Einleitung
Der der Erinnerung an Max Braunold gewidmete Stolperstein in Mainz ist ein starkes Symbol, das in das städtische Gefüge der Stadt eingelassen ist. Als Teil des weltweit größten dezentralen Denkmals sind diese kleinen Messingplatten, bekannt als Stolpersteine, Gedenktafeln, die einzelne Opfer nationalsozialistischer Verfolgungen genau dort ehren, wo sie gelebt oder gearbeitet haben. Der Besuch des Stolpersteins für Max Braunold ehrt nicht nur sein Andenken, sondern lädt auch zu tieferer Reflexion über das Erbe des Holocaust, die Widerstandsfähigkeit von Mainzer jüdischen Gemeinde und die anhaltende Bedeutung des öffentlichen Gedenkens ein.
- Über Stolpersteine: Ursprünge und Bedeutung
- Das Stolperstein-Projekt in Mainz
- Max Braunold: Biografie und Gedenken
- Besuchsinformationen
- Nahegelegene historische Stätten in Mainz
- Gemeinschaftliche Beteiligung und Bildungswirkung
- Kontroversen und ethische Überlegungen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Schlussfolgerung und Handlungsaufforderung
- Referenzen und weiterführende Lektüre
Fotogalerie
Entdecke Stolperstein Für Max Braunold in Bildern
Über Stolpersteine: Ursprünge und Bedeutung
Das von dem deutschen Künstler Gunter Demnig in den frühen 1990er Jahren initiierte Stolpersteine-Projekt ist eine basisdemokratische Gedenkbewegung, die sich den Opfern des NS-Regimes widmet. Jeder Stolperstein ist ein 10x10 cm großer Betonblock, gekrönt von einer handgravierten Messingplatte, auf der der Name, das Geburtsdatum und das Schicksal des Opfers eingraviert sind (Stolpersteine.eu). Diese Steine werden im Bürgersteig vor den letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsstätten der Opfer verlegt und verwandeln den städtischen Raum in ein lebendiges Denkmal.
Der Begriff „Stolperstein“ ist metaphorisch: Er lädt Passanten ein, innezuhalten und nachzudenken, und macht alltägliche Routinen zu Akten des Gedenkens (euronews.com). Die Philosophie des Projekts wurzelt in der talmudischen Lehre: „Ein Mensch ist nur vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Indem jedem Opfer ein Name und ein Platz im öffentlichen Gedenken verliehen wird, stellen Stolpersteine die Individualität und die Würde wieder her, die der Geschichte verloren gegangen sind.
Bis 2025 wurden weit über 116.000 Stolpersteine in mehr als 1.860 Kommunen in 31 Ländern installiert (Stolpersteine.eu; Fabrizio Musacchio).
Das Stolperstein-Projekt in Mainz
Mainz, mit seinem reichen jüdischen Erbe, das bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht, beteiligt sich aktiv am Stolperstein-Projekt seit 2007. Die ersten Steine in Mainz wurden in der Breidenbacherstraße 19 verlegt, und im Mai 2025 zieren über 350 Stolpersteine und eine Stolperschwelle (ein Gedenkschwellenstein) Mainz und seine Stadtteile (Stolpersteine Mainz; Mainz.de).
Lokale Organisationen wie das Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz und der Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V. koordinieren Forschung, Installationen und Bildungsinitiativen. Das Projekt ist gemeindebasiert, wobei Steine von Nachkommen, Anwohnern und zivilgesellschaftlichen Gruppen gesponsert werden. Biografien jedes geehrten Individuums werden online zur Verfügung gestellt, um sicherzustellen, dass ihre Geschichten fortbestehen (Haus des Erinnerns Mainz).
Max Braunold: Biografie und Gedenken
Max Braunold war ein jüdischer Einwohner von Mainz, der während der NS-Zeit verfolgt wurde. Sein Stolperstein, der in Mainz-Altstadt liegt, ist ein Zeugnis seines Lebens und des Schicksals unzähliger anderer. Während die Erforschung seiner Biografie im Gange ist, bietet das Denkmal eine greifbare Verbindung zur jüdischen Gemeinde von Mainz und den tragischen Ereignissen des Holocausts (Mapcarta).
Der Stein ist Teil eines Netzwerks von Stolpersteinen im historischen Altstadtviertel, von denen viele Mitglieder der Familie Braunold und andere Opfer ehren. Die Gegend ist reich an jüdischer Geschichte und dient als Brennpunkt des Gedenkens.
Besuchsinformationen
Standort und Anfahrt
Der Stolperstein für Max Braunold befindet sich in Mainz-Altstadt, typischerweise vor seiner letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsstätte. Das Viertel ist fußgängerfreundlich und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Nähe zu Sehenswürdigkeiten wie dem Mainzer Dom und dem Gutenberg Museum ermöglicht eine breitere Erkundung des städtischen Erbes.
Für genaue Wegbeschreibungen konsultieren Sie bitte die Homepage des Haus des Erinnerns Mainz zum Thema Stolpersteine oder Mapcarta.

Öffnungszeiten und Tickets
- Öffnungszeiten: Der Stolperstein ist rund um die Uhr, das ganze Jahr über zugänglich, da er in öffentliche Gehwege eingelassen ist.
- Tickets: Es sind keine Tickets oder Eintrittspreise erforderlich. Das Denkmal ist kostenlos und für alle offen.
Barrierefreiheit
Die meisten Stolpersteine in Mainz sind bündig mit dem Bürgersteig verlegt, wodurch sie im Allgemeinen für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich sind. Einige Standorte können sich auf unebenem Boden oder in belebten Fußgängerzonen befinden. Besuchern wird empfohlen, die spezifischen Routen zu überprüfen, wenn Barrierefreiheit ein Anliegen ist.
Etikette und Tipps für einen bedeutungsvollen Besuch
- Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment Zeit, die Inschrift zu lesen; den Namen laut auszusprechen ist eine einfache, aber kraftvolle Geste des Gedenkens.
- Das Denkmal respektieren: Vermeiden Sie es, direkt auf dem Stein zu stehen. Das Ablegen einer kleinen Blume oder eines Steins ist ein traditionelles Zeichen des Respekts.
- Zur Pflege beitragen: Viele Besucher bringen ein weiches Tuch mit, um das Messing vorsichtig zu reinigen, insbesondere an Gedenktagen.
- An Führungen teilnehmen: Das Haus des Erinnerns und andere lokale Organisationen bieten geführte Stolperstein-Touren (Stolpersteine Mainz) an, die Kontext und persönliche Geschichten vermitteln.
- Fotografieren: Ist erlaubt, aber bitte achten Sie auf die Feierlichkeit des Ortes und die Privatsphäre der Anwohner.
- Recherchieren: Erfahren Sie mehr über die geehrte Person, indem Sie das digitale Archiv der Stolpersteine Mainz besuchen.
Nahegelegene historische Stätten in Mainz
Bereichern Sie Ihren Besuch, indem Sie die anderen historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten von Mainz erkunden:
- Mainzer Dom: Ein romanischer Dom mit über tausendjähriger Geschichte.
- Gutenberg-Museum: Feiert Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.
- Jüdisches Museum Mainz: Bietet Ausstellungen zur jüdischen Geschichte und Kultur der Region.
- Kedusha Synagoge: Eine moderne Synagoge und ein Gemeindezentrum (JGuide Europe).
- Alter Jüdischer Friedhof: Einer der ältesten Europas, datiert aus dem 11. Jahrhundert.
Diese Stätten bieten zusätzlichen Kontext und vertiefen das Verständnis für das vielfältige Erbe von Mainz.
Gemeinschaftliche Beteiligung und Bildungswirkung
Das Stolperstein-Projekt in Mainz ist grundlegend partizipativ. Steine werden oft von Verwandten, Schulen oder lokalen Gruppen gesponsert, und bei Einsetzungszeremonien wird die Gemeinschaft einbezogen (Stolpersteine Mainz). Bildungsprogramme und Rundgänge fördern das Bewusstsein für lokale Geschichte und die anhaltenden Folgen von Intoleranz (Stolpersteine Guide; Folklife Magazine). Regelmäßige Rituale wie die Reinigung der Steine sind zu Akten kollektiven Gedächtnisses und Engagements geworden.
Kontroversen und ethische Überlegungen
Trotz breiter Unterstützung hat das Stolpersteine-Projekt Debatten ausgelöst – insbesondere bezüglich der Platzierung von Denkmälern im Boden. Einige jüdische Gemeinden, darunter die in München, halten das Betreten von Namen für respektlos und haben alternative Formen der Erinnerung gewählt (Leo Baeck Institute; euronews.com). Befürworter argumentieren, dass die Platzierung im Boden das Gedenken in den Alltag integriert und spontanes Engagement fördert, anstatt die Erinnerung auf Museen zu beschränken (Mainz.de).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wo befindet sich der Stolperstein für Max Braunold? Er befindet sich in Mainz-Altstadt, vor Max Braunolds letzter frei gewählter Wohn- oder Arbeitsstätte. Konsultieren Sie das Haus des Erinnerns Mainz oder Mapcarta für die genaue Adresse.
Gibt es Tickets oder Gebühren? Nein. Der Besuch von Stolpersteinen ist kostenlos und jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich.
Gibt es geführte Touren? Ja. Geführte Touren werden von lokalen Organisationen angeboten, insbesondere zu Gedenkveranstaltungen. Überprüfen Sie die Zeitpläne auf den Websites von Stolpersteine Mainz und dem Haus des Erinnerns.
Ist Fotografieren erlaubt? Ja, aber bitte mit Respekt vor dem Denkmal und der umliegenden Wohngegend.
Sind Stolpersteine für Besucher mit Behinderungen zugänglich? Die meisten sind bündig mit dem Bürgersteig verlegt und zugänglich, obwohl einige auf unebenen Oberflächen sein können.
Mehr Entdecken
Der Stolperstein für Max Braunold in Mainz ist mehr als nur eine Markierung – er ist eine Einladung zum Erinnern, zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Geschichte der Stadt. Er ist jederzeit zugänglich und kostenlos und steht als Zeugnis für die anhaltende Kraft persönlicher Geschichten angesichts kollektiver Tragödien.
Um Ihren Besuch zu bereichern:
- Laden Sie die Audiala-App für geführte Audiotouren durch Mainzer historische Stätten, einschließlich Stolpersteine, herunter.
- Erkunden Sie digitale Archive und Biografien vor oder nach Ihrem Besuch.
- Nehmen Sie an gemeinschaftlichen Gedenkveranstaltungen und Bildungsprogrammen teil.
- Teilen Sie Ihre Erfahrungen, um die Erinnerung wachzuhalten und den Dialog über die Lehren der Geschichte zu fördern.
Gemeinsam ehren wir durch Präsenz und Gedenken Opfer wie Max Braunold und tragen zu einer Zukunft bei, die auf Toleranz und Verständnis basiert.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Audiala App
Verfügbar für iOS und Android
Werde Teil von 50.000+ Kuratoren
Quellen
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: