Staatsarchiv Der Freien Und Hansestadt Hamburg

HamburgDeutschland 53° N · 10° E Geprüft Aug 2025

Das Staatsarchiv Hamburg – offiziell das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg – ist eine der bedeutendsten Archivinstitutionen Deutschlands.

Einleitung: Entdecken Sie Hamburgs dokumentarisches Erbe

Das Staatsarchiv Hamburg – offiziell das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg – ist eine der bedeutendsten Archivinstitutionen Deutschlands. Mit einem Erbe von über 300 Jahren dient es als offizielles Gedächtnis Hamburgs und bewahrt unschätzbare Unterlagen, die die Entwicklung der Stadt von einem hanseatischen Handelszentrum zu einer modernen Metropole dokumentieren. Dieser umfassende Leitfaden bietet alles, was Sie für Ihren Besuch benötigen: von praktischen Informationen zu Öffnungszeiten und Tickets bis hin zu Einblicken in die Sammlungen, Forschungsmöglichkeiten und die Rolle des Archivs im kulturellen Leben Hamburgs.

Für die aktuellsten Informationen konsultieren Sie die Website des Staatsarchivs Hamburg und das Transparenzportal Hamburg.


Historischer Überblick

Ursprünge und frühe Entwicklung

Das Staatsarchiv Hamburg reicht in das frühe Mittelalter zurück, als eine systematische Aktenverwaltung die Stadtverwaltung und den Handel als wichtiges Mitglied der Hanse unterstützte (EHRI Projekt). Die ältesten Bestände umfassen mittelalterliche Urkunden und Dokumente, wie die berühmte Barbarossa-Urkunde von 1189.

Erweiterung und Modernisierung (19. – 20. Jahrhundert)

Mit der Eingliederung Hamburgs in größere deutsche Staaten erweiterte sich das Archiv um Personenstandsregister, Gerichtsdokumente und Materialien aus angegliederten Bezirken wie Altona und Harburg (FamilySearch: Hamburg Genealogy). Trotz der Herausforderungen des Zweiten Weltkriegs sicherte das Archiv seine Bestände und passte sich den Verwaltungsreformen der Nachkriegszeit an (Wikipedia: Geschichte Hamburgs).


Die Sammlungen: Umfang und Bedeutung

Das Staatsarchiv Hamburg bewahrt auf fast 40.000 laufenden Metern Aktenmaterial aus zehn Jahrhunderten (EHRI Projekt). Zu den Höhepunkten gehören:

  • Verwaltungs- und Gerichtsunterlagen Senats-, Parlaments- und Gerichtsakten
  • Kirchen- und Personenstandsregister Evangelisch-lutherische, reformierte, Mennoniten- und jüdische Gemeinderegister; Personenstandsregister ab 1799
  • Auswanderungs- und Einwanderungslisten Hamburger Passagierlisten (1850–1934)
  • Militär- und Adressbücher Militärische Unterlagen, Vormundschaftsakten, Adressbücher
  • Wiedergutmachungsakten Dokumentation über Holocaust-Entschädigungen und Wiedergutmachung
  • Karten, Pläne und Bildmaterial Einschließlich der Lorichs’schen Elbkarte (1568)
  • Nachlässe und Handschriften Von namhaften Hamburger Persönlichkeiten, Familien und Organisationen

Viele Sammlungen werden digitalisiert und sind über die Online-Datenbank des Staatsarchivs Hamburg zugänglich.


Besuch des Staatsarchivs Hamburg

Öffnungszeiten & Eintritt

  • Öffnungszeiten
    • Montag–Freitag: 9:00–17:00 Uhr (allgemeine Richtlinie; prüfen Sie die offizielle Website für Aktualisierungen)
    • Einige Quellen geben an:
      • Montag–Dienstag: 12:00–18:00 Uhr
      • Mittwoch–Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
      • Freitag: 10:00–16:00 Uhr (hamburg.com)
  • Eintritt Kostenlos. Kein Ticket erforderlich. Erstbesucher müssen sich am Empfang mit Lichtbildausweis registrieren.

Standort & Erreichbarkeit

  • Adresse Kattunbleiche 19, Stadtteil Barmbek / Bezirk Wandsbek (auf der offiziellen Stadtwebsite überprüfen)
  • Anfahrt Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Busse). Parkplätze sind begrenzt; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.
  • Barrierefreiheit Das Gebäude ist vollständig barrierefrei und bietet angepasste Arbeitsplätze, Rollstuhlzugang und Unterstützung für Besucher mit Behinderungen (Barrierefreiheitsinformationen).

Einrichtungen & Dienstleistungen

  • Lesesaal Ruhiger Lernbereich mit Schreibtischen, WLAN und Steckdosen. Voranmeldung für Stoßzeiten empfohlen.
  • Schließfächer Für Taschen und Mäntel vorhanden.
  • Rechercheunterstützung Mitarbeiter bieten Beratung an; die meisten Materialien sind auf Deutsch, und Übersetzungshilfen sind verfügbar (Leitfaden zur Archivrecherche).
  • Digitale Dienste Umstellung auf das Archivinformationssystem ActaPro ab Juni 2025. Viele Findmittel sind online verfügbar.
  • Dokumentenreproduktion Selbstfotografie für viele Dokumente gestattet; offizielle Kopien und Scans können bestellt werden (Richtlinien für Zugang und Reproduktion).

Führungen & Veranstaltungen

  • Führungen Nach Vereinbarung verfügbar; Details siehe offizielle Website.
  • Veranstaltungen & Ausstellungen Regelmäßige Ausstellungen, Vorträge und Workshops zu Hamburger Geschichte und Archivwissenschaft.

Fotografie & Medienrichtlinien

  • Gestattet Fotografieren für den persönlichen Gebrauch in dafür vorgesehenen Bereichen (kein Blitz oder Stativ ohne Genehmigung).
  • Digitale Sammlungen Viele Materialien sind über das Transparenzportal Hamburg verfügbar.

Forschung und Genealogie

Das Staatsarchiv ist eine zentrale Anlaufstelle für Genealogen und Historiker:

  • Personenstandsunterlagen
    • Geburten, Heiraten, Sterbefälle (ab 1799, mit umfassender Abdeckung ab Ende des 19. Jahrhunderts)
  • Kirchenbücher Evangelische, reformierte, mennonitische und jüdische Gemeinden
  • Auswanderungsunterlagen Hamburger Auswandererlisten und zugehörige Dokumente
  • Kooperation Zusammenarbeit mit der Genealogischen Gesellschaft Hamburg e.V., die eine Bibliothek und eine umfangreiche Genealogie-Datenbank unterhält.

Für die Fernforschung nutzen Sie den Online-Katalog des Staatsarchivs und verwandte digitale Portale (FamilySearch: Hamburger Archive und Bibliotheken).


Rechtlicher Rahmen & Zugangspolitik

  • Archivgesetz Geregelt durch das Hamburgische Archivgesetz (1991) (Hamburgisches Archivgesetz).
  • Aufbewahrungsfristen & Datenschutz
    • Geburtsregister: 110 Jahre öffentlich zugänglich
    • Personenbezogene Daten: Beschränkt durch Datenschutzgesetze
    • Einige Bestände erfordern Nachweis der Verwandtschaft oder eines Forschungszwecks
  • Registrierung Für sensible Materialien ist eine Anmeldung und ein gültiger Ausweis erforderlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Staatsarchivs Hamburg? A: In der Regel Montag–Freitag, 9:00–17:00 Uhr (detaillierter Zeitplan siehe oben und offizielle Quellen für Aktualisierungen).

F: Ist der Eintritt frei? A: Ja, der Eintritt ist kostenlos. Für Forschungszugänge ist eine Registrierung erforderlich.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, nach Vereinbarung.

F: Darf ich Dokumente fotografieren? A: Ja, für den persönlichen Gebrauch, obwohl einige Einschränkungen gelten.

F: Ist das Archiv für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, das Gebäude und die Dienstleistungen sind vollständig barrierefrei.

F: Gibt es Ausstellungen oder öffentliche Veranstaltungen? A: Ja, es finden regelmäßig Ausstellungen und Workshops statt – siehe den Veranstaltungskalender.


Bemerkenswerte Bestände & Forschungshöhepunkte

  • UNESCO „Gedächtnis der Welt“ Dokumente der Hanse und mittelalterliche Urkunden
  • Auswandererlisten Unerlässlich für Migrations- und Familienforschung
  • Wiedergutmachungsakten Dokumentation von Holocaust-Entschädigungen
  • Historische Karten Einschließlich der Lorichs’schen Elbkarte (1568)

Digitaler Zugang & Archivnetzwerke


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