Einleitung: Entdeckung des Stolpersteins für Eugen Salomon in Mainz
Ein Besuch des Stolpersteins, der Eugen Salomon in Mainz gewidmet ist, bietet eine kraftvolle und zutiefst persönliche Begegnung mit der vielschichtigen Vergangenheit der Stadt. Stolpersteine sind kleine Messingdenkmäler, die in die Gehwege Europas eingelassen sind und die letzte frei gewählte Wohnstätte von Opfern nationalsozialistischer Verfolgung markieren. Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiierte dezentrale Gedenken verwandelt gewöhnliche Stadtstraßen in Orte der Reflexion und des Gedenkens. Der Stolperstein für Eugen Salomon in der Boppstraße 64 ehrt nicht nur Salomons Rolle als Pionier des Sports und Gründer des 1. FSV Mainz 05, sondern auch die breitere Erzählung des Holocaust-Gedenkens, die die Identität von Mainz bis heute prägt.
Dieser Leitfaden beschreibt die historische Bedeutung des Stolpersteins für Eugen Salomon, gibt praktische Besucherinformationen, einschließlich der Besuchszeiten und Barrierefreiheit, und beleuchtet Möglichkeiten, sich sinnvoll mit diesem einzigartigen Mahnmal auseinanderzusetzen. Ob Sie ein Geschichtsinteressierter, ein Fußballfan oder ein Besucher sind, der das reiche kulturelle Gefüge von Mainz verstehen möchte, dieser Artikel hilft Ihnen, das Beste aus Ihrem Besuch zu machen.
Für weitere Informationen konsultieren Sie die Website Stolpersteine Mainz oder das Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz.
Fotogalerie
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Historischer Hintergrund: Eugen Salomon und sein Denkmal
Eugen Salomon (1888–1942) war maßgeblich an der Gestaltung des sportlichen und kulturellen Lebens von Mainz beteiligt. Mit nur 17 Jahren war er Mitbegründer des Fußballvereins, der zu 1. FSV Mainz 05 wurde, diente als dessen erster Präsident und half bei der Finanzierung seines frühesten Stadions. Als führende Persönlichkeit der jüdischen Gemeinde und leidenschaftlicher Sportler repräsentierte Salomon die lebendige Vielfalt des Vorkriegs-Mainz.
Der Aufstieg des Nationalsozialismus beendete Salomons Karriere und Leben. Als jüdischer Bürger wurde er am 14. November 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er im Alter von 54 Jahren ermordet wurde. Der Stolperstein in der Boppstraße 64 – seine letzte frei gewählte Adresse – wurde im Rahmen einer stadtweiten Initiative zur Ehrung von Opfern nationalsozialistischer Verfolgung verlegt. Zu dem Mahnmal gesellen sich Steine für andere Familienmitglieder, die eine greifbare Verbindung zu den persönlichen Tragödien des Holocaust schaffen (Haus des Erinnerns – Stolpersteine).
Kulturelle und soziale Bedeutung
Der Stolperstein für Eugen Salomon hat eine tiefe Resonanz in Mainz und verbindet die sportlichen Errungenschaften der Stadt mit ihrer Geschichte der Verfolgung und Widerstandsfähigkeit. Salomons Erbe wird von den Fans von Mainz 05 gefeiert, die sich jährlich an Gedenkveranstaltungen beteiligen und sich dafür einsetzten, dass die Straße des Vereins Eugen-Salomon-Straße genannt wird. Die Verlegung des Stolpersteins und einer Gedenktafel in der Boppstraße 64 spiegeln das fortwährende Engagement der Gemeinschaft für Erinnerung, Dialog und Versöhnung wider (SWR Sport; Haus des Erinnerns – Gedenktafel für Eugen Salomon).
Das Stolperstein-Projekt selbst ist eine Bürgerinitiative, an der Anwohner, Schulen und Organisationen beteiligt sind. Durch die Personalisierung der Geschichte fördert das Projekt Empathie und Verständnis und verwandelt abstrakte Verluste in individuelle Erzählungen.
Standort, Barrierefreiheit & Besuchszeiten
- Adresse: Boppstraße 64, 55118 Mainz, Deutschland
- Zugang: 10 Gehminuten vom Mainzer Hauptbahnhof entfernt. Tram- und Bushaltestellen sind in der Nähe.
- Öffnungszeiten: Der Stolperstein befindet sich auf einem öffentlichen Gehweg und ist das ganze Jahr über rund um die Uhr zugänglich.
- Eintritt: Kostenlos (keine Tickets erforderlich).
- Barrierefreiheit: Der Gehweg ist eben und für Rollstuhlfahrer sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.
Das Mahnmal ist Teil eines Netzwerks von Stolpersteinen in ganz Mainz, wobei mehrere Steine an weitere Mitglieder der Familie Salomon und Opfer in der Umgebung erinnern (Mapcarta – Stolperstein dedicated to Alfred Salomon).
Praktische Besuchertipps
- Beste Besuchszeit: Jederzeit, aber Gedenkveranstaltungen (ungefähr am 16. März und 27. Januar) bieten zusätzlichen Kontext und Beteiligung der Gemeinschaft.
- Anfahrt: Vom Mainzer Hauptbahnhof zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Boppstraße.
- Was Sie mitbringen sollten: Ein kleiner Lappen, um den Stolperstein sanft zu reinigen (eine lokale Tradition) und Blumen oder Steine zum Gedenken.
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe: Haus des Erinnerns, Mainzer Dom, Gutenberg Museum, Stadion des Mainz 05 (Eugen-Salomon-Straße 1), Altstadt und die Rheinuferpromenade.
- Ausstattung: Bänke und Cafés sind in der Nähe für Ruhe und Reflexion verfügbar.
Was Sie am Mahnmal erwartet
Der Stolperstein für Eugen Salomon ist eine schlichte Messingplakette auf Bodenhöhe, auf der sein Name, Geburtsjahr, Schicksal und Sterbeort eingraviert sind. Seine unauffällige Präsenz lädt Passanten ein, inne zu halten und innezuhalten. Während Gedenkveranstaltungen wird der Ort zu einem Treffpunkt für Anwohner, Fußballfans und Nachkommen, die Salomons Erinnerung mit Stille, Blumen und Geschichten ehren.
Bildungsressourcen und weitere Erkundungen
Das Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz bietet detaillierte Biografien, Dokumente und Fotos im Zusammenhang mit den Mainzer Stolpersteinen. Bildungsprogramme beziehen Schulen und Jugendgruppen in Forschung, Reinigung und Gedenkveranstaltungen ein, um eine Erinnerungskultur zu fördern.
Digitale Plattformen und QR-Codes ermöglichen den Zugang zu biografischen Informationen und historischen Kontexten, wodurch jeder Stolperstein zu einem Portal für tieferes Lernen wird (Stolpersteine Mainz Digital).
Gemeinschaftliches Engagement und Gedenken
Der Stolperstein für Eugen Salomon ist ein Brennpunkt für das Gedenken der Gemeinschaft. Lokale Fußballvereine, Fans, Historiker und Stadtvertreter arbeiten bei Veranstaltungen und Bildungsaktivitäten zusammen. Jährliche Reinigungstage und Gedenkwanderungen erhalten sowohl die Steine als auch die von ihnen repräsentierte Erinnerung (Haus des Erinnerns – Gedenktafel für Eugen Salomon).
Das Stolperstein-Projekt in Mainz expandiert weiter, mit jährlich neuen Steinen und von Freiwilligen recherchierten Biografien, damit individuelle Geschichten nicht vergessen werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es eine Eintrittsgebühr, um den Stolperstein für Eugen Salomon zu besuchen? A: Nein, das Mahnmal ist kostenlos und jederzeit für alle zugänglich.
F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, geführte Touren werden gelegentlich vom Haus des Erinnerns und anderen Organisationen angeboten. Kontaktieren Sie diese für Zeitpläne.
F: Kann ich Fotos machen? A: Ja, Fotografieren ist gestattet und wird als Möglichkeit zur Teilhabe und Bewahrung der Erinnerung ermutigt.
F: Ist die Anlage für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, der Gehweg ist eben und für Rollstuhlfahrer geeignet.
F: Gibt es Sonderveranstaltungen? A: Gedenkzeremonien finden in der Regel um den 16. März (Jahrestag von Mainz 05) und den 27. Januar (Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust) statt.
Kontakt und weitere Informationen
Für Details zu Führungen oder Bildungsprogrammen wenden Sie sich an das Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz:
- Adresse: Flachsmarktstraße 36, 55116 Mainz
- Telefon: +49 6131 69179747
- E-Mail: info[at]hde-mainz.de
- Öffnungszeiten: Mo–Mi: 10–13 Uhr, 14–16 Uhr; Do: 10–13 Uhr, 14–18 Uhr; Fr: geschlossen oder nach Vereinbarung.
Mehr Entdecken
Der Stolperstein für Eugen Salomon ist ein kraftvolles Zeugnis für individuelle Erinnerung, bürgerschaftliches Engagement und den anhaltenden Kampf gegen das Vergessen. Indem Sie besuchen, lernen und sich am Gedenken beteiligen, helfen Sie, die Geschichten der Opfer von Mainz für zukünftige Generationen lebendig zu halten.
Für eine erweiterte Erkundung laden wir Sie ein, die Audiala-App für Audio-Guides herunterzuladen. Bleiben Sie über Veranstaltungen und neue Stolperstein-Installationen auf dem Laufenden, indem Sie die offizielle Website Stolpersteine Mainz besuchen und lokalen Kulturorganisationen folgen.
Durch Ihren Besuch und Ihr Engagement tragen Sie dazu bei, dass das Erbe von Eugen Salomon – und all derer, die durch Stolpersteine geehrt werden – ein lebendiger Teil der Mainzer Straßen und des kollektiven Gedächtnisses bleibt.
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