbratwürste, die über Buchenholzglut zischen.St. Johannis
Grün, ruhig und hartnäckig wohnlich. Rosenbewachsene Villen blicken auf die Pegnitz, während der fotogenste Friedhof der Stadt die schlichte Grabplatte Albrecht Dürers und eine Kolonie roter Eichhörnchen beherbergt. Barockgärten – die Hesperidengärten – öffnen zweimal pro Woche; ihre Zitrusbäume überwintern in Orangerien aus dem 18. Jahrhundert, die schwach nach Orangenschale und Kohlenrauch riechen.Gostenhof (GoHo)
Ein Raster aus Fabrikblöcken des 19. Jahrhunderts, neu geboren als besprühte Studios und vegane Dönerbuden. Vintage-Läden belegen ehemalige Tresorräume von Schlossern; nachts schenken Kellerbars trübes fränkisches IPA aus, zu Soundtracks zwischen Krautrock und kurdischem Hip-Hop. Wenn du um 3 Uhr morgens einen Döner suchst oder eine Galerie, die zugleich Skateshop ist, beginne hier.Weißgerbergasse
Zweiundzwanzig Fachwerkhäuser überstanden 1945 dank Glück und mit Sand gefüllter Keller. Hinter welligem Glas arbeiten heute restaurierte Handwerker: Buchbinder, Bogenmacher für Violinen, eine einzige Frau, die Bilderrahmen mit Blattgold und Hasenhautleim aus dem 16. Jahrhundert vergoldet. Die Gasse riecht nach Kiefernspänen und frischem Kaffee; mittags klicken Kameraverschlüsse wie Zikaden.Maxfeld
Bürgerlich und hügelig, gesäumt von Jugendstilvillen, deren Türmchen die Silhouette der Burg aufnehmen. Samstags veranstaltet die Volkshochschule einen Bauernmarkt, auf dem Imker Lindenhonig verkaufen, so blass, dass er wie flüssiges Wachs wirkt. Hinter einem eisernen Tor versteckt sich der wenig bekannte Bürgermeistergarten; Einheimische bringen Picknicks mit, um zu sehen, wie der Sonnenuntergang über rote Dachziegel in Richtung Alpen ausläuft.Südstadt
Straßenbahnglocken scheppern entlang der Schweiggerstraße an Backsteinbrauereien vorbei, die zu Co-Working-Lofts umgebaut wurden. Eckkneipen servieren ungefiltertes Kellerbier aus Holzfässern; der Schaum fällt in Spitzenmustern zusammen, die nach 90 Sekunden verschwinden. An Sommerabenden füllt sich das Pegnitzufer mit Slacklinern und türkischen Familien, die Mais grillen, bis die Straßenlaternen flackern.
Reise planen
Bevor es losgeht
- Anreise
- Der Flughafen Nürnberg (NUE) liegt 12 Minuten nördlich an der U-Bahn-Linie U2. ICE-Züge halten stündlich am Nürnberg Hauptbahnhof aus München (1h 10min) und Berlin (2h 45min). Autofahrer erreichen die Stadt über die Anschlussstellen 82–85 der A3 (Frankfurt–Passau) oder A9 (Berlin–München).
- Fortbewegung
- VGN-Netz: 3 U-Bahn-Linien (U1/U2/U3), 3 Straßenbahnlinien, 4 S-Bahn-Linien, 46 Buslinien. Die Nürnberg Card für €34 (2026) deckt 48h öffentlichen Verkehr plus 49 Museumseintritte ab. Der Bus Nr. 36 fährt von Mai bis Oktober alle 15 Minuten 36 Touristenstopps ab.
- Klima und beste Reisezeit
- Mai–Juni: 12–24°C, Fliederblüte im Burggraben. Der Juli erreicht 25°C, bringt aber 70mm Regen. September: 20°C und Weinkeller öffnen für Federweißer. Die Dezembermärkte laufen bei –2°C; pack Handschuhe für die Glühweinstände im Freien ein.
- Sprache und Währung
- Hochdeutsch ist Standard; in Biergärten hörst du oft ein ostfränkisches „Grüß Gott“. Karten werden fast überall akzeptiert, außer an öffentlichen Toiletten (€0.70) und manchen Bratwurstständen – trag €10 in Münzen bei dir. Trinkgeld: auf den nächsten Euro aufrunden oder in Restaurants 5% geben.
- Sicherheit
- Nürnberg liegt bei der Kriminalität im untersten Viertel Deutschlands. Taschendiebe zielen auf den Hauptmarkt am Samstag; halte Taschen geschlossen. Rund um den Hauptbahnhof solltest du nach 23:00 den gut beleuchteten Ostausgang Richtung Königstor nutzen; der Tunnel auf der Westseite kann leer wirken.
Wo Reiche aufstiegen und fielen
Von der Festung des Heiligen Römischen Reiches zum Gerichtssaal der Welt
- 1050
Erste schriftliche Erwähnung
Eine Pergamenturkunde verzeichnet die Freilassung eines Leibeigenen namens Sigena in „Noremberg“. Die Tinte ist noch dort dunkel, wo der Schreiber zu fest aufdrückte, und nennt einen Ort, der bald über Königreiche gebieten sollte.
- 1219
Freie Reichsstadt
Friedrich II.s Goldene Bulle trifft auf Velin ein. Nürnbergs Kaufleute dürfen nun Münzen prägen, Heere aufstellen und allein dem Kaiser Antwort geben. Der Schatten der Burg reicht nun weiter über Europa.
- 1471
Albrecht Dürer wird geboren
Der Schrei eines Kindes hallt durch das Haus in der Albrecht-Dürer-Straße. Es wird heranwachsen und die Stadt in Europas Vorstellungskraft eingravieren; seine Kupferplatten härter als Stahl, und doch fangen sie jeden Fachwerkbalken ein.
- 1493
Die Nürnberger Chronik
Hartmann Schedels gewaltiges Buch läuft in Anton Kobergers Druckerei von den Pressen. 1,809 Holzschnitte zeigen die Welt, wie Nürnberg sie sieht – Jerusalem sieht verdächtig nach Franken aus.
- 1509
Peter Henlein erfindet die Uhr
In einer Schlosserwerkstatt nahe der Pegnitz greifen kleine Zahnräder zum ersten Mal ineinander. Das „Nürnberger Ei“ wird bald in jeder königlichen Tasche ticken.
- 1525
Die Stadt nimmt die Reformation an
Luthers Flugschriften stapeln sich hoch in den Buchläden. Der Rat stimmt für den Protestantismus und behält zugleich katholische Kunstwerke – Pragmatismus, in Theologie gewickelt.
Ganze Zeitleiste zeigen (18 Momente)
- 1632
Belagerung im Dreißigjährigen Krieg
Wallensteins Heer lagert monatelang vor der Stadt. Krankheit und Hunger töten 8,000 Menschen. Das Goldene Zeitalter endet mit Pestgruben auf dem Johannisfriedhof.
- 1806
An Bayern verloren
Als das Heilige Römische Reich zerfällt, wird Nürnbergs Reichsbanner zum letzten Mal eingeholt. Bayerische Beamte vermessen die Stadtmauern mit frisch gefertigten Linealen.
- 1835
Deutschlands erste Eisenbahn
Dampfpfeifen durchschneiden die mittelalterliche Stille. Die 6 Kilometer lange Strecke nach Fürth befördert 200 Passagiere mit 28 Kilometern pro Stunde – schneller als jedes Pferd.
- 1933
Bau des Reichsparteitagsgeländes
Albert Speers Beton wächst südöstlich der Altstadt wie ein bösartiger Tumor. 130,000 Menschen versammeln sich, um Versprechen zu hören, die die Welt in Feuer tauchen werden.
- 1935
Die Nürnberger Gesetze werden erlassen
Im Opernhaus unterzeichnet Hitler Gesetze, die Juden die Staatsbürgerschaft nehmen. Das Pergament ist glatt. Die Tinte sickert in das dunkelste Kapitel der Geschichte.
- 1945
Die Stadt wird zu Trümmern
Bomben der Alliierten zerstören 92% des mittelalterlichen Stadtkerns. Am 20. April rollen amerikanische Panzer an der Burg vorbei. Überlebende zählen Tote in einer Stille, die nur von herabstürzendem Mauerwerk unterbrochen wird.
- 1945-1946
Nürnberger Prozesse
Im Schwurgerichtssaal 600 nestelt Göring an seinen Kopfhörern, während Ankläger von Verbrechen sprechen, so gewaltig, dass neue Worte dafür nötig sind. Die Welt sieht dabei zu, wie Gerechtigkeit in Echtzeit neu erfunden wird.
- 1960s
Wiederaufbau der Altstadt
Anhand von Plänen aus dem 15. Jahrhundert ersetzen Handwerker, was Bomben ausgelöscht haben. Stein für Stein erweckt Nürnberg sich selbst wieder zum Leben – der Beweis, dass manche Städte sich weigern zu sterben.
- 2001
Das Dokumentationszentrum eröffnet
In Speers halbfertiger Kongresshalle setzen sich Ausstellungen damit auseinander, was hier geschah. Der Audioguide spielt Hitlers Stimme durch Kopfhörer – danach spricht minutenlang niemand.
- 1494
Hans Sachs beginnt seine Meistersinger-Laufbahn
Der Dichter und Schuster näht Worte wie Leder. 6,000 Meisterlieder kommen aus seiner Werkstatt in der Spitalgasse. Wagner wird ihn drei Jahrhunderte später zur Oper machen.
- 1447
Veit Stoß kommt an
Der Krakauer Meister bringt Meißel mit, scharf genug, um Engel zu schnitzen. Seine Verkündigung in St. Lorenz lässt Holz weinen. Nürnbergs Kirchen werden nie wieder dieselben sein.
- 1459
Martin Behaims Globus
Der Kaufmann fertigt in seiner Werkstatt nahe der Burg den ältesten erhaltenen Globus der Welt. Amerika existiert noch nicht. Drachen bewachen die Ränder.
Wer hier lebte
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Maler und Grafiker · 1471–1528
Albrecht Dürer
Hier geboren, gearbeitet und begraben
Er streifte über dieselben Pflastersteine und skizzierte Nashörner, die er nie mit eigenen Augen sah; sein Fachwerkhaus am Tiergärtnertor riecht noch immer nach Kiefernholz und Tinte. Bitte die Museumsaufsicht, dir die Kupferplatte von 1514 zu „Melencolia I“ zu zeigen – Dürers düsterer Engel blickt zurück, als wüsste er, dass die Stadt sich eines Tages selbst voller Schuld betrachten wird.
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Uhrmacher · 1485–1542
Peter Henlein
Hier geboren und in die Lehre gegangen
In einer Schlosserwerkstatt nahe der Burg verkleinerte er die Zahnräder von Kirchturmuhren zur ersten Uhr vom Typ „Nürnberger Ei“. Heute lebt sein Geist in der Uhrenhalle des DB Museums weiter – jede Bahnhofsuhr trägt noch immer den Nachhall seines Herzschlags.
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Meistersinger und Dichter · 1494–1576
Hans Sachs
Lebte alle 82 Jahre hier
Der Schusterdichter hämmerte tagsüber Sohlen und nachts 6,000 Strophen; sein Grabstein in St. Johannis ist glatt abgerieben, weil Wagner-Verehrer noch immer kommen, um dem Mann zu danken, der „Die Meistersinger“ inspirierte.
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Gotischer Bildhauer · c. 1447–1533
Veit Stoß
Hier gearbeitet und begraben
Er schnitzte die schwebende Verkündigung in St. Lorenz aus einem einzigen Lindenholzstamm und fasste sie so, dass die Flügel des Engels wie nasser Marmor schimmern. Berühre die nachgedunkelte Kirchenbank darunter – seit fünf Jahrhunderten werden an genau dieser Stelle die Hälse nach oben gereckt.
Wo essen
Wo Einheimische wirklich zum Abendessen einkehren — keine Touristenmenüs.
Insider- Tipps
Kleine Dinge, die verändern, wie die Stadt dir begegnet.
Nimm Bargeld mit
Kleinere Bratwurststände und Bierkeller akzeptieren noch immer keine Karten. Halte €20 in Münzen und Fünf-Euro-Scheinen für Würste, Toiletten und den 36er-Sightseeingbus bereit.Uhrenspiel am Mittag
Sei um 11:58 Uhr auf den Stufen des Hauptmarkts; das Glockenspiel der Frauenkirche beginnt exakt um 12 Uhr, und bis 12:05 löst sich die Menge auf, sodass der Platz für Fotos leer ist.Flughafen in 12 Min.
Die U2 fährt alle 5–10 Min. von NUE zum Hauptbahnhof; kaufe das VGN-Ticket für €3.20 vor dem Einsteigen. Es gibt keine Sperren, aber die Kontrolleure kennen kein Erbarmen.Geheimer goldener Ring
Ignoriere die von Touristen belagerten vorderen Seiten des Schönen Brunnens; gehe zur Seite Richtung Fluss, drehe dort den Messingring, und du bekommst das Glück ohne Warteschlange.Sichererer Ausgang am Bahnhof
Verlasse den Hauptbahnhof nach 23:00 über die Brückenausgänge auf der oberen Ebene; sie führen auf gut beleuchtete Straßen und umgehen den dunklen Taxistand im Erdgeschoss, der für Taschendiebe bekannt ist.
Galerie
Die Stadt, so wie sie wirklich aussieht.
Anschauen
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Häufig gefragt
Lohnt sich ein Besuch in Nürnberg?
Ja. Kaum eine andere Stadt schichtet eine Kaiserburg, ein von Dürer geprägtes goldenes Zeitalter und die unverstellten Spuren der NS-Aufmärsche so dicht übereinander. In einer einzigen Altstadt, die du zu Fuß erkunden kannst, siehst du 1,000 Jahre europäischer Höhe- und Tiefpunkte.
Wie viele Tage brauche ich in Nürnberg?
Zwei volle Tage reichen für die Burg, die Prozessdokumentation und eine Bratwurst-Tour. Nimm einen dritten dazu, wenn du Tagesausflüge nach Bamberg oder Regensburg planst; beide liegen mit dem Regionalzug unter einer Stunde entfernt.
Was ist die günstigste Art, Sehenswürdigkeiten anzuschauen?
Die 48-Stunden-Nürnberg Card kostet €33 und bündelt den gesamten Nahverkehr plus freien Eintritt in 36 Museen; sie rechnet sich schon nach einem Schloss und einem Museum.
Kann ich in Restaurants Englisch sprechen?
Die Speisekarten in der Altstadt sind zweisprachig, und das Personal wechselt ohne Aufforderung ins Englische. Wage dich in die Kneipen von Gostenhof, brauchst du eher ein „Ein Bier, bitte“ und ein Lächeln.
Ist das Dokumentationszentrum während der Sanierung geöffnet?
Das Museum am Reichsparteitagsgelände ist bis 2026 geschlossen; das Außengelände des Aufmarschfelds und die halbfertige Kongresshalle bleiben für selbstgeführte Rundgänge zugänglich.
Alle Sehenswürdigkeiten.
148 Orte zu entdecken
Nürnberger Burg
Deutsches Kunstarchiv
Verkehrsmuseum Nürnberg
Spielzeugmuseum Nürnberg
Neues Museum Nürnberg
Justizpalast
Stadtarchiv Nürnberg
Museum Industriekultur
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Stadtmuseum Fembohaus
Museum Für Kommunikation Nürnberg
Gewerbemuseum Nürnberg
Kettensteg (Nürnberg)
Gewerbepark Nürnberg-Feucht-Wendelstein
Deutsches Museum Nürnberg
Kunstbunker – Forum Für Zeitgenössische Kunst
Hutmuseum Nürnberg
Kindermuseum Nürnberg
Rotkreuz-Museum Nürnberg
Max-Morlock-Stadion
Akademie Der Bildenden Künste Nürnberg
Flughafen Nürnberg
Norisring
Reichsparteitagsgelände
St. Lorenz
St. Sebald (Nürnberg)
Nürnberg Hauptbahnhof
Ludwig-Donau-Main-Kanal
Ceska-Mordserie
Stadtmauer Nürnberg
Albrecht-Dürer-Haus
Frauenkirche
Arena Nürnberger Versicherung
Kunsthalle Nürnberg
Tiergarten Nürnberg
Johannisfriedhof (Nürnberg)
Heilig-Geist-Spital
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Hauptmarkt (Nürnberg)
Nürnberger Symphoniker
Altes Rathaus Nürnberg
Schöner Brunnen (Nürnberg)
St. Egidien
Katharinenkloster Nürnberg
Hirsvogelsaal
Memorium Nürnberger Prozesse
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