Einleitung: Ein lebendiges Denkmal in Mainz
Der Stolperstein zu Ehren von Antonie Selig in Mainz, Deutschland, ist eine tiefgreifende Ehrung einer einzelnen Geschichte im Rahmen der größeren Tragödie des Holocaust. Stolpersteine („Stolpersteine“) wurden in den 1990er Jahren vom Künstler Gunter Demnig geschaffen. Sie sind kleine Messinggedenktafeln, die in städtische Gehwege an den letzten frei gewählten Wohnorten von Holocaust-Opfern eingelassen sind. Diese ergreifenden Markierungen integrieren die Erinnerung in das alltägliche Stadtleben und fördern eine direkte, persönliche Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart.
Der Stolperstein für Antonie Selig befindet sich im Mainzer Stadtteil Hechtsheim, in der Bürgermeister-Keim-Straße 2 – der letzten Wohnstätte der Familie Selig vor ihrer Deportation und Ermordung während des Holocaust. Dieser 2013 verlegte Gedenkstein ist Teil eines Netzwerks von über 350 Stolpersteinen in Mainz und spiegelt das Engagement der Stadt wider, ihre verlorene jüdische Gemeinde zu ehren und alle Besucher zu bilden.
Dieser Artikel bietet umfassende Informationen zur historischen Bedeutung, dem genauen Standort, der Zugänglichkeit und praktischen Besuchertipps für den Stolperstein Antonie Selig, damit Sie sich auf sinnvolle Weise mit diesem Symbol der Erinnerung in der reichen Kulturlandschaft von Mainz auseinandersetzen können.
Für interaktive Ressourcen und weiterführende Lektüre besuchen Sie die Stolpersteine-Website und das Stadtportal Mainz.
Fotogalerie
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Was sind Stolpersteine?
Stolpersteine sind kleine, handgravierte Messingplatten, die in Gehwege in ganz Europa eingelassen sind. Das Projekt wurde Anfang der 1990er Jahre vom Künstler Gunter Demnig initiiert. Jeder Stolperstein erinnert an ein Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung – Juden, Sinti und Roma, behinderte Menschen, politische Gegner, LGBTQ+-Personen und andere – indem er am letzten frei gewählten Wohnort mit einer persönlichen Inschrift markiert wird. Das Projekt ist heute die größte dezentrale Holocaust-Gedenkstätte der Welt, mit über 100.000 in 21 Ländern installierten Steinen (Stolpersteine-Website; Germany.info).
Besuch der Stolpersteine in Mainz
Standort und wie man sie findet
Stolpersteine sind in die Gehwege der Mainzer Stadtteile integriert, insbesondere in Hechtsheim. Der Stolperstein für Antonie Selig befindet sich in der Bürgermeister-Keim-Straße 2 (Beer-Mainz). Besucher können interaktive Karten und lokale Datenbanken nutzen, um Spaziergänge auf eigene Faust zu planen, oder an geführten Touren teilnehmen, die die Bedeutung jedes Denkmals erläutern.
Zugänglichkeit und Besuchertipps
- Zugänglichkeit: Stolpersteine sind ebenerdig angebracht und erfordern möglicherweise Bücken oder Knien, um die Inschriften zu lesen. Die Standorte sind im Allgemeinen rollstuhlgerecht, aber Personen mit Mobilitätseinschränkungen sollten sich der Gehwegenbedingungen bewusst sein.
- Beste Besuchszeit: Tageslichtstunden bieten optimale Sicht zum Lesen von Inschriften und für Fotos.
- Reisevorbereitung: Bequeme Spaziergänge Schuhe werden empfohlen. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Mainz erleichtern das Erreichen von Hechtsheim und anderen Stadtteilen mit Stolpersteinen.
Sonderveranstaltungen und geführte Touren
Lokale Organisationen und Geschichtsvereine bieten gelegentlich geführte Touren an, die sich auf Stolpersteine und die jüdische Geschichte von Mainz konzentrieren. Diese Touren umfassen den Stein von Antonie Selig und bieten vertiefende Einblicke. Für Zeitpläne konsultieren Sie bitte das Tourismusportal von Mainz oder lokale Besucherzentren.
Historische Bedeutung des Stolperstein-Projekts
Das Stolperstein-Projekt personalisiert Geschichte, indem es Opfern, die vom NS-Regime ausgelöscht wurden, Namen und Geschichten zurückgibt. Die Denkmäler verwandeln einfache Gehwege in Erinnerungsorte, die zur Reflexion und zum Dialog über die menschlichen Auswirkungen des Holocaust anregen (Fabrizio Musacchio).
Über das Denkmal für Antonie Selig
Historischer Hintergrund: Das Leben von Antonie Selig
Antonie Selig (geb. Kahn) wurde 1874 in Büdesheim, Deutschland, geboren. Sie heiratete Siegfried Josef Selig und trat in eine Familie ein, die tief in der jüdischen Gemeinde von Hechtsheim verwurzelt war. Die Seligs waren angesehene lokale Händler. Der Aufstieg des NS-Regimes im Jahr 1933 brachte zunehmende Einschränkungen und Gewalt mit sich; ihr Haus wurde während der Pogromnacht im Jahr 1938 zerstört. Während ihrer Tochter Emma die Flucht in die Niederlande gelang, blieben Antonie und Siegfried gezwungen, zurückzubleiben. Beide wurden am 20. März 1942 von Mainz in das Ghetto Piaski im besetzten Polen deportiert und höchstwahrscheinlich bald darauf im Vernichtungslager Sobibór ermordet (Alemannia Judaica PDF, S. 5; Beer-Mainz).
Standort und Beschreibung des Stolpersteins für Antonie Selig
Der Stolperstein für Antonie Selig ist im Bürgersteig der Bürgermeister-Keim-Straße 2, Mainz-Hechtsheim, eingelassen (Wikipedia: Stolpersteine in Mainz-Hechtsheim). Jeder Stolperstein ist ein 10 x 10 cm großer Betonblock, der mit einer handgravierten Messingplatte gekrönt ist. Die Inschrift lautet (auf Deutsch):
HIER WOHNTE ANTONIE SELIG GEB. KAHN JG. 1878 DEPORTIERT 1942 ERMORDET IN SOBIBÓR
Übersetzt:
HERE LIVED ANTONIE SELIG NÉE KAHN BORN 1878 DEPORTED 1942 MURDERED IN SOBIBÓR
Das Denkmal wurde im Juni 2013 in einer öffentlichen Zeremonie eingeweiht (Alemannia Judaica PDF, S. 0).
Historischer und kultureller Kontext
Mainz-Hechtsheim war einst die Heimat einer lebendigen jüdischen Gemeinde, die während des Holocaust fast vollständig ausgelöscht wurde. Die Platzierung von Stolpersteinen hier verbindet die Stadt mit ihren verlorenen Einwohnern und bringt persönliche Geschichten zurück auf die Straßen, auf denen sie einst gingen (Mainz.de). Jeder Stein ist eine stumme Erinnerung an unterbrochene Leben, zerstörte Familien und die Bedeutung der Erinnerung.
Besucherinformationen und Reisetipps
- Besuchszeiten: Stolpersteine sind rund um die Uhr kostenlos zugänglich.
- Anreise: Mainz-Hechtsheim ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Stadtzentrum erreichbar. Die Bürgermeister-Keim-Straße ist eine ruhige Wohnstraße.
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe: Erkunden Sie den Mainzer Dom, das Gutenberg-Museum, das Jüdische Museum Mainz und weitere Stolperstein-Denkmäler für einen breiteren historischen Kontext.
- Geführte Touren: Nutzen Sie lokale Organisationen oder Audio-Guides über die Audiala-App für eine tiefere Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte von Mainz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es Gebühren oder Tickets, um den Stolperstein für Antonie Selig zu besuchen? A: Nein. Stolpersteine sind öffentliche Denkmäler und können jederzeit kostenlos besucht werden.
F: Wo genau befindet sich der Stolperstein für Antonie Selig? A: Auf dem Bürgersteig in der Bürgermeister-Keim-Straße 2, Mainz-Hechtsheim.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja. Lokale Organisationen bieten geführte Touren an, die Stolpersteine und die jüdische Geschichte in Mainz umfassen. Weitere Informationen finden Sie im Mainzer Tourismus.
F: Kann ich Fotos machen? A: Ja, die Fotografie wird zur persönlichen Erinnerung gefördert.
F: Sind Stolpersteine für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Die meisten schon, da sie sich im öffentlichen Raum befinden, aber einige Gehwegoberflächen können uneben sein.
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