Plan and listen to Stolperstein Für Alfred Hofmann with Audiala
Audio guide in your pocket, itinerary in your browser. Built for the way you actually visit.
Einleitung
Das Stolpersteine-Projekt, initiiert vom Künstler Gunter Demnig im Jahr 1992, ist heute das größte dezentrale Mahnmal für Opfer nationalsozialistischer Verfolgung weltweit. Diese kleinen, mit Messing beschichteten Steine, die in den Bürgersteig von Städten in ganz Europa eingelassen sind, markieren die letzten frei gewählten Wohnorte von Personen, die von den Nazis ins Visier genommen wurden – Juden, Sinti und Roma, politische Häftlinge, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle und andere. Allein in Karlsruhe halten fast 300 Stolpersteine die individuellen Geschichten lokaler Opfer lebendig und machen Erinnerung zu einem integralen Bestandteil des täglichen Stadtlebens (Stolpersteine.eu; Stadtwiki Karlsruhe).
Ein solcher Stein, gewidmet Alfred Hofmann, erinnert an einen jungen jüdischen Jungen, der 1943 in Sobibor ermordet wurde. Sein Stolperstein am Standort Markgrafenstraße 34 in der Nähe des Lidellplatzes verankert seine Geschichte im Stadtgefüge Karlsruhes und lädt Besucher zum Nachdenken über die persönlichen und kollektiven Kosten der NS-Gewaltherrschaft ein. Dieser Leitfaden bietet historische Hintergründe, praktische Informationen für den Besuch des Stolpersteins und Einblicke in Karlsruhes breiteres Netzwerk von Gedenkstätten und gemeinschaftlichem Engagement.
Ursprünge und Philosophie des Stolpersteine-Projekts
Die Stolpersteine ("Stolpersteine") wurden 1992 in Köln ins Leben gerufen. Jeder Stolperstein ist eine handgravierte Messingplatte, die in einen Betonblock eingelassen und vor der letzten frei gewählten Wohnung des Opfers platziert wird. Diese Inschriften enthalten den Namen des Opfers, die Lebensdaten und sein Schicksal. Das Projekt bringt die Erinnerung aus den Museen auf die Straße und schafft so intime Erinnerungen an die Geschichte (LBI News; Stolpersteine.eu; Google Arts & Culture).
Künstlerische und soziale Dimensionen
Inspiriert von Joseph Beuys' Konzept der "sozialen Skulptur" sind Stolpersteine sowohl Gedenkkunst als auch ein partizipatives soziales Projekt. Die Gemeinschaft, Schulen und Nachkommen werden in die Forschung, das Sponsoring und die Installation einbezogen, wodurch die Erinnerung zu einer praktischen Übung wird. Jede Gedenktafel wird von Hand gefertigt, und Zeremonien begleiten oft die neuen Installationen (Stolpersteine.eu Facts & Figures).
Umfang und internationale Reichweite
Bis Juni 2025 wurden über 116.000 Stolpersteine in mehr als 1.860 Gemeinden in 31 europäischen Ländern installiert, die Opfer aller NS-verfolgten Gruppen ehren (Stolpersteine.eu Facts & Figures). Die internationale Präsenz des Projekts macht die Stolpersteine zu einer wirklich gesamteuropäischen – und mittlerweile globalen – Gedenkinitiative.
Stolpersteine in Karlsruhe: Standorte und Zugang
Karlsruhe beteiligte sich ab 2005 am Projekt. Bis 2025 ehren fast 300 Stolpersteine Einzelpersonen in Stadtteilen wie Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Innenstadt-Ost und Innenstadt-West (Stadtwiki Karlsruhe; Stadtgeschichte Karlsruhe). Diese Steine sind jederzeit zugänglich und kostenlos. Die Stolpersteine Karlsruhe App bietet interaktive Karten und Biographien. Gelegentlich werden geführte Touren von lokalen Museen und Geschichtsvereinen organisiert.
Nahegelegene Sehenswürdigkeiten
- Karlsruher Schloss und Gärten
- Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
- Badisches Landesmuseum
Gedenken, Kontroversen und bürgerschaftlicher Dialog
Während die Stolpersteine breite Unterstützung erfahren, lehnen einige Kritiker – darunter die Holocaust-Überlebende Charlotte Knobloch und die Israelitische Religionsgemeinschaft München – die Ehrung von Opfern mit Steinen ab, auf die man tritt. Dies hat in einigen Städten zur Entwicklung alternativer Gedenkformen geführt (Google Arts & Culture; LBI News). Karlsruhe hat das Projekt jedoch angenommen und betrachtet das öffentliche, partizipative Gedenken als entscheidend für Bildung und Reflexion.
Der Stolperstein für Alfred Hofmann: Lokale Geschichte und Gedenken
Alfred Hofmann, ein junger jüdischer Mann aus Karlsruhe, wurde 1943 mit seiner Familie nach Sobibor deportiert und dort ermordet. Sein Stolperstein in der Markgrafenstraße 34 ist eine greifbare Erinnerung an die persönlichen Geschichten hinter den historischen Statistiken (Joods Monument Alfred Hofmann). Der Stein ist Teil eines größeren Netzes von Markierungen und Gedenkstätten in Karlsruhe und bekräftigt das Engagement der Stadt für die Erinnerung (Stadtgeschichte Karlsruhe).
Bildungsprojekte und bürgerschaftliches Engagement
Das bürgerschaftliche Engagement ist ein Markenzeichen der Stolpersteine in Karlsruhe. Schulklassen, Lokalhistoriker und Verwandte forschen an Biografien, organisieren Installationen und führen Gedenkfeiern durch (Google Arts & Culture). Die Stolpersteine Karlsruhe App und lokale Archive bieten digitale Ressourcen, während jährliche Reinigungseinsätze zur Pflege der Steine und zur Förderung der Reflexion dienen (RK Karlsruhe).
Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Führungen, Barrierefreiheit
- Besuchszeiten: Stolpersteine sind im Freien gelegen und rund um die Uhr zugänglich.
- Eintritt: Kostenlos; es sind keine Tickets erforderlich.
- Barrierefreiheit: Die meisten Steine sind bündig mit dem Bürgersteig verlegt und für Rollstühle zugänglich, obwohl einige Bürgersteige uneben sein können.
- Führungen: Geführte Spaziergänge durch die Stadt sind gelegentlich verfügbar. Informieren Sie sich beim Karlsruher Tourismusbüro oder auf Stolpersteine.eu über aktuelle Termine.
Tipp: Bringen Sie ein weiches Tuch mit, um die Steine sanft zu polieren – eine Geste, die von der lokalen Gemeinschaft geschätzt wird (RK Karlsruhe).
Ehrung übersehener Opfer: Gedenken an LGBTQ+-Personen
Karlsruhe zeichnet sich durch die Ehrung von Opfern aus, die aufgrund ihrer Sexualität verfolgt wurden, dank der Verfechtung von Personen wie Jürgen Wenke. Stolpersteine für LGBTQ+-Opfer werden durch kollaborative Forschung und öffentliche Zeremonien installiert, was Inklusivität und historische Gerechtigkeit betont (ka-news.de).
Bildergalerie
Alt-Text: Stolperstein Gedenkstein für Alfred Hofmann eingelassen in Karlsruher Bürgersteig.
Besuchsetikette und lokale Bräuche
- Halten Sie an, um Inschriften zu lesen und nachzudenken.
- Reinigen Sie die Steine sanft, wenn Sie möchten.
- Legen Sie Blumen oder kleine Steine als Zeichen des Gedenkens nieder.
- Respektieren Sie die Anwohner und vermeiden Sie Blockaden von Gehwegen.
- Fotografieren ist erlaubt; seien Sie bei Zeremonien rücksichtsvoll.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wo befindet sich der Stolperstein für Alfred Hofmann? A: In der Markgrafenstraße 34, in der Nähe des Lidellplatzes in Karlsruhe.
F: Sind die Steine jederzeit zugänglich? A: Ja, sie sind im Freien gelegen und können jederzeit besichtigt werden, kostenlos.
F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Ja, informieren Sie sich bei örtlichen Museen oder der Stolpersteine Karlsruhe App über Touren.
F: Ist der Ort rollstuhlgerecht? A: Die meisten Steine, einschließlich des von Alfred Hofmann, sind zugänglich; einige Bürgersteige können uneben sein.
F: Kann ich an Reinigungs- oder Gedenkveranstaltungen teilnehmen? A: Gemeinschaftsgruppen organisieren regelmäßig solche Veranstaltungen, insbesondere an Gedenktagen (RK Karlsruhe).
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: