Historisches Archiv Des Erzbistums Köln planen und anhören mit Audiala.
Audio-Guide in der Tasche, Reiseplan im Browser. Gemacht für die Art, wie Sie wirklich reisen.
Einleitung
Das Historisches Archiv des Erzbistums Köln (AEK) ist ein Eckpfeiler des reichen Erbes von Köln. Es wurde 1921 gegründet und bewahrt über ein Jahrtausend kirchlicher, kultureller und gesellschaftlicher Geschichte und ist damit eines der bedeutendsten kirchlichen Archive Deutschlands. Das im Zentrum gelegene und mit modernster Konservierungstechnologie ausgestattete Archiv heißt Forscher, Genealogen und Geschichtsinteressierte willkommen, Originaldokumente von mittelalterlichen Urkunden bis hin zu Aufzeichnungen des 20. Jahrhunderts zu erkunden. Dieser Reiseführer bietet umfassende Besucherinformationen, Höhepunkte der Sammlungen und praktische Tipps, um Ihren Besuch dieser außergewöhnlichen historischen Stätte in Köln optimal zu gestalten.
Gründung und historische Entwicklung
Das Historisches Archiv des Erzbistums Köln wurde 1921 gegründet, um das umfangreiche dokumentarische Erbe des Erzbistums Köln systematisch zu sichern. Seine Bestände dokumentieren die kirchliche Verwaltung, das religiöse Leben und die gesellschaftliche Entwicklung der Region vom frühen Mittelalter bis heute. Mit Wurzeln, die bis ins 4. Jahrhundert zurückreichen, ist das Erzbistum selbst seit langem ein spiritueller, politischer und kultureller Führer im Rheinland und darüber hinaus. Die Sammlungen des Archivs spiegeln somit nicht nur lokale, sondern auch überregionale und sogar europäische Bedeutung wider (EHRI-Projekt).
Architektonische Merkmale und Erhaltung
Das speziell für den Schutz seiner unschätzbaren Sammlungen errichtete Archivgebäude verfügt über verstärkte Betonbecken und Stahltüren, wobei die meisten Lagerbereiche zwei Stockwerke unterirdisch liegen. Diese Maßnahmen gewährleisten Widerstandsfähigkeit gegen Überschwemmungen und andere Gefahren. Eine große Erweiterung im Jahr 2007 erhöhte die Kapazität auf über zehn Kilometer Regalfach für die wachsenden Aktenbestände und verbesserte die Konservierungsstandards.

Besucherinformationen
Standort
- Adresse: Maternusstraße 10-12, 50678 Köln, Deutschland (Hauptarchiv)
- Alternative Adresse für den Lesesaal: Gereonstr. 2-4, 50670 Köln, Deutschland (Überprüfen Sie die offizielle Website auf Aktualisierungen der Standorte und Einrichtungen.)
Besuchszeiten (Stand Juli 2025)
- Hauptlesesaal:
- Montag bis Freitag: 9:00 – 16:30 Uhr
- Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9:00 – 16:00 Uhr
- Mittwoch: 9:00 – 13:00 Uhr
- An Wochenenden und Feiertagen geschlossen
- Hinweis: Überprüfen Sie immer die aktuellen Öffnungszeiten und mögliche Schließungen auf der offiziellen Website, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Zutritt und Registrierung
- Zutritt: Kostenlos.
- Registrierung: Erforderlich bei Ankunft mit einem gültigen Lichtbildausweis. Für Forschungszwecke kann eine kurze Übersicht über Ihren Forschungsbereich verlangt werden.
Barrierefreiheit
- Vollständig rollstuhlgerecht, mit Rampen und Aufzügen im gesamten Gebäude.
- Besucher mit besonderen Bedürfnissen sollten das Archiv im Voraus kontaktieren, um Unterstützung zu erhalten.
Führungen
- Führungen und Sonderveranstaltungen werden gelegentlich angeboten.
_ Vorabinformation und Buchung werden empfohlen, da Führungen nicht regelmäßig stattfinden.
Kontakt und Anfahrt
- Telefon: +49 221 1630 0
- E-Mail: [email protected]
- Offizielle Website: www.aek-koeln.de
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Leicht erreichbar vom Kölner Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 1, 7, 9 oder nahegelegenen Bushaltestellen.
- Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten; öffentliche Verkehrsmittel werden aus Bequemlichkeit empfohlen.
Höhepunkte der Sammlungen
Die Sammlungen des AEK gehören zu den umfangreichsten aller kirchlichen Archive in Deutschland:
- Mittelalterliche Urkunden und Papstbullen: Dokumente, die bis ins Jahr 942 n. Chr. zurückreichen und für das Verständnis der Kirchen-, Rechts- und Landbesitzgeschichte von entscheidender Bedeutung sind.
- Kirchenbücher: Tauf-, Heirats- und Sterberegister ab dem 16. Jahrhundert, wichtig für die genealogische Forschung.
- Administrative Protokolle: Detaillierte Aufzeichnungen der Verwaltung des Erzbistums, einschließlich Generalvikariatsprotokollen von 1662–1825.
- Nachlässe: Handschriften und persönliche Papiere einflussreicher Persönlichkeiten wie Friedrich Schlegel und Architekt Fritz Schaller.
- Fotografische und audiovisuelle Archive: Visuelle Dokumentation des katholischen Lebens und der kirchlichen Architektur Kölns seit dem 19. Jahrhundert.
- Karten, Pläne und Artefakte: Historische Karten und architektonische Zeichnungen von Kirchen und bischöflichen Liegenschaften.

Modernisierung und digitaler Zugang
Das AEK ist ein Vorreiter im digitalen Zugang:
- Digitales Archiv des Erzbistums Köln: Tausende digitalisierte Kirchenbücher, Protokolle, Fotos und Handschriften sind online frei verfügbar (Digitales Archiv des Erzbistums Köln).
- Deutsche Digitale Bibliothek: Ausgewählte Materialien sind auch über diese nationale Plattform zugänglich (Deutsche Digitale Bibliothek).
- Online-Kataloge: Durchsuchbare Kataloge für Archiv- und Bibliotheksbestände unterstützen die Forschung von überall.
Forschungs- und Bildungsrelevanz
Das Archiv ist ein Zentrum für akademische Forschung und öffentliche Bildung:
- Forschungsunterstützung: Mitarbeiter bieten fachkundige Hilfe bei der Navigation durch Sammlungen und Kataloge.
_ Bildungszusammenarbeit: Partnerschaften mit Universitäten und Kultureinrichtungen fördern Ausstellungen, Workshops und Kooperationsprojekte (Landesarchiv NRW). - Dokumentation zum Holocaust und Nachkriegszeit: Das Archiv bewahrt Aufzeichnungen über kirchlichen Widerstand und Verfolgung während der NS-Zeit (EHRI-Projekt).
Einrichtungen und Besucherservices
- Lesesaal: Ruhiger Studienbereich mit 20 Arbeitsplätzen, Zugang zu digitalen Ressourcen und kostenlosem WLAN.
_ Präsenzbibliothek: Eine spezialisierte Präsenzbibliothek zur Nutzung vor Ort, die sich auf Kirchen- und Lokalgeschichte konzentriert.
_ Schließfächer: Persönliche Gegenstände müssen in Schließfächern aufbewahrt werden; nur Forschungsmaterialien sind an den Arbeitsplätzen erlaubt.
_ Barrierefreiheit: Rampen, Aufzüge und Unterstützung durch das Personal für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen. - Sprachen: Die meisten Materialien sind in Deutsch oder Latein verfasst; das Personal kann bei Bedarf auf Englisch unterstützen.
Nahegelegene Sehenswürdigkeiten und Reisetipps
Nutzen Sie während Ihres Besuchs im AEK das lebendige Kulturangebot Kölns:
- Kölner Dom: UNESCO-Weltkulturerbe.
- Museum Ludwig: Bekannt für seine Sammlungen moderner Kunst.
- Römisch-Germanisches Museum: Erkunden Sie Kölns antikes Erbe.
- Altstadt: Historische Gassen, Cafés und Geschäfte in der Nähe.
Tipps:
- Planen Sie Ihren Besuch unter der Woche vormittags, um Gedränge zu vermeiden.
- Tragen Sie bequeme Schuhe zum Gehen.
- Kombinieren Sie Ihre Archivforschung mit Besichtigungsmöglichkeiten für ein umfassendes Kulturerlebnis.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten des Archivs? A: Generell Montag–Freitag, 9:00–16:30 Uhr; überprüfen Sie immer die offizielle Website, um aktuelle Informationen zu erhalten.
F: Ist der Eintritt frei? A: Ja, der Zutritt ist kostenlos.
F: Benötige ich einen Termin? A: Für Forschungszwecke sind Termine erforderlich; allgemeine Besuche erfordern möglicherweise keine Vorabreservierung, es sei denn, es handelt sich um Führungen.
F: Sind Fotografien erlaubt? A: Eine Genehmigung ist erforderlich; Fotografien sind oft eingeschränkt, um Materialien zu schützen.
F: Ist das Archiv für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, das Gebäude ist vollständig zugänglich. Kontaktieren Sie das Archiv für spezifische Bedürfnisse.
F: Sind Führungen verfügbar? A: Werden gelegentlich nach Vereinbarung angeboten – erkundigen Sie sich im Voraus nach aktuellen Möglichkeiten.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Historisches Archiv Des Erzbistums Köln, ganz und gar,
gut erzählt.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Geprüft und gezeigt.
Recherchiert und verfasst vom Audiala-Redaktionsteam aus historischen Aufzeichnungen, architektonischen Archiven und lokalem Wissen.
Zuletzt überprüft: