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Stolperstein Für Lina Cohn.

Karlsruhe Germany 48° N · 8° E

Die Stolpersteine – kunstvolle Gedenksteine, die ins Bürgersteigpflaster eingelassen sind – sind ein einzigartiges, dezentrales Gedenkprojekt, das die…

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Stolperstein Für Lina Cohn
Stolperstein Für Lina Cohn · Karlsruhe
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Einleitung

Die Stolpersteine – kunstvolle Gedenksteine, die ins Bürgersteigpflaster eingelassen sind – sind ein einzigartiges, dezentrales Gedenkprojekt, das die Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgung direkt in das urbane Gefüge Europas einbettet. Konzipiert vom deutschen Künstler Gunter Demnig, sind diese kleinen Messingtafeln die letzten frei gewählten Wohnsitze derjenigen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden. Karlsruhe, das aktiv an diesem Projekt teilnimmt, beherbergt im Jahr 2025 über 300 Stolpersteine. Unter ihnen steht der Stolperstein für Lina Cohn als eindringliches Zeugnis persönlicher Tragödien und der anhaltenden Bedeutung der Erinnerung.

Dieser Leitfaden beschreibt die Geschichte des Stolperstein-Projekts, die Geschichte von Lina Cohn, praktische Besucherinformationen – wie Standorte, Zugänglichkeit und Führungen – sowie Tipps für einen bedeutungsvollen Umgang mit diesen Gedenkstätten (IamExpat; Wikipedia).


Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Bedeutung

Stolpersteine sind 10x10 cm große Betonwürfel mit einer handgravierten Messingplatte. Jede Platte trägt den Namen, das Geburtsdatum, das Schicksal und, wenn bekannt, den Ort und das Sterbedatum eines Opfers der nationalsozialistischen Verfolgung. Das 1992 initiierte Projekt basiert auf dem Grundsatz: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Dieses Ethos zielt darauf ab, die Identitäten derer, die in der Geschichte verloren gingen, wiederherzustellen, indem ihre Namen öffentlich sichtbar gemacht werden (Germany.info; Stolpersteine.eu).

Bis 2025 wurden über 100.000 Stolpersteine an mehr als 1.900 Orten in ganz Europa installiert, was es zum weltweit größten dezentralen Holocaust-Mahnmal macht (IamExpat; Wikipedia).


Stolpersteine in Karlsruhe

Karlsruhe schloss sich dem Stolperstein-Projekt im Jahr 2005 an, als die ersten elf Steine in der Hoffstraße 1 verlegt wurden. Heute erinnern die Stolpersteine der Stadt an jüdische Bürger, Sinti und Roma, politische Dissidenten, religiöse Minderheiten und andere, die vom NS-Regime verfolgt wurden (Stadtwiki Karlsruhe). Die Steine sind über Stadtteile verteilt und befinden sich oft in der Nähe bedeutender Sehenswürdigkeiten oder der ehemaligen Wohnhäuser der Opfer.

Das bürgerschaftliche Engagement ist zentral für den Karlsruher Ansatz: Freiwillige reinigen und pflegen die Steine regelmäßig, und es werden öffentliche Reinigungsevents veranstaltet, um die Inschriften sichtbar zu halten (BNN). Lokale Organisationen, wie die Reservistenkameradschaft Karlsruhe, spielen ebenfalls eine aktive Rolle bei der laufenden Pflege (RK Karlsruhe).


Die Geschichte von Lina Cohn und ihrem Stolperstein

Lina Marie Rosa Cohn war zusammen mit ihrem Ehemann Dr. Erich Cohn ein prominentes Mitglied der jüdischen Gemeinde Karlsruhes. Als Besitzer der angesehenen Buchhandlung „Buchhandlung Bielefeld“ wurden ihre Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung auf den Kopf gestellt. Dr. Erich Cohn wurde 1942 verhaftet und nach Izbica, Polen, deportiert, wo er ermordet wurde. Lina Cohn, die unaufhörlicher Schikane ausgesetzt war, nahm sich 1941 nach der Verhaftung ihres Mannes das Leben (Stadtwiki Karlsruhe; Traces of War).

Ihre Stolpersteine wurden am 19. März 2008 vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Beiertheimer Allee 28 installiert. Die Installation wurde von den jetzigen Buchhandlungsinhabern, dem „Fliegenden Buchhändler“, gesponsert, die sich weiterhin zur Bewahrung dieser wichtigen Erinnerung verpflichten (Stadtwiki Karlsruhe).


Besuch von Stolpersteinen in Karlsruhe: Praktische Informationen

Standorte und wie man sie findet

Stolpersteine sind über ganz Karlsruhe verteilt, typischerweise vor den letzten frei gewählten Wohnsitzen der Opfer. Sie finden ihre Standorte unter:

Besuchszeiten und Tickets

Stolpersteine sind in öffentliche Bürgersteige eingelassen und rund um die Uhr zugänglich. Es gibt keine Tickets oder Reservierungen erforderlich. Besucher sind jederzeit herzlich willkommen und der Eintritt ist kostenlos.

Barrierefreiheit

Die meisten Stolpersteine befinden sich im öffentlichen Raum und sind für alle zugänglich, obwohl einige auf unebenem Pflaster liegen können. Für detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie bitte die Karlsruhe Tourist Information.

Anfahrt und Verkehrsmittel

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Erreichen Sie zentrale Haltestellen wie Marktplatz (Pyramide U) mit den S-Bahn-Linien S1/S11, S2, S4, S8 und S52.
  • Mit dem Auto: Parkmöglichkeiten gibt es in Garagen wie „Schlossplatz“. Folgen Sie der Beschilderung nach „Karlsruhe-Nord/Zentrum Nord“.
  • Fahrrad: Karlsruhe ist fahrradfreundlich, und E-Bikes können am Tourist-Information-Center aufgeladen werden (Karlsruhe Tourist Information).

Führungen und besondere Veranstaltungen

  • Buchen Sie geführte Stolperstein-Touren über das städtische Tourismusbüro oder lokale Geschichtsvereine.
  • Besondere Gedenkveranstaltungen finden rund um den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) und die Reichspogromnacht (November) statt.
  • Gemeinschaftliche Reinigungsevents laden zur Teilnahme von Einheimischen und Besuchern ein (BNN).

Nahegelegene historische Stätten

Bei Ihrem Besuch der Stolpersteine können Sie auch erkunden:

  • Karlsruher Schloss
  • Jüdisches Museum Karlsruhe
  • Zusätzliche Holocaust-Gedenkstätten und historische Viertel (z.B. Mühlburg, Durlach)

Tipps für einen bedeutungsvollen Umgang mit Stolpersteinen

  • Respekt: Halten Sie inne, lesen Sie die Inschrift und reflektieren Sie. Viele Besucher legen kleine Steine oder Blumen nieder.
  • Fotografieren: Diskret ist Fotografieren erlaubt; respektieren Sie die Privatsphäre der Anwohner und die feierliche Natur der Gedenkstätten.
  • Teilnahme: Nehmen Sie an Reinigungsevents oder Gedenkzeremonien teil, um sich aktiv mit der Gemeinschaft zu verbinden (RK Karlsruhe).
  • Bildungswerkzeuge: Nutzen Sie die Stolpersteine Guide App oder Audiala App für selbstgeführte Touren und Hintergrundgeschichten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind Stolpersteine? Kleine Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen sind und an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung an ihrem letzten frei gewählten Wohnort erinnern.

Wo finde ich Stolpersteine in Karlsruhe? In Stadtvierteln – nutzen Sie Stadtkarten, Stadtgeschichte Karlsruhe oder digitale Apps für detaillierte Standorte.

Sind Führungen verfügbar? Ja – buchen Sie über das Karlsruher Tourismusbüro oder nutzen Sie Apps für selbstgeführte Erlebnisse.

Sind Tickets oder Reservierungen erforderlich? Nein. Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten, die jederzeit und kostenlos zugänglich sind.

Sind die Stätten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich? Im Allgemeinen ja, obwohl einige auf unebenen Flächen liegen können. Kontaktieren Sie das Tourist Information Center für Unterstützung.


Visuelle Galerie

  • Stolpersteine in Karlsruhe mit gravierten Messingtafeln Alt-Text: Nahaufnahme von Stolpersteinen, eingelassen in einen Karlsruher Bürgersteig, mit Namen und Daten graviert.
  • Stolperstein in der Beiertheimer Allee 28 Alt-Text: Stolperstein, Lina Cohn gewidmet, in der Beiertheimer Allee 28, Karlsruhe.
  • Karte der Stolperstein-Standorte in Karlsruhe Alt-Text: Interaktive Karte, die Stolperstein-Standorte in ganz Karlsruhe zeigt.

Verantwortungsvolle Erinnerung und bürgerschaftliches Engagement

Nähern Sie sich jedem Stolperstein mit Respekt. Vermeiden Sie es, direkt auf die Steine zu treten, sprechen Sie leise und erwägen Sie die Teilnahme an lokalen Wartungs- oder Gedenkaktivitäten. Die Unterstützung lokaler Organisationen durch Spenden oder ehrenamtliche Arbeit hilft, das Projekt und die Bildungsarbeit aufrechtzuerhalten (Stolpersteine Guide).


Mehr Entdecken

  • Laden Sie die Audiala App herunter für geführte Audiotouren zu Karlsruhes Stolpersteinen und historischen Stätten.
  • Erkunden Sie weitere Ressourcen und Artikel für ein tieferes Verständnis der Holocaust-Erinnerung.
  • Nehmen Sie an lokalen Veranstaltungen teil und folgen Sie Gemeinschaftsorganisationen, um informiert und engagiert zu bleiben.

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