Einleitung: Warum die St. Petrikirche in Hamburg besuchen?
Die St. Petrikirche (St. Petri Kirche) ist die älteste erhaltene Pfarrkirche Hamburgs und ein Symbol für den unerschütterlichen Geist der Stadt. Sie befindet sich im Herzen der Altstadt und bietet eine faszinierende Mischung aus mittelalterlichem Erbe, atemberaubender norddeutscher Backsteingotik, unschätzbaren Kunstschätzen und einer lebendigen Rolle im Gemeindeleben Hamburgs. Seit ihrer ersten Erwähnung im Jahr 1195 bis zu ihrem dramatischen Wiederaufbau nach dem Großen Brand von 1842 war die St. Petrikirche Zeuge von Jahrhunderten der Geschichte, Kriege und Erneuerung.
Heute können Besucher das hoch aufragende Mittelschiff erkunden, seltene mittelalterliche Kunstwerke wie die bronzenen Löwenkopf-Türgriffe aus dem 14. Jahrhundert bewundern und den 132 Meter hohen Turm besteigen, um einen unvergleichlichen Panoramablick über die Stadt zu genießen. Die Kirche bleibt ein Zentrum für Musik, Ausstellungen und Gemeinschaftsveranstaltungen und ist damit ein Muss für alle, die sich für die Kultur und Geschichte Hamburgs interessieren.
Für die aktuellsten Informationen konsultieren Sie bitte die offizielle Website der St. Petrikirche und die Tourismusinformationen Hamburgs.
Fotogalerie
Entdecke Hauptkirche St. Petri in Bildern
Black and white historic photograph of Hamburg's Jungfernstieg promenade featuring the Alsterpavillon and the Alster lake, taken in 1898.
Postcard showing Hamburg cityscape in the early 20th century featuring Lombardsbrücke bridge and the Binnenalster lake.
Lithograph by Otto Speckter depicting St. Petri Church burning on May 7, 1842, in Hamburg, seen from the Fish Market. Cultural monument of Hamburg, no. 29293.
Photograph of the exterior of St. Peter's Church, known as Petrikirche, located in the historic center of Hamburg, showcasing the architectural features of this historic church building.
View of Mönckebergstraße street featuring St. Petri Church in Hamburg, showing urban architecture and city life.
Historic black and white photograph of St. Petri Church in Hamburg, Germany, dating back to the 1890s, showcasing architectural details and urban surroundings of the period.
Colorized lithograph depicting the St. Petri Church in Hamburg before the devastating fire of 1842. An important architectural monument listed as cultural monument number 29293 in Hamburg.
Historical architectural floor plan of Hauptkirche St. Petri in Hamburg, published in 1868 by Architectonischer Verein, showing detailed layout for architectural and engineering reference.
Historical photograph of Lombard's Bridge in Hamburg, Germany, circa 1895, showcasing the architecture and urban scenery of the time.
Detailed drawing of St. Petri church and Bergstraße before the fire, created by Christoffer Suhr and lithographed by Peter Suhr
An 1837 lithograph depicting the street behind St. Petri church in Hamburg along with the cathedral curiae buildings, created by artist Christoffer Suhr and lithographed by Peter Suhr. A detailed historical illustration showcasing Hamburg architecture of the period.
Ruins of the historic St. Petri Church in Hamburg following a destructive fire, showing damaged architecture and burnt structures.
Historischer Überblick
Frühe Ursprünge und mittelalterliche Fundamente
Die St. Petrikirche steht nahe der ursprünglichen Hammaburg-Siedlung, dem Geburtsort Hamburgs. Hinweise auf einen christlichen Gottesdienstort reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Die erste dokumentierte Erwähnung der Kirche im Jahr 1195 als „Marktkirche“ (ecclesia forensis) unterstreicht ihre zentrale Rolle im Leben des mittelalterlichen Hamburgs (twainsgeography.com).
Gotische Transformation und künstlerisches Erbe
Zwischen 1310 und 1418 wurde die St. Petrikirche im gotischen Stil mit Spitzbögen, Kreuzrippengewölben und einem imposanten Mittelschiff umgebaut. Zu den berühmtesten Kunstwerken der Kirche gehören die bronzenen Löwenkopf-Türgriffe von 1342 – die ältesten erhaltenen Kunstwerke Hamburgs – und eine Wandmalerei von St. Ansgar aus dem Jahr 1460 (twainsgeography.com). Anfang des 16. Jahrhunderts wurde ein zweiter, noch höherer Turm hinzugefügt, der die Bedeutung der Kirche festigte.
Zerstörung, Krieg und Wiederaufbau
Die Kirche erlebte zahlreiche Herausforderungen: Der zweite Turm wurde Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen, und das Gebäude diente während der napoleonischen Besatzung als Pferdestall. Der Große Brand von 1842 zerstörte die St. Petrikirche weitgehend, aber wertvolle Artefakte wie die Löwenkopf-Griffe wurden gerettet (twainsgeography.com). Die Kirche wurde von den Architekten Alexis de Chateauneuf und Hermann Felsenfest im ursprünglichen gotischen Stil wiederaufgebaut und 1849 wiedereröffnet. Der heutige 132 Meter hohe Turm, der 1878 fertiggestellt wurde, ist ein prägendes Merkmal der Hamburger Skyline (hamburg.com).
Während des Zweiten Weltkriegs überstand die Kirche die Bombenangriffe von 1943 mit relativ geringen Schäden, ein Beweis ihrer Widerstandsfähigkeit (hamburg.com).
Moderne Ära und Rolle in der Gemeinschaft
Heute ist die St. Petrikirche eine der fünf Hauptkirchen Hamburgs. Sie ist ein Zentrum für Gottesdienst, Musik, Kunstausstellungen und gemeinnützige Arbeit und spiegelt die kosmopolitische Identität der Stadt wider (hamburg.com).
Architektonische und künstlerische Höhepunkte
Äußeres und Struktur
Die St. Petrikirche ist ein klassisches Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Ihre rote Backsteinfassade, Spitzbögen, Strebepfeiler und das kunstvolle Westportal heben sich von der Hamburger Stadtsilhouette ab (SpottingHistory). Über dem Portal befindet sich eine Statue des Erzengels Michael, während der Haupteingang die ikonischen bronzenen Löwenkopf-Türgriffe von 1342 aufweist (Buddy the Traveling Monkey).
Der 132 Meter hohe Turm mit seiner Kupferhaube ist einer der höchsten in Hamburg. Die Aussichtsplattform ist über 544 Stufen erreichbar und die höchste öffentlich zugängliche Kirchturmspitze der Stadt.
Innenaufbau und Kunstwerke
Im Inneren werden die Besucher von einem geräumigen Mittelschiff, Kreuzrippengewölben mit über 500 vergoldeten Sternen und hohen Buntglasfenstern begrüßt, die die Kirche mit Licht fluten (Buddy the Traveling Monkey). Der Chorbereich zeigt eine Skulptur von Bernt Notke des Erzbischofs Ansgar und der Marienkirche. Bemerkenswerte Kunstwerke sind:
- Bronzene Löwenkopf-Türgriffe (1342)
- Gotische Wandmalerei von Ansgar von Bremen (1460)
- Statue von Ansgar (spätes 15. Jahrhundert)
- Gemälde von Gottfried Libalt aus dem 17. Jahrhundert: „Jakobs Traum“ und „Christi Geburt“
- Moderne Bronzeskulptur von Dietrich Bonhoeffer
- Neugotische Darstellungen der vier Evangelisten
Die Kirche weist auch ein erhaltenes Portal auf, das im Museum für Hamburgische Geschichte ausgestellt ist, sowie ein ergreifendes Gemälde „Weihnachten 1813 in St. Petri“, das Bürger ehrt, die während der napoleonischen Besatzung darin eingesperrt waren (SpottingHistory).
Besuchsinformationen
Öffnungszeiten
- Montag – Samstag: 9:00 – 18:00 Uhr
- Sonntag & Feiertage: 12:00 – 18:00 Uhr
Besuchen Sie die offizielle Website der St. Petrikirche für mögliche Änderungen während Feiertagen oder Sonderveranstaltungen.
Tickets und Eintritt
- Haupteingang zur Kirche: Kostenlos
- Turmzugang: 4–5 € für Erwachsene; Ermäßigungen für Studenten, Senioren und Gruppen
- Führungen: Zusätzliche Gebühr; online oder vor Ort buchbar
Barrierefreiheit
- Haupteingang und Mittelschiff: Rollstuhlgerecht
- Turm: Nur über Treppen zugänglich; nicht für Besucher mit eingeschränkter Mobilität geeignet
Führungen und Veranstaltungen
- Führungen: Erhältlich in Deutsch und Englisch. Gruppen- und Einzelführungen können über die offizielle Website gebucht werden.
- Konzerte & Ausstellungen: Die Kirche veranstaltet regelmäßig Orgelkonzerte, Chorgesang, Kunstausstellungen und Gemeinschaftsveranstaltungen (Kirchenmusik Hamburg).
Turmerlebnis (Petriturm)
Erklimmen Sie 544 Stufen zur 123 Meter hohen Aussichtsplattform für einen atemberaubenden Blick auf Hamburgs Stadtzentrum, die Alster und den Hafen. Der Aufstieg ist anstrengend, aber lohnend, besonders an klaren Tagen.
Attraktionen in der Nähe
- Hamburger Rathaus
- Speicherstadt
- Ruinen der Nikolaikirche und Gedenkstätte
- Alsterseen
- Einkaufsstraße Mönckebergstraße
Alle sind zu Fuß erreichbar, was die St. Petrikirche zu einem perfekten Ausgangspunkt für die Erkundung des historischen Kerns Hamburgs macht.
Praktische Reisetipps
- Beste Besuchszeit: Wochentags vormittags für weniger Andrang
- Fotografie: Erlaubt (kein Blitz während Gottesdiensten oder Veranstaltungen)
- Kleiderordnung: Bescheidene Kleidung wird empfohlen
- Spenden: Werden zur Unterstützung der Kirchenpflege geschätzt
- Sprache: Informationen und Führungen sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar
- Kontakt: Telefon +49 40 325740-0 oder [email protected]
- Standort: Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg. Nächstgelegene U-Bahn: Rathaus (Linie U3)
Für weitere Reisetipps und Updates laden Sie die Audiala-App herunter und folgen Sie den offiziellen Kanälen der Kirche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Gibt es Eintrittspreise für den Besuch der St. Petrikirche Hamburg? A: Der Eintritt ist frei; der Turmaufstieg erfordert ein Ticket.
F: Was sind die Öffnungszeiten? A: Montag-Samstag 9:00–18:00 Uhr; Sonntag/Feiertage 12:00–18:00 Uhr.
F: Ist die St. Petrikirche rollstuhlgerecht? A: Ja, außer der Turm.
F: Sind Führungen auf Englisch verfügbar? A: Ja, buchbar über die offizielle Website.
F: Darf ich drinnen fotografieren? A: Ja, aber vermeiden Sie Blitzlicht und nehmen Sie Rücksicht auf laufende Gottesdienste.
F: Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin? A: U-Bahn Rathaus (Linie U3), mehrere Buslinien oder zu Fuß von wichtigen Stadträumen aus.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Audiala App
Verfügbar für iOS und Android
Werde Teil von 50.000+ Kuratoren
Quellen
-
verified
St
Peter’s Church Hamburg: A Historic Landmark and Visitor’s Guide, 2025, Twain’s Geography
- verified
-
verified
St
Peter’s Church Hamburg: Visiting Hours, Tickets & Historical Significance, 2025, Hamburg Tourism
-
verified
SpottingHistory: St
Peter’s Church Hamburg, 2024
- verified
-
verified
Official St
Petri Website, 2025
- verified
Zuletzt überprüft: