U-Bahnhof Fuhlsbüttel Nord

HamburgDeutschland 53° N · 10° E Geprüft Oct 2026

Fuhlsbüttel Nord, im Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel gelegen, ist ein Bezirk, der ein bedeutendes historisches Erbe nahtlos mit lebendigem Stadtleben verbindet.

Fuhlsbüttel Nord

Fuhlsbüttel Nord liegt im Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel und verbindet historisches Erbe mit Stadtleben, Grünflächen und kulturellen Angeboten. Bekannt ist die Gegend vor allem für das Gefängnis Fuhlsbüttel, lokal „KolaFu“ genannt. Heute ist sie ein Ort der Erinnerung, Bildung und Gemeinschaft. Zu den Anziehungspunkten zählen die Gedenkstätte für das Gefängnis Fuhlsbüttel, der Wasserturm, die Alster und nahegelegene Erholungsgebiete sowie der Hamburger Flughafen.

Geschichte

Frühe Entwicklung

Fuhlsbüttel wurde 1283 erstmals als „Fulesbotle“ urkundlich erwähnt. Aus einer sumpfigen, landwirtschaftlich und von der Mühlenwirtschaft geprägten Siedlung entwickelte sich über Jahrhunderte ein Teil der Hamburger Stadtlandschaft. 1448 wurde hier die erste Hamburger Schleuse gebaut, die die Schifffahrt zwischen Alster und Trave erleichterte und die maritime Bedeutung des Gebiets stärkte. Im frühen 15. Jahrhundert wurde das Dorf offiziell Teil Hamburgs. Mit der Eröffnung des Hamburger Flughafens im Jahr 1911 setzte sich die Urbanisierung weiter fort (Mapcarta).

Gefängnis Fuhlsbüttel und die NS-Zeit

Das 1879 erbaute Gefängnis Fuhlsbüttel erlangte während des NS-Regimes traurige Berüchtigung. Ab 1933 wurde es in ein Konzentrationslager und ein Polizeigefängnis umgewandelt und zu einer der frühen Stätten des NS-Terrors in Norddeutschland. Zehntausende politische Gegner und Angehörige verfolgter Gruppen waren dort inhaftiert, darunter Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Zeugen Jehovas. Das Erbe des Lagers wird heute in der KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel bewahrt, die als Gedenk- und Bildungsstätte dient (KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Gedenkstätte Gefängnis Fuhlsbüttel

Die KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel befindet sich im ehemaligen Torhaus in der Suhrenkamp 98. Sie zeigt Ausstellungen und ist regelmäßig Schauplatz von Gedenkveranstaltungen, darunter Veranstaltungen zum Todesmarsch von 1945. Führungen vermitteln die Geschichte des Gefängnisses, seine Rolle während der NS-Zeit und persönliche Geschichten von Häftlingen. Die Gedenkstätte bietet außerdem Bildungsprogramme und Ausstellungen, insbesondere an Gedenktagen und bedeutenden Jahrestagen. Der Eintritt ist frei; für manche Führungen sind eine Vorabreservierung und eine geringe Gebühr erforderlich. (Erfahren Sie mehr und planen Sie Ihren Besuch)

Wasserturm Fuhlsbüttel Nord

Der 1912 errichtete Wasserturm versorgte die umliegenden Stadtteile und den Flughafen mit Wasser. Seine Jugendstil-Backsteinfassade ist ein Beispiel Hamburger Industriearchitektur. Heute ist der denkmalgeschützte Turm ein lokales Gemeinschaftssymbol und Teil historischer Rundgänge.

Hamburger Flughafen

Der Hamburger Flughafen, auch Flughafen Hamburg Helmut Schmidt genannt, ist Deutschlands ältester durchgehend betriebener Flughafen. Er ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und bietet Flugzeugbeobachtungsbereiche sowie Ausstellungen zur Hamburger Luftfahrtgeschichte. Er ist an U-Bahn und Busse angebunden. Mehr über den Hamburger Flughafen

Natur- und Erholungsgebiete

  • Alster und Alsterpark Die Alster und der angrenzende Park bieten Gelegenheit zum Spazierengehen, Joggen, Picknicken und Bootfahren. In den wärmeren Monaten sind Bootsverleihe für Kanus und Kajaks beliebt.
  • Wacholderpark Der ruhigere Park bietet Rasenflächen, Spazierwege und Spielplätze und eignet sich zur Erholung und für Familien.
  • Friedhof Ohlsdorf Der nahegelegene und gut erreichbare Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. Historische Monumente und die Gräber bedeutender Persönlichkeiten machen ihn zu einem besinnlichen Ort für Spaziergänge.

Architektur, Kultur und Freizeit

Das jahrhundertealte Erbe Fuhlsbüttels spiegelt sich in der lokalen Architektur und den Gemeindevereinen wider. Der Standort der ersten Hamburger Schleuse von 1448 erinnert an die maritime Geschichte der Stadt. Ufercafés und Restaurants servieren regionale Küche. Zu den möglichen Aktivitäten zählen außerdem Radfahren, Joggen und Bootfahren. Die Gegend ist an U-Bahn, Buslinien und historische Hochbahnstationen angebunden. Moderate Mietpreise und eine lebendige Gemeinschaft sprechen Familien, Berufstätige und Senioren an.

Eingang Bahnhof Fuhlsbüttel Nord

Gedenkstätte Gefängnis Fuhlsbüttel

Praktische Besuchsinformationen

Anreise und Bahnhof Fuhlsbüttel Nord

Die Gedenkstätte ist mit der U-Bahn-Linie U1 erreichbar; die Station Fuhlsbüttel Nord liegt nur einen kurzen Fußweg entfernt. Das Gelände ist ausgeschildert und mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zugänglich.

Der Bahnhof Fuhlsbüttel Nord wurde 1921 eröffnet und ist ein wichtiger Knotenpunkt der U1. Er bietet Verbindungen in die Hamburger Innenstadt, nach Norderstedt und zum Flughafen. Die Buslinien 292, 392, 606 und 172 bedienen die Gegend. Der Bahnhof verfügt über stufenlosen Zugang, taktile Leitsysteme und Fahrradabstellplätze. Zweisprachige Beschilderung und eine kompakte Gestaltung erleichtern die Orientierung. Überdachte Wartebereiche sind wettergeschützt und gut beleuchtet. Die nächstgelegenen öffentlichen Toiletten befinden sich am Flughafen oder am Bahnhof Ohlsdorf.

Der Hamburger Flughafen ist mit Bus oder U-Bahn in 5–10 Minuten erreichbar.

Gedenkstätte: Öffnungszeiten und Zugang

  • Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr; montags und an Feiertagen geschlossen.
  • Eintritt kostenlos.
  • Führungen regelmäßig; für einige Sonderführungen sind eine Vorabreservierung und eine geringe Gebühr erforderlich.

Die Gedenkstätte wird als rollstuhlgerecht beschrieben und verfügt über Rampen und barrierefreie Toiletten. Zugleich ist das Gelände teilweise für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Besucher mit besonderen Bedürfnissen werden gebeten, sich im Voraus mit der Gedenkstätte in Verbindung zu setzen, um individuelle Unterstützung zu erhalten. Aktuelle Informationen und Buchungsmöglichkeiten bietet die offizielle Website der Gedenkstätte.

Wasserturm: Besuchsinformationen

  • Öffnungsmonate April bis Oktober
  • Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr
  • Eintritt Erwachsene 5 €, Senioren und Studierende 3 €, Kinder unter 12 Jahren frei
  • Führungen samstags und sonntags um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Eintrittskarten sind vor Ort und über die Website Hamburg Historical Sites erhältlich. Der Turm ist rollstuhlgerecht und liegt 10 Gehminuten von der U-Bahn-Station Fuhlsbüttel Nord entfernt.

Tipps

Das Deutschlandticket für 58 €/Monat und die Hamburg CARD bieten unbegrenzte Nahverkehrsverbindungen und Ermäßigungen für Sehenswürdigkeiten. Der Bezirk setzt sich für nachhaltigen Nahverkehr und Grünflächen wie den Alsterwanderweg ein.

Für aktuelle Angaben zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Veranstaltungen können die Website der Stadt Hamburg, die Gedenkstätte Gefängnis Fuhlsbüttel und das Museum für Hamburgische Geschichte konsultiert werden. Die Audiala-App bietet Audioguides und Echtzeit-Updates; lokale Social-Media-Kanäle informieren über aktuelle Nachrichten.

Nahegelegene Orte und Veranstaltungen

Das Museum der Arbeit im Stadtteil Barmbek beschäftigt sich mit Hamburgs industriellem Erbe und beherbergt das Schneidrad TRUDE.

Durch die Nähe zu Großveranstaltungen wie dem DOM-Volksfest und der Pride Week liegt Fuhlsbüttel auch nahe am kulturellen Veranstaltungsgeschehen der Stadt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie sind die Öffnungszeiten der Gedenkstätte Gefängnis Fuhlsbüttel?
Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr. Montags und an Feiertagen ist die Gedenkstätte geschlossen.

Ist der Eintritt zur Gedenkstätte frei?
Ja, der Eintritt ist frei. Für einige Führungen sind eine Buchung und eine Gebühr erforderlich.

Gibt es Führungen?
Ja. Regelmäßige Führungen bieten vertiefende historische Einblicke.

Ist die Gegend für Menschen mit Behinderungen zugänglich?
Die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten sind rollstuhlgerecht und bieten Besucherservice. Die Gedenkstätte verfügt über Rampen und barrierefreie Toiletten; das Gelände ist teilweise zugänglich.

Wie erreiche ich Fuhlsbüttel Nord mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nehmen Sie die U1 bis zur Station Fuhlsbüttel Nord. Die Buslinien 292, 392, 606 und 172 bedienen ebenfalls das Gebiet.

Gibt es familienfreundliche Aktivitäten?
Ja. Parks, Bootsverleih, Spielplätze und Veranstaltungen bieten Aktivitäten für verschiedene Altersgruppen.