Stolperstein Für Emil Rosenberger

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Das Stolperstein-Projekt – entstanden in den frühen 1990er Jahren durch die Arbeit des deutschen Künstlers Gunter Demnig – ist zu einer der bedeutendsten und…

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Der Stolperstein für Emil Rosenberger

Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die in Gehwege vor den letzten frei gewählten Wohnsitzen von Menschen eingelassen werden, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Das Projekt des deutschen Künstlers Gunter Demnig macht individuelle Lebensgeschichten im Alltag sichtbar. In Karlsruhe sind fast 300 Stolpersteine verlegt, darunter der für Emil Rosenberger, ein Mitglied der jüdischen Gemeinde der Stadt.

Der Stolperstein für Rosenberger liegt nahe der Marienstraße 32 in der Südstadt, am Standort des ehemaligen Eisenwarengeschäfts seiner Familie. Zusammen mit den Steinen für Ilse, Herta und Erna Rosenberger erinnert er an eine Familie, deren Leben vom Holocaust gezeichnet wurde (Mapcarta: Stolperstein Emil Rosenberger).

Geschichte

Gunter Demnig rief das Stolperstein-Projekt in den frühen 1990er Jahren ins Leben, um an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zwischen 1933 und 1945 zu erinnern. Der erste Stein wurde 1992 in Köln verlegt, als Teil eines Projekts zum 50. Jahrestag der Deportation von Sinti und Roma aus der Stadt (Stolpersteine Berlin).

Demnigs Idee war ein dezentrales, basisdemokratisches Denkmal, das die Erinnerung an einzelne Menschen in alltägliche Räume zurückbringt. Ein Stolperstein besteht aus einem 10 × 10 cm großen Betonblock mit einer Messingplatte. Die handgravierte Platte trägt den Namen und das Schicksal eines Opfers und wird am letzten frei gewählten Wohnort angebracht. So bewahrt sie die Individualität jedes einzelnen Menschen.

Bis 2024 wurden weltweit über 116.000 Stolpersteine in mehr als 1.860 Gemeinden in 31 europäischen Ländern verlegt. Sie erinnern neben jüdischen Opfern auch an Sinti und Roma, politische Dissidenten, Opfer des Euthanasieprogramms, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Menschen, die von den Nationalsozialisten als „asozial“ bezeichnet wurden (Stolpersteine Fakten und Zahlen).

Emil Rosenberger wurde 1891 geboren und gehörte der jüdischen Gemeinde Karlsruhes an. Er wurde während des Holocaust zusammen mit seiner Familie deportiert und kam ums Leben. Die Stolpersteine für Emil, Ilse, Herta und Erna Rosenberger erinnern an das ehemalige Geschäft und an den Verlust, den die Familie während der NS-Zeit erlitt. Weitere nahegelegene Steine, darunter die für Max Thalmann und die Familie Ottenheimer, ergänzen das historische Bild (Traces of War: Stolpersteine Bismarckstraße 77).

Was es zu sehen gibt

Der Gedenkstein Emil Rosenbergers befindet sich nahe der Marienstraße 32 in Karlsruhe-Südstadt. Zusammen mit den Stolpersteinen für Ilse, Herta und Erna Rosenberger erinnert er an die Familiengeschichte und an die frühere jüdische Gemeinde der Stadt.

Das dezentrale Konzept verankert die Erinnerung an die Opfer des Holocaust im täglichen Leben. Die Steine regen Passanten zu stillem Gedenken an und fördern Dialog, Bildung und jährliche Gedenkrituale (Stolpersteine Berlin).

Praktische Besuchsinformationen

Öffnungszeiten und Eintritt

Der Stolperstein liegt im öffentlichen Gehweg und ist das ganze Jahr über rund um die Uhr zugänglich. Der Besuch ist kostenlos; Tickets sind nicht erforderlich.

Standort und Anfahrt

  • Adresse nahe Marienstraße 32, Karlsruhe-Südstadt
  • Öffentliche Verkehrsmittel Die Straßenbahnlinien S3 und S4 fahren bis zur Haltestelle Südstadt. Das Stadtzentrum mit vielen Stolpersteinen ist außerdem gut mit Straßenbahn und S-Bahn erreichbar; Linien halten am Marktplatz.
  • Parken In der Nähe gibt es begrenzte Parkmöglichkeiten auf der Straße. Auch bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Parkplätze begrenzt (Tourist-Information Karlsruhe).

Barrierefreiheit

Die meisten Stolpersteine liegen auf ebenen öffentlichen Gehwegen und sind im Allgemeinen für Rollstuhlfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Der Standort an der Marienstraße verfügt über befestigte Gehwege und ist für Rollstühle und Kinderwagen geeignet. Achten Sie dennoch auf viel befahrene Straßen und gelegentlich unebene Gehwege.

Führungen, Veranstaltungen und digitale Ressourcen

Lokale Geschichtsvereine, Gemeindegruppen und die Tourist-Information Karlsruhe bieten geführte Spaziergänge zu den Stolpersteinen und zum jüdischen Erbe der Stadt an. Die Führungen vermitteln historische Hintergründe und persönliche Geschichten und sind in verschiedenen Sprachen verfügbar. Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar, finden häufig Zeremonien und Bildungsprogramme statt. Informationen zu Führungen und Gedenkveranstaltungen gibt es auch auf den Websites der Stadt.

Für selbstgeführte Spaziergänge stehen die interaktive Karte des Stadtarchivs Karlsruhe und die Stolpersteine-Guide-App zur Verfügung. Die App bietet Biografien, Karten und virtuelle Touren; die Karte des Stadtarchivs zeigt Standorte und historische Kontexte. Die Audiala App und relevante Social-Media-Kanäle werden als Anlaufstellen für Informationen über neue Installationen, Veranstaltungen und Führungen genannt.

Tipps und gemeinschaftliches Engagement

  • Halten Sie respektvoll inne und lesen Sie die Inschrift.
  • Ein kleiner Stein oder eine Blume kann als Zeichen des Gedenkens niedergelegt werden.
  • Beachten Sie Privateigentum und die Wohngebiete rund um die Gedenksteine.
  • Wenn möglich, können Sie an Gemeinschaftsveranstaltungen oder Reinigungsaktionen teilnehmen.

Die Pflege und Installation der Stolpersteine in Karlsruhe wird von der Gemeinschaft getragen. Lokale Historiker, Schulklassen, Veteranenverbände und Nachkommen von Opfern recherchieren Biografien, finanzieren Steine, nehmen an Zeremonien teil und kümmern sich um die Gedenkstätten (RK Karlsruhe). In Karlsruhe dienen Stolpersteine als Orte für jährliche Zeremonien, Bildungsexkursionen und persönliche Reflexion. Der individuelle, dezentrale Ansatz des Projekts wurde international als Modell für Holocaust-Gedenken und -Bildung anerkannt (Stolpersteine Datenbank).

Nahegelegene Orte

Ein Besuch lässt sich mit weiteren historischen Orten verbinden:

  • Karlsruher Synagogen-Gedenkstätte
  • Jüdisches Museum
  • Karlsruher Stadtmuseum
  • weitere Stolpersteine in der Stadt, darunter die für Max Thalmann und die Familie Ottenheimer

Häufig gestellte Fragen

Kostet der Besuch der Stolpersteine in Karlsruhe Eintritt?
Nein. Es handelt sich um frei zugängliche öffentliche Gedenkstätten.

Sind die Stolpersteine für Menschen mit Behinderungen zugänglich?
Die meisten liegen auf ebenen Gehwegen und sind rollstuhlgerecht. Die örtlichen Gegebenheiten können jedoch variieren.

Gibt es Führungen?
Ja. Führungen werden von der Tourist-Information Karlsruhe und lokalen Geschichtsvereinen angeboten.

Darf ich Fotos machen?
Ja. Fotografieren wird zu Bildungs- und Gedenkzwecken gefördert.

Wo kann ich mehr über die geehrten Personen erfahren?
Die Stolpersteine Datenbank enthält Informationen und detaillierte Biografien.