Plan and listen to Stolperstein Für Johanna Ottenheimer with Audiala
Audio guide in your pocket, itinerary in your browser. Built for the way you actually visit.
Einleitung
Der Besuch des Stolpersteins, der Johanna Ottenheimer in Karlsruhe gewidmet ist, bietet eine kraftvolle und persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust in der Stadt. Diese kleinen Messinggedenkplatten, Teil des Stolpersteinprojekts, verbinden die individuellen Geschichten von Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung mit der alltäglichen Stadtlandschaft. Dieser Leitfaden bietet umfassende Informationen für Besucher – einschließlich historischer Hintergründe, Standortangaben, Zugänglichkeitshinweisen und praktischen Tipps –, um Ihnen zu helfen, die Bedeutung dieses lebendigen Denkmals und seinen breiteren Kontext in Karlsruhes Erinnerungskultur zu erleben. Digitale Ressourcen und Führungen verbessern die Möglichkeit eines bedeutungsvollen Engagements weiter (Stolpersteine Karlsruhe, Gedenkbuch Karlsruhe, Karlsruhe Interaktive Denkmalkarte).
Das Stolperstein-Projekt
Das Stolperstein-Projekt, initiiert vom deutschen Künstler Gunter Demnig in den 1990er Jahren, ist das größte dezentrale Denkmal der Welt mit über 100.000 installierten Steinen in Europa bis 2025. Jeder Stolperstein ist eine 10 x 10 cm große Messingplatte, die in das Pflaster vor der letzten frei gewählten Wohnstätte oder dem Arbeitsplatz von Personen eingelassen ist, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Die Inschriften dokumentieren Namen, Geburtsdaten und, soweit bekannt, Sterbedaten und -orte und stellen die Würde der Opfer wieder her (Stolpersteine in Karlsruhe).
In Karlsruhe wurden über 200 Stolpersteine verlegt, die jeweils einzigartige Leben und Geschichten aus der Vergangenheit der Stadt markieren.
Die Familie Ottenheimer: Historischer Kontext
Johanna Ottenheimer (geb. Mayer) war eine jüdische Einwohnerin Karlsruhes. Sie heiratete Samuel Ottenheimer, einen Kaufmann aus Gemmingen, und gemeinsam bauten sie sich ein Leben in Baden auf (Biografie Ottenheimer). Wie viele jüdische Familien sahen sich die Ottenheimers nach 1933 zunehmender Verfolgung ausgesetzt, die 1940 in ihrer Zwangsumsiedlung nach Karlsruhe und der darauffolgenden Deportation während der Wagner-Bürckel-Aktion gipfelte. Johanna starb im folgenden Jahr im Internierungslager Gurs. Ihr Stolperstein in der Bismarckstraße 77 im Karlsruher Stadtteil Weststadt erinnert an ihr Leben und ihr Schicksal in der Stadt, die sie einst ihr Zuhause nannte.
Standort, Barrierefreiheit und Besuchszeiten
Standort: Bismarckstraße 77, Weststadt, Karlsruhe Koordinaten: 49.012508, 8.388662 (Quellen des Krieges)
Barrierefreiheit: Der Stolperstein ist in das öffentliche Bürgersteig eingelassen und für alle zugänglich, auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Gegend ist fußgängerfreundlich und nah an Straßenbahn- und Bushaltestellen ("Mühlburger Tor" und "Kaiserplatz").
Besuchszeiten und Tickets: Es gibt keine festen Besuchszeiten oder Ticketanforderungen. Der Stolperstein ist das ganze Jahr über, rund um die Uhr, kostenlos zugänglich.
Andere Stolpersteine finden: Nutzen Sie die Karlsruher interaktive Denkmalkarte, um sich zu orientieren und weitere Gedenkstätten zu finden.
Kulturelle und Gedenkbedeutung
Stolpersteine verwandeln Stadtstraßen in Gedenkstätten und integrieren individuelle Geschichten in das tägliche Leben. Die Platzierung von Johanna Ottenheimers Stolperstein an ihrer letzten Wohnstätte lädt Passanten ein, über ihr Leben und die breitere Tragödie des Holocaust nachzudenken (Prague Views). Karlsruhe pflegt eine ausgeprägte Erinnerungskultur mit über 296 Stolpersteinen an 61 Orten (Stand 2017), die jüdische Opfer sowie Sinti, Roma und politische Gefangene ehren (Stadtwiki Karlsruhe).
Besuchererfahrung und Etikette
Was Sie erwartet: Der Stolperstein in der Bismarckstraße 77 ist beschriftet:
Hier wohnte JOHANNA OTTENHEIMER geb. Mayer Geboren 1877 Deportiert 1940 Gurs Gestorben 2.8.1941
Diese schlichte Tafel lädt zur stillen Reflexion inmitten des städtischen Treibens ein.
Empfohlene Verhaltensweisen:
- Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Inschrift zu lesen und zu bedenken.
- Den Stein reinigen: Einheimische reinigen Stolpersteine oft als Akt der Erinnerung, besonders am Holocaust-Gedenktag (Prague Views).
- Einen Stein oder eine Blume hinterlassen: Es ist üblich, einen Kieselstein oder eine Blume als Zeichen der Erinnerung zu hinterlassen.
- Fotografie: Dezente Fotografie ist gestattet, aber bitte mit Respekt gegenüber den Anwohnern.
Reisetipps
- Beste Besuchszeit: Jede Tageszeit, wobei Morgen- und späte Nachmittagsstunden am ruhigsten sind.
- Anreise: Karlsruhes Straßenbahnsystem bietet einfachen Zugang zur Weststadt; Haltestellen "Mühlburger Tor" und "Kaiserplatz" sind in der Nähe.
- In der Nähe: Erkunden Sie zusätzliche Stolpersteine, die Karlsruher Synagoge, das Jüdische Museum und andere historische Stätten für einen umfassenden Besuch.
- Geführte Touren: Lokale Organisationen und die Stadt bieten geführte Stolperstein-Spaziergänge und Gedenkveranstaltungen an (Karlsruhe Interaktiv). Erkundigen Sie sich beim Karlsruhe Tourismusbüro nach Fahrplänen.
Pädagogisches und gemeinschaftliches Engagement
Der Stolperstein für Johanna Ottenheimer dient sowohl als persönliches Denkmal als auch als pädagogisches Instrument. Schulen, Nachfahren und lokale Organisationen nehmen oft an Zeremonien und Forschungen teil, fördern den Dialog zwischen den Generationen und vertiefen das öffentliche Verständnis (Stadtwiki Karlsruhe). Karlsruhes Unterstützung für die Erinnerung an den Holocaust zeigt sich in der Pflege der Stolpersteine, des jüdischen Friedhofs und anderer Gedenkstätten (Karlsruhe Interaktiv).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Benötige ich ein Ticket, um den Stolperstein zu besuchen? Nein, Stolpersteine sind öffentliche Denkmäler, die jederzeit zugänglich und kostenlos sind.
Ist der Stolperstein für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Ja, er ist ebenerdig im Bürgersteig eingelassen und vollständig zugänglich.
Darf ich Fotos machen? Ja, diskrete Fotos sind erlaubt, aber bitte achten Sie auf die Anwohner.
Gibt es geführte Touren? Ja, informieren Sie sich bei lokalen Tourismusressourcen über aktuelle Angebote.
Welche anderen Sehenswürdigkeiten gibt es in der Nähe? Andere Stolpersteine, das Jüdische Museum und historische Attraktionen der Stadt sind zu Fuß erreichbar.
Weitere Ressourcen und Informationen
- Karlsruher Stolperstein-Karte
- Gedenkbuch Karlsruhe
- Übersicht Stolperstein-Projekt
- Stadtwiki Karlsruhe: Stolpersteine

Hören Sie die ganze Geschichte in der App
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: