Einleitung

Das Hochwasserbassin in Hamburgs dynamischem Stadtteil Hammerbrook ist ein Schaufenster städtischer Transformation – eine Mischung aus industriellem Erbe, ökologischer Innovation und einer blühenden Kunstszene. Ursprünglich im späten 19. Jahrhundert als Überflutungsbecken und Logistikhub zur Unterstützung der Hamburger Wasserwege und seines Status als wichtiger europäischer Hafen erbaut, hat das Bassin bedeutende Veränderungen erfahren. Nach Kriegszerstörungen und Wiederaufbau wurde das Gebiet durch das 140-Millionen-Euro-Projekt Alster-Bille-Elbe Grünzug revitalisiert, das einen durchgehenden grünen Korridor zwischen Hamburgs Flüssen und Stadtteilen schaffen soll. Heute ist das Hochwasserbassin ein florierender öffentlicher Park und ein kreatives Viertel, das Hamburgs Engagement für nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Inklusion widerspiegelt.

Besucher genießen das ganze Jahr über kostenfreien Zugang zu malerischen Spazier- und Radwegen, Erholung am Wasser, ökologischen Zonen und vielfältigen Gemeinschaftsräumen, die Veranstaltungen, Workshops und Festivals beherbergen. Das Gebiet ist über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar und verfügt über rollstuhlgerechte Infrastruktur, was es für alle zugänglich macht. Ob Ihr Interesse Hamburgs industrieller Vergangenheit, ökologischer Renaturierung oder zeitgenössischer Kultur gilt, das Hochwasserbassin bietet ein facettenreiches Erlebnis. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Öffnungszeiten und Führungen finden Sie auf Ressourcen wie der offiziellen Website der Stadt Hamburg und der Hamburg Kreativ Gesellschaft.


  1. Geschichte und Stadtentwicklung
  2. Besuch des Hochwasserbassins: Wichtige Informationen
  3. Kreativviertel und Grünflächenführer
  4. Besuchererlebnis: Veranstaltungen, Aktivitäten und praktische Tipps
  5. Sehenswürdigkeiten in der Nähe
  6. FAQs
  7. Zusammenfassung und letzte Tipps
  8. Quellen

Geschichte und Stadtentwicklung

Frühe industrielle Ursprünge

Das Gebiet Hammerbrook wurde im späten 19. Jahrhundert trockengelegt, um Hamburgs industriellem Wachstum Rechnung zu tragen. Das Hochwasserbassin wurde als entscheidender Teil des Wassermanagements der Stadt gebaut, um Überschwemmungen zu kontrollieren und den Kahnverkehr zu erleichtern – ein wesentlicher Aspekt des Hamburger Hafenbetriebs (hamburg.de).

Kriegsauswirkungen und Nachkriegsveränderungen

Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs verwüsteten Hammerbrook und seine Infrastruktur. In der Nachkriegszeit verschob sich der Fokus des Bezirks hin zur kommerziellen Nutzung. Das südliche Ende des Bassins, einst ein Wertstoffhof am Bullerdeich 6-8, war der Standort der ersten kommunalen Müllverbrennungsanlage Europas – ein wichtiges Beispiel für Hamburgs industrielles Erbe.

Das Alster-Bille-Elbe Grünzug-Projekt

Im 21. Jahrhundert wurde das Hochwasserbassin zum Kernstück der städtischen Initiative Alster-Bille-Elbe Grünzug, die darauf abzielte, das Gebiet in einen lebendigen Park zu verwandeln, der Ökologie, Erholung und die Vernetzung zwischen den Bezirken verbessert (hamburg.de).

Partizipative Planung und Gestaltung

Der Sanierungsprozess umfasste die Einbeziehung von Anwohnern, Unternehmen und Gemeindegruppen. Im Jahr 2022 wurde im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs das Berliner Büro atelier le balto und das Hamburger Büro C/O Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung für ihren Ansatz ausgezeichnet, der Bewahrung und Innovation ausbalanciert (co-zukunft.de; lebalto-leblog.eu).


Besuch des Hochwasserbassins: Wichtige Informationen

Öffnungszeiten und Eintritt

  • Park: Täglich geöffnet von der Dämmerung bis zur Dunkelheit, das ganze Jahr über.
  • Eintritt: Kostenlos; keine Tickets erforderlich.

Anfahrt und Barrierefreiheit

  • Standort: Stadtteil Hammerbrook, Süderstraße 112-114 oder Bullerdeich 6, 20097 Hamburg.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Stationen Hammerbrook oder Anckelmannplatz (8–10 Minuten Fußweg).
  • Fahrrad: Gut ausgebaute Radwege und Fahrradständer vorhanden.
  • Barrierefreiheit: Rollstuhlgerechte, gepflasterte Wege und stufenlose Eingänge.

Einrichtungen

  • Bänke, Rasenflächen, schattige Bereiche zur Erholung
  • Spazier- und Radwege
  • Veranstaltungsflächen für Festivals und Workshops
  • Toiletten während Großveranstaltungen verfügbar

Kreativviertel und Grünflächenführer

Umfunktionierte historische Stätte

Die Industriegebäude des Hochwasserbassins – einst Teil der Hamburger Wasserwerke – wurden erhalten und zu Ateliers und Werkstätten für Künstler, Designer und Musiker umfunktioniert (kulturkarte.de). Lokales Engagement rettete die Stätte vor dem Abriss, und im Jahr 2012 wurden kreative Konzepte ausgewählt, um den heutigen Kulturknotenpunkt zu etablieren.

Park am Hochwasserbassin

Der von atelier le balto entworfene Park erstreckt sich rund einen Kilometer entlang des Bassins und verfügt über:

  • Rasenflächen und von Bäumen gesäumte Wege
  • Sport- und Spielbereiche
  • Zugang zum Wasser für Kajakfahren und Angeln
  • Einheimische Bepflanzung zur Förderung der Artenvielfalt
  • Außenbereiche für Kunst und Gemeinschaftsveranstaltungen

Der Park ist ein wichtiger Teil des Grünen Korridors Alster-Bille-Elbe; die schrittweise Fertigstellung ist für 2026 geplant.

Gemeinschaftliche Beteiligung

Die Gestaltung und das Programm des Parks werden durch starke lokale Partizipation geprägt, die sicherstellt, dass die Stätte den Bedürfnissen der Nachbarschaft entspricht und kulturelle Aktivitäten unterstützt (submission.de).


Besucherlebnis: Veranstaltungen, Aktivitäten und praktische Tipps

Highlights und Aktivitäten

  • Spaziergänge/Radfahren: Genießen Sie den malerischen grünen Korridor und die Uferpromenaden.
  • Freizeit: Freiflächen für Picknicks, Joggen und informelle Sportarten.
  • Kulturangebote: Erkunden Sie Kunststudios, besuchen Sie Open-Air-Aufführungen und Ausstellungen.
  • Umweltbildung: Städtische Tierwelt, Regengärten und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit.

Veranstaltungen

  • Asphaltsprenger Festival: Jährliche Veranstaltung im Mai mit Live-Musik, Essensständen, Workshops und Familienaktivitäten (hamburgsgaerten.de).
  • Gemeinschaftsgärtnern und Workshops: Regelmäßige Gelegenheiten zur Beteiligung und zum Lernen.
  • Führungen: Gelegentliche Führungen beleuchten die Geschichte, Gestaltung und Ökologie der Stätte (kreativgesellschaft.org).

Praktische Tipps

  • Informieren Sie sich über Veranstaltungskalender für spezielle Programme.
  • Tragen Sie bequeme Schuhe; der Park lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
  • Nutzen Sie Gelegenheiten für Fotos bei Sonnenaufgang/Sonnenuntergang.
  • Hunde sind willkommen (an der Leine).
  • Picknicks sind erwünscht; nutzen Sie Recyclingbehälter und entsorgen Sie Abfälle ordnungsgemäß.
  • Die Einrichtungen werden ständig erweitert; Toiletten sind bei Großveranstaltungen verfügbar.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Berliner Bogen: Ikonisches Gebäude aus Glas und Stahl in der Nähe.
  • Speicherstadt: UNESCO-Weltkulturerbe mit historischen Lagerhäusern.
  • HafenCity: Moderne Architektur und die Elbphilharmonie.
  • Deichtorhallen: Zentrum für zeitgenössische Kunst.
  • Alster und Elbe: Zusätzliche Grün- und Uferflächen (germanytravel.blog; thecrazytourist.com).

FAQs

F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Täglich, von der Dämmerung bis zur Dunkelheit.

F: Gibt es einen Eintrittspreis? A: Nein, der Eintritt ist frei.

F: Sind Haustiere erlaubt? A: Ja, an der Leine.

F: Ist der Park für Rollstuhlfahrer zugänglich? A: Ja, alle Hauptwege und Eingänge sind zugänglich.

F: Gibt es Führungen? A: Gelegentlich, während besonderer Veranstaltungen oder nach Vereinbarung.

F: Kann man hier Kajak fahren oder angeln? A: Ja, über ausgewiesene Zugangspunkte.

F: Gibt es Gastronomie und Toiletten? A: Essensstände während Großveranstaltungen; ansonsten Cafés in der Nähe. Toiletten sind bei Großveranstaltungen verfügbar.

F: Gibt es familienfreundliche Aktivitäten? A: Ja, besonders während Festivals und Workshops.


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