Destinations Germany Karlsruhe Stolperstein Für Jenny Hausmann

Stolperstein Für Jenny Hausmann.

Karlsruhe Germany 49° N · 8° E

Dieser Leitfaden bietet detaillierte Hintergründe zu Jenny Hausmann und dem Stolpersteine-Projekt, praktische Besucherinformationen, kulturellen Kontext und Res

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Stolperstein Für Jenny Hausmann
Stolperstein Für Jenny Hausmann · Karlsruhe
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Einführung

Der Stolperstein für Jenny Hausmann in Karlsruhe, Deutschland, ist eine kraftvolle und persönliche Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes. Als Teil des renommierten Stolpersteine-Projekts, initiiert vom Künstler Gunter Demnig, lädt diese kleine Messingplakette, eingelassen in das Pflaster der letzten freiwillig gewählten Wohnstätte von Jenny Hausmann, Passanten ein, auf Geschichte zu "stolpern" – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie dient nicht nur als Ehrung für eine einzelne Person, sondern auch als Zugang zur breiteren Geschichte der jüdischen Gemeinschaft Karlsruhes und zur anhaltenden Bedeutung der Erinnerung.

Dieser Leitfaden bietet detaillierte Hintergründe zu Jenny Hausmann und dem Stolpersteine-Projekt, praktische Besucherinformationen, kulturellen Kontext und Ressourcen zur Bereicherung Ihres Besuchs und Verständnisses.


Historischer Hintergrund: Jenny Hausmann und ihre Familie

Jenny Hausmann (geb. Lebenberg, 1893–1942) war eine jüdische Einwohnerin von Karlsruhe. Wie viele Mitglieder der jüdischen Gemeinde Karlsruhes vor dem Krieg trug die Familie Hausmann zum lebendigen kulturellen und bürgerlichen Leben der Stadt bei. Mit dem Aufstieg des NS-Regimes sahen sich jüdische Familien jedoch zunehmender Diskriminierung, dem Ausschluss aus dem öffentlichen Leben, der Beschlagnahmung von Eigentum und schließlich Deportation und Ermordung ausgesetzt.

Jenny und ihr Ehemann Josef wurden nach Auschwitz deportiert, wo sie ums Leben kamen. Ihre Geschichte ist exemplarisch für unzählige Familien, die unter dem Nationalsozialismus litten. Der Stolperstein für Jenny Hausmann stellt sicher, dass ihr Name und ihr Andenken Teil der lebendigen Geschichte Karlsruhes bleiben (Gedenkbuch Karlsruhe, EHRI Projekt).


Das Stolpersteine-Projekt: Ursprünge und Philosophie

Gegründet 1992 vom Künstler Gunter Demnig, ist das Stolpersteine-Projekt das größte dezentrale Mahnmal für die Opfer der Nationalsozialisten weltweit. Jeder Stein ist eine 10 x 10 cm Messingplakette mit dem Namen und dem Schicksal des Opfers, platziert an dessen letztem freiwillig gewählten Wohn- oder Arbeitsort. Bis 2025 wurden über 100.000 Stolpersteine in mehr als 1.800 europäischen Städten verlegt (Offizielle Website Stolpersteine, Wikipedia: Stolperstein).

Die Philosophie des Projekts wurzelt in der talmudischen Aussage: „Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Durch die Personalisierung der Erinnerung an jedes Opfer verwandeln die Stolpersteine abstrakte Statistiken in individuelle Geschichten und fördern Empathie und Reflexion (Prager Ansichten zu Stolpersteinen).


Stolpersteine in Karlsruhe: Historische und kulturelle Bedeutung

Karlsruhe begann 2005 mit der Verlegung von Stolpersteinen und weist heute über 100 Steine an mehr als 60 Standorten in der Stadt und ihren Stadtteilen auf (Stadtwiki Karlsruhe). Diese Gedenkstätten erinnern an jüdische Einwohner und andere Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, darunter Roma und Sinti, politische Häftlinge und weitere Personengruppen.

Lokale Organisationen, Freiwillige und Schulen spielen eine aktive Rolle bei der Erforschung, Verlegung und Pflege der Steine. Regelmäßige Reinigungseinsätze und Bildungsprogramme sorgen dafür, dass diese „Stolpersteine“ sichtbar und bedeutsam bleiben (BNN Karlsruhe).


Besuch des Stolpersteins für Jenny Hausmann: Standort, Öffnungszeiten und Zugänglichkeit

Standort und Wegbeschreibung

Der Stolperstein für Jenny Hausmann befindet sich in der Alten Weingartener Straße 10 im Stadtteil Karlsruhe-Durlach, einem historisch reichen Viertel, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß vom Zentrum Karlsruhes aus erreichbar ist. Den genauen Standort und eine Karte finden Sie über die Stolpersteine Guide App.

Besuchszeiten und Eintritt

  • 24/7 geöffnet: Der Stolperstein ist eine Außen-Gedenkstätte, jederzeit frei zugänglich.
  • Kein Eintritt: Es sind keine Tickets oder Reservierungen erforderlich.

Zugänglichkeit

  • Die Gedenkstätte befindet sich auf Straßenniveau und ist für Rollstuhlfahrer sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
  • Die Gehwege in der Umgebung sind in der Regel gut instand gehalten.

Praktische Besuchertipps und Attraktionen in der Nähe

Reisetipps

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Durlach wird von Straßenbahn- und S-Bahn-Linien bedient, die Haltestelle Herrenstraße ist in der Nähe.
  • Parken: Kostenpflichtige Parkplätze gibt es am Parkhaus Herrenstraße, das nur einen kurzen Spaziergang vom Standort entfernt ist.
  • Beste Besuchszeiten: Frühling und Herbst bieten mildes Wetter für Spaziergänge.

Etikette

  • Halten Sie inne und denken Sie über den Stein nach; das Lesen der Inschrift ist ein Akt der Erinnerung.
  • Diskretes Fotografieren ist erlaubt – bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner.
  • Wenn Sie während einer Reinigungs- oder Gedenkveranstaltung teilnehmen, sind Sie herzlich willkommen.

Attraktionen in der Nähe

  • Schloss Karlsburg: Sitz von Museen und kulturellen Ausstellungen.
  • Weitere Stolpersteine: In der Nähe befindliche Steine bieten die Möglichkeit für einen selbstgeführten Gedenkspaziergang.
  • Historische Synagogen-Standorte: Erkunden Sie mehr über die jüdische Geschichte Karlsruhes (Karlsruhe Tourismus).

Gemeinschaftliches Engagement und Bildungsmehrwert

Die Stolpersteine fördern eine lebendige Erinnerungskultur in Karlsruhe:

  • Jährliche Veranstaltungen: Gedenkfeiern am Holocaust-Gedenktag und zu anderen wichtigen Daten beinhalten Lesungen und Musik.
  • Geführte Touren: Die Stadt und lokale Organisationen bieten Touren an, die sich auf das jüdische Erbe und die Stolpersteine konzentrieren.
  • Schulprogramme: Besuche und Forschungsprojekte sind in die lokalen Lehrpläne integriert und ermutigen Schüler, sich aktiv mit Geschichte auseinanderzusetzen.
  • Ehrenamtliche Möglichkeiten: Einwohner und Besucher können an Reinigungs- und Gedenkveranstaltungen teilnehmen (Karlsruhe-Erleben: Freiwilligenprogramm).

Durch die Teilnahme an diesen Aktivitäten helfen Besucher, die Steine und die von ihnen repräsentierte Erinnerung zu erhalten, stärken die Gemeinschaft und fördern den fortlaufenden Dialog über Toleranz und Menschenrechte.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Stolperstein? Ein Stolperstein ist eine kleine Messingplakette, die in das Pflaster eingelassen ist und an Opfer nationalsozialistischer Verfolgung an ihrem letzten frei gewählten Wohnort erinnert.

Wo befindet sich der Stolperstein von Jenny Hausmann? In der Alten Weingartener Straße 10, Karlsruhe-Durlach. Detaillierte Karten finden Sie über die Stolpersteine Guide App.

Gibt es Eintrittsgebühren oder eingeschränkte Öffnungszeiten? Nein. Der Stolperstein ist jederzeit zugänglich und kostenlos.

Gibt es geführte Touren? Ja. Lokale Organisationen und das Karlsruher Tourismusbüro bieten geführte Touren an, insbesondere mit Fokus auf jüdisches Erbe und Stolpersteine.

Ist die Gedenkstätte für Menschen mit Behinderungen zugänglich? Ja, die Gedenkstätte und die umliegenden Gehwege sind rollstuhlgerecht zugänglich.

Kann ich an Gedenkveranstaltungen teilnehmen? Ja. Jährliche Reinigungs- und Gedenkveranstaltungen stehen allen offen.


Mehr Entdecken

Der Stolperstein für Jenny Hausmann ist eine bedeutende Gedenkstätte in der historischen Landschaft Karlsruhes – zugänglich, aussagekräftig und bewegend. Mit Ihrem Besuch, Ihrer Einkehr und Ihrem Lernen ehren Sie das Andenken all derer, die unter dem NS-Regime gelitten haben, und tragen zu einer Erinnerungskultur bei, die unser Engagement für Menschenrechte stärkt.

Planen Sie Ihren Besuch noch heute:

Jeder Besuch und jeder Akt der Erinnerung hilft sicherzustellen, dass die Geschichten hinter den Namen niemals vergessen werden. Indem Sie sich mit den Stolpersteinen auseinandersetzen, tragen Sie zu einer verständnisvolleren und mitfühlenderen Zukunft bei.


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