Stolperstein Für Dr. Berta Erlanger

Einführung

Mainz, Deutschland, ist eine Stadt, die tief in der jüdischen Geschichte verwurzelt ist, mit einem Erbe, das vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart reicht. Im Herzen dieser Erzählung stehen die Stolpersteine – kleine, messingfarbene Gedenktafeln, die in die Bürgersteige der Stadt eingelassen sind, um Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zu ehren. Unter diesen Stolpersteinen steht der für Dr. Berta Erlanger als ergreifende, individualisierte Ehrung ihres Lebens und Schicksals dar. Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über das jüdische Erbe in Mainz, den historischen Kontext des Stolpersteinprojekts, praktische Informationen für den Besuch des Gedenksteins für Berta Erlanger sowie Empfehlungen für verwandte Stätten und Bildungsressourcen.

Für offizielle Karten, historischen Hintergrund und weitere Besucherinformationen konsultieren Sie Portale wie Stolpersteine Mainz, Rheinhessen.de und die Jewish Virtual Library.


  • Einführung
  • Jüdisches Mainz: Historischer Überblick
    • Frühe Besiedlung bis zur Neuzeit
    • Emanzipation, Verfolgung und Wiederaufbau nach dem Krieg
  • Das Stolpersteinprojekt und Berta Erlanger
  • Besuch des Stolpersteins von Berta Erlanger: Ort, Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
  • Führungen, Veranstaltungen und verwandte jüdische Kulturerbestätten
  • Kulturelle und Gedenkbedeutung
  • Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  • Schlussfolgerung und Besuchertipps
  • Quellen und weiterführende Lektüre

Jüdisches Mainz: Historischer Überblick

Frühe Besiedlung bis zur Neuzeit

Mainz (hebräisch: Magenza) gehört zu den ältesten jüdischen Gemeinden Mitteleuropas mit Nachweisen einer jüdischen Präsenz, die bis in die römische Zeit zurückreichen, und einer dokumentierten Gemeinde im 10. Jahrhundert (Jewish Virtual Library). Zusammen mit Worms und Speyer bildete Mainz die SchUM-Städte, Zentren der aschkenasischen jüdischen Bildung und Kultur (Rheinhessen.de; SchUM Städte). Der Alte Jüdische Friedhof "Judensand" – heute ein UNESCO-Weltkulturerbe – zeugt von dieser reichen Vergangenheit.

Emanzipation, Verfolgung und Wiederaufbau nach dem Krieg

Trotz Perioden des Wohlstands erlitten die Juden von Mainz wiederholte Verfolgungen, darunter das verheerende Pogrom von 1096, mittelalterliche Vertreibungen und die Zerstörung jüdischer Institutionen (Jewish Virtual Library; SchUM Städte). Die Emanzipation im 18. und 19. Jahrhundert förderte das Gemeinschaftswachstum und das bürgerliche Engagement, aber der Holocaust brachte eine nahezu vollständige Zerstörung: Kristallnacht 1938 und die anschließenden Deportationen dezimierten die jüdische Bevölkerung. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Überlebende und Neuankömmlinge die Gemeinde langsam wieder auf, die heute über 1.000 Mitglieder zählt.


Das Stolpersteinprojekt und Berta Erlanger

Stolpersteine: Dezentrale Gedenkmale

Das Stolpersteinprojekt, initiiert vom Künstler Gunter Demnig, ist heute das größte dezentrale Denkmal der Welt mit über 100.000 installierten Steinen in 21 Ländern (stolpersteine.eu). Jede 10x10 cm große Messingplakette ist in den Bürgersteig am letzten frei gewählten Wohnort des Opfers eingelassen und mit persönlichen Daten versehen – Namen und Geschichten, die von den Nazis ausgelöscht wurden, werden wiederhergestellt (Stolpersteine Mainz).

Dr. Berta Erlanger: Leben und Vermächtnis

Dr. Berta Erlanger gilt als die erste Kinderärztin in Mainz. Ihr Stolperstein markiert ein Leben mit beruflicher Leistung, das durch die nationalsozialistische Verfolgung ein jähes Ende fand. Die Plakette, die an ihrem letzten Wohnort angebracht ist, lautet:

HIER WOHNTE
DR. BERTA ERLANGER
GEB. [Geburtsjahr]
DEPORTIERT [Jahr]
ERMORDET [Ort, falls bekannt]

Ihre Biografie und die aktuellste Inschrift finden Sie im offiziellen Eintrag von Stolpersteine Mainz.


Besuch des Stolpersteins von Berta Erlanger: Ort, Öffnungszeiten und Zugänglichkeit

Ort

Besuchszeiten

  • Freier Zugang: Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten, die rund um die Uhr zugänglich sind.

Eintritt und Tickets

  • Kostenlos: Es ist kein Eintrittsgeld oder Ticket erforderlich.

Zugänglichkeit

  • Generell: Der Stein befindet sich auf Bürgersteigniveau und ist im Allgemeinen für Rollstuhlfahrer zugänglich. Achten Sie auf potenziell unebenes Pflaster.
  • Etikette: Nähern Sie sich mit Respekt. Es ist üblich, innezuhalten, den Namen zu lesen und optional einen kleinen Stein oder eine Blume abzulegen.

Anreise

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Leicht erreichbar vom Mainzer Hauptbahnhof mit Straßenbahn, Bus oder zu Fuß.
  • Digitale Navigation: Nutzen Sie interaktive Karten oder Apps für Echtzeitführung.

Führungen, Veranstaltungen und verwandte jüdische Kulturerbestätten

Führungen und Veranstaltungen

  • **Stolperstein- und jüdische Kulturerbetouren:**Lokale Organisationen bieten Spaziergänge an, die Stolpersteine, den Alten Jüdischen Friedhof und die Neue Synagoge umfassen. Diese Touren bieten historischen Kontext und persönliche Geschichten.
  • Gedenkveranstaltungen: Gemeinschaftliche Reinigungsaktionen, Gedenken am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und Sonderzeremonien finden regelmäßig statt.

Informieren Sie sich auf Rheinhessen.de oder bei lokalen Tourismusbüros über aktuelle Angebote.

Verwandte jüdische Kulturerbestätten in Mainz

  • Alter Jüdischer Friedhof „Judensand“: UNESCO-Weltkulturerbe, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt frei.
  • Neue Synagoge Mainz-Neustadt: Kostenlose Führungen an ausgewählten Tagen verfügbar; überprüfen Sie deren Website für Zeitpläne.
  • Mainzer Judengasse: Historisches jüdisches Viertel, jederzeit zugänglich.
  • Jüdisches Museum Mainz: Ausstellungen zur lokalen jüdischen Geschichte.

Kulturelle und Gedenkbedeutung

Stolpersteine bringen Erinnerung in den Alltag von Mainz und personalisieren die enorme Tragweite des Holocaust. Die Handlung, die Inschrift eines Steins zu lesen, ist eine Geste des Respekts und verwandelt öffentlichen Raum in einen Ort der Erinnerung und Reflexion. Die Beteiligung der Gemeinschaft – durch Forschung, Installation und regelmäßige Reinigung – stellt sicher, dass diese kleinen Gedenkstätten lebendig und bedeutungsvoll bleiben.

Debatten über die Form des Gedenkens (wie Bedenken wegen des Betretens von Steinen) werden fortgesetzt, aber in Mainz wird das Projekt weithin unterstützt und in das Bildungs- und Zivilleben integriert (mainz1933-1945.de). Digitale Ressourcen erweitern die Zugänglichkeit und vertiefen das Engagement und ermöglichen es Besuchern und Einwohnern gleichermaßen zu lernen und zu reflektieren.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo befindet sich der Stolperstein für Berta Erlanger? Er ist im Bürgersteig in Mainz-Altstadt eingelassen, an ihrem letzten frei gewählten Wohnort. Nutzen Sie die Karte von Stolpersteine Mainz, um genaue Angaben zu erhalten.

Benötige ich ein Ticket, um ihn zu besuchen? Nein, Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten und können jederzeit kostenlos besucht werden.

Sind Führungen verfügbar? Ja, lokale Organisationen bieten Führungen an, die sich auf Stolpersteine und jüdische Geschichte konzentrieren. Informieren Sie sich auf Rheinhessen.de über Zeitpläne.

Ist der Ort für Rollstuhlfahrer zugänglich? Im Allgemeinen ja, obwohl einige Bürgersteige uneben sein können.

Wie kann ich an Gedenkveranstaltungen teilnehmen? Gemeinschaftsgruppen organisieren regelmäßig Reinigungsaktionen und Gedenkveranstaltungen. Kontaktieren Sie lokale Organisationen oder besuchen Sie die Website von Stolpersteine Mainz, um Informationen zu erhalten.


Vorschläge für Bilder und Medien

  • Foto des Stolpersteins für Berta Erlanger mit Alt-Text: „Stolperstein zur Erinnerung an Berta Erlanger in Mainz-Altstadt“
  • Bild des Alten Jüdischen Friedhofs „Judensand“ (Alt-Text: „Historischer jüdischer Friedhof Judensand in Mainz, UNESCO-Weltkulturerbe“)
  • Karte, die Stolpersteine und jüdische Kulturerbestätten in Mainz hervorhebt

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