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Stolperstein Für Alice Kullmann.

Karlsruhe Germany 49° N · 8° E

Der Besuch des Stolpersteins, der Alice Kullmann in Karlsruhe, Deutschland, gewidmet ist, bietet eine zutiefst persönliche und nachdenkliche…

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Stolperstein Für Alice Kullmann
Stolperstein Für Alice Kullmann · Karlsruhe
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Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins, der Alice Kullmann in Karlsruhe, Deutschland, gewidmet ist, bietet eine zutiefst persönliche und nachdenkliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in Gehwege vor den letzten frei gewählten Wohnorten von Opfern nationalsozialistischer Verfolgung eingelassen sind. Das 1992 vom deutschen Künstler Gunter Demnig konzipierte dezentrale Denkmalprojekt hat sich zur weltweit größten zivilgesellschaftlichen Initiative zur Erinnerung an den Holocaust entwickelt, mit über 107.000 Steinen, die bis 2024 in fast 1.900 europäischen Kommunen installiert wurden (Stolpersteine.eu).

In Karlsruhe erinnern Stolpersteine an Bürger, die vom NS-Regime ins Visier genommen wurden – darunter Juden, Sinti und Roma, politische Dissidenten und andere Opfer. Der Stolperstein für Alice Kullmann, geboren 1887, befindet sich in der Kriegsstraße 69 und markiert ihre letzte bekannte Wohnadresse vor ihrer Deportation in das Internierungslager Gurs (stadtlexikon2.karlsruhe.de; ka.stadtwiki.net). Diese Gedenksteine laden Einwohner und Besucher gleichermaßen dazu ein, über individuelle Geschichten nachzudenken und die Erinnerung an den Holocaust über reine Statistiken hinaus zu einem persönlichen Gedenken an einzelne Schicksale zu machen.

Dieser Leitfaden bietet alle wesentlichen Details für den Besuch des Stolpersteins für Alice Kullmann, einschließlich historischem Kontext, praktischen Reiseinformationen, nahegelegenen Attraktionen, Zugänglichkeit und der breiteren Bedeutung des Stolpersteinprojekts.



Historischer Hintergrund des Stolpersteinprojekts

Das Stolpersteinprojekt begann 1992 als dezentrale Gedenkinitiative von Gunter Demnig. Die ersten Steine ließ er in Köln zum Gedenken an die Deportation von Sinti- und Roma-Familien verlegen (LBI News). Bis 1993 entwickelte sich das Projekt weiter, um an einzelnen Opfern an deren letzten frei gewählten Wohnorten zu erinnern, wobei jeder Stein Gravuren mit dem Namen, Geburtsdatum, dem Schicksal und, falls bekannt, dem Sterbeort und -datum des Opfers trägt (Stolpersteine.eu).

Mit der Zeit wurden die Stolpersteine zum größten Holocaust-Mahnmal der Welt und erstreckten sich über Deutschland hinaus nach Österreich, Frankreich, Italien, Polen, die Niederlande, Ungarn, die Ukraine und weitere Länder (Stolpersteine.eu). Die partizipative Natur des Projekts – bei der lokale Bürger, Historiker und Nachkommen die meisten Installationen initiieren und finanzieren – macht das Gedenken zu einem fortlaufenden, gemeinschaftsgetriebenen Prozess.


Stolpersteine in Karlsruhe: Lokaler Kontext

Karlsruhe nimmt seit der Verlegung der ersten Steine im Jahr 2005 am Stolpersteinprojekt teil (ka.stadtwiki.net). Bis 2017 waren stadtweit fast 300 Steine installiert, die Juden, Sinti und Roma, politische und religiöse Dissidenten sowie andere Opfer des NS-Regimes ehren (stadtgeschichte.karlsruhe.de).

Diese Mikrodenkmäler sind in den Alltag Karlsruhes integriert und werden oft von Bildungsprogrammen, gemeinschaftlichen Reinigungsevents und Führungen begleitet. Ihre Präsenz lädt zu spontanen Momenten der Reflexion ein, wenn Menschen ihnen in ihren täglichen Routen begegnen.


Die Geschichte von Alice Kullmann

Alice Kullmann, geborene Katz, wurde 1887 in Mannheim geboren. Sie und ihre Familie wurden unter dem Nationalsozialismus aufgrund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt – trotz ihres säkularen Lebensstils. Im Oktober 1940 wurden Alice, ihr Ehemann Leopold und ihre Tochter Gertrud in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Leopold starb dort, während Alice und Gertrud unter harten Bedingungen litten (stadtlexikon2.karlsruhe.de). Der Stolperstein für Alice Kullmann in der Kriegsstraße 69 kennzeichnet die letzte Adresse der Familie in Karlsruhe und dient als beständiges Zeugnis ihres Lebens und Leidens.


Besuch des Stolpersteins: Öffnungszeiten, Tickets und Barrierefreiheit

Standort und Zugang

  • Adresse: Kriegsstraße 69, Karlsruhe, Deutschland (stadtlexikon2.karlsruhe.de)
  • Zugang: Der Stolperstein ist auf einem öffentlichen Gehweg installiert und jederzeit zugänglich.

Besuchszeiten

  • Geöffnet: 24/7, ganzjährig
  • Eintritt: Kostenlos; keine Tickets oder Reservierungen erforderlich

Barrierefreiheit

  • Das Denkmal befindet sich auf Straßenniveau und ist für Rollstuhlfahrer und Personen mit eingeschränkter Mobilität im Allgemeinen zugänglich. Manche Karlsruher Gehwege können uneben sein; planen Sie Ihre Route entsprechend und nutzen Sie digitale Karten oder kontaktieren Sie lokale Organisationen für Anleitungen.

Nahegelegene Attraktionen und Kulturstätten

Besuchen Sie bei Ihrem Besuch des Alice Kullmann Stolpersteins auch andere historische und kulturelle Stätten in Karlsruhe:

  • Karlsruher Schloss und Landesmuseum: Erkunden Sie die Geschichte und Kultur der Region.
  • Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Beherbergt eine bedeutende Kunstsammlung.
  • Denkmal der Karlsruher Synagoge: Gedenkt des jüdischen Erbes der Stadt.
  • Botanischer Garten: Bietet eine friedliche Umgebung in der Nähe des Stadtzentrums.

Diese Stätten vertiefen Ihr Verständnis von Karlsruhes vielfältiger Geschichte und den Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Stadt.


Bildungswert und gesellschaftliche Wirkung

Stolpersteine sind mehr als nur Denkmäler – sie dienen als Bildungswerkzeuge und Katalysatoren für den Dialog über Geschichte, Toleranz und Menschenrechte. In Karlsruhe reinigen lokale Freiwillige und Organisationen die Steine, organisieren Zeremonien und integrieren das Gedenken in Schulcurricula (rk-karlsruhe.de).

Digitale Ressourcen wie die Stolpersteine Guide App bieten Biografien und geführte Rundgänge, die die Denkmäler einem globalen Publikum zugänglich machen und die Bildungserfahrung bereichern.


Kontroversen und Diskussionen

Das Stolpersteinprojekt hat trotz seiner weiten Akzeptanz Debatten ausgelöst – insbesondere bezüglich der Platzierung von Namen auf dem Boden, was einige als potenziell respektlos empfinden (LBI News). In Städten wie München wurden Alternativen wie Wandtafeln umgesetzt. Doch in Karlsruhe und den meisten anderen Orten bleiben die Stolpersteine eine kraftvolle, gemeinschaftlich unterstützte Form des Gedenkens.


Praktische Besuchertipps

  • Den Stolperstein finden: Nutzen Sie die offizielle Stadtkarte oder die Wikipedia-Liste der Stolpersteine in Karlsruhe.
  • Beste Besuchszeiten: Frühe Morgenstunden oder späte Nachmittage bieten ruhigere Momente zur Reflexion.
  • Respekt: Halten Sie inne, um die Inschrift zu lesen; hinterlassen Sie bei Wunsch einen kleinen Stein oder eine Blume als Zeichen des Gedenkens.
  • Fotografieren: Erlaubt; bitte diskret und mit Respekt vor den Anwohnern.
  • Barrierefreiheit: Die meisten Steine sind zugänglich, aber prüfen Sie lokale Karten zu Gehwegbedingungen.
  • Geführte Touren: Verfügbar über lokale Organisationen oder das Karlsruher Tourismusamt. Vorausbuchung wird empfohlen.

FAQ

F: Wo befindet sich der Stolperstein für Alice Kullmann? A: In der Kriegsstraße 69, Karlsruhe.

F: Wann kann ich ihn besuchen? A: Der Stolperstein ist rund um die Uhr zugänglich.

F: Fallen Eintrittsgebühren an? A: Nein, der Besuch ist kostenlos.

F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, über lokale Organisationen und das Tourismusamt. Informieren Sie sich auf deren Websites.

F: Ist das Denkmal für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Im Allgemeinen ja, obwohl einige Gehwege uneben sein können.

F: Darf ich fotografieren? A: Ja, aber bitte mit Respekt.


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