Fazle-Omar-Moschee

Einleitung

Die Fazle Omar Moschee in Hamburg ist ein Eckpfeiler des islamischen Erbes Deutschlands und ein lebendiges Symbol für interreligiösen Frieden. Gelegen im multikulturellen Stadtteil Eimsbüttel, dient diese Moschee nicht nur als Gebetsstätte für die Ahmadiyya Muslim Jamaat, sondern auch als Leuchtfeuer des Friedens, der kulturellen Integration und der architektonischen Besonderheit. Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Einblick in ihre Geschichte, Architektur, Besuchszeiten, Zugänglichkeit und Besucheretikette – und ist somit eine unverzichtbare Ressource für jeden, der Hamburgs historische Stätten erkundet.

Historische Bedeutung und Gründung

Die Fazle Omar Moschee (deutsch: Fazle-Omar-Moschee) in der Wieckstraße 24, 22527 Hamburg, wurde am 22. Juli 1957 eingeweiht und ist damit die zweite zweckgebundene Moschee Deutschlands nach der Wilmersdorfer Moschee in Berlin. Von der Ahmadiyya Muslim Jamaat gegründet, war die Moschee als Zentrum für Glauben, Frieden und interkulturellen Dialog in einer Zeit bedeutender Migration und gesellschaftlicher Umbrüche im Deutschland der Nachkriegszeit konzipiert. Ihr Grundstein wurde am 22. Februar 1957 gelegt, bei einer Veranstaltung, an der prominente Persönlichkeiten teilnahmen, darunter Sir Muhammad Zafrullah Khan, damals Präsident des Internationalen Gerichtshofs (de.wikipedia.org, RouteYou).

Benannt nach Mirza Basheer-ud-Din Mahmood Ahmad, dem zweiten Kalifen der Ahmadiyya Muslim Jamaat, spiegelt die Moschee die Vision der Förderung religiöser Koexistenz und des Verständnisses wider. Ihre Errichtung wurde sowohl von der lokalen muslimischen Gemeinde als auch durch bedeutende Spenden aus dem Hamburger Finanzsektor unterstützt, was ihre Bedeutung als Symbol der Integration und des gegenseitigen Respekts unterstreicht (Ahmadiyya Muslim Jamaat Hamburg).


Architektonische Merkmale und kulturelles Erbe

Äußeres Erscheinungsbild

Die Architektur der Moschee ist eine harmonische Verbindung von islamischem Design und europäischem Stil der Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus hellen Ziegeln erbaut, verfügt das Gebäude über eine schlichte zentrale Kuppel – oft weiß oder hellblau bemalt – und ein schlankes Minarett, das mit einem Halbmond verziert ist. Der Eingang wird von einem Portikus mit arabischer Kalligrafie und geometrischen Fliesenarbeiten eingenommen, eingebettet in eine Landschaftsgestaltung, die einen ruhigen Übergang vom städtischen Gefüge in heiligen Raum bietet (tripxl.com).

Innenbereiche

Im Inneren ist die weitläufige Gebetshalle nach Mekka ausgerichtet und mit flauschigen Teppichen mit kunstvollen geometrischen Mustern ausgelegt. Hauptmerkmale sind:

  • Mihrab: Eine verzierte Nische, die die Qibla anzeigt.
  • Minbar: Eine fein geschnitzte Holzkanzel.
  • Natürliche und künstlerische Beleuchtung: Hohe, bogenförmige Buntglasfenster und elegante Kronleuchter.
  • Dekorative Kunst: Kalligrafien von Koranversen, die Namen Allahs und des Propheten Muhammad, sowie Blattgoldverzierungen.
  • Gemeinschaftsräume: Separate Gebetsbereiche für Männer und Frauen, moderne Waschanlagen und Mehrzweckräume für Bildungs- und interreligiöse Aktivitäten.

Erhaltung

Die Moschee wurde sorgfältig renoviert, um ihre historische und architektonische Integrität zu bewahren und gleichzeitig moderne Annehmlichkeiten wie energieeffiziente Beleuchtung und verbesserte Barrierefreiheit einzuführen.


Stellenwert im Gemeinschaftsleben und interreligiösen Dialog

Die Fazle Omar Moschee ist bekannt für ihr Engagement im interreligiösen Dialog und in der Öffentlichkeitsarbeit. Als Regionalzentrale der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Norddeutschland veranstaltet sie regelmäßig:

  • Tage der offenen Moschee: Begrüßung der Öffentlichkeit, um mehr über den Islam und die Geschichte der Moschee zu erfahren.
  • Geführte Touren und Vorträge: Für Schulen, Regierungsstellen und zivile Organisationen.
  • Podiumsdiskussionen und Workshops: Förderung des sozialen Zusammenhalts und gegenseitigen Respekts zwischen verschiedenen religiösen und kulturellen Gruppen (moschee-hamburg.de).

Das Motto der Moschee, „Liebe für alle, Hass für niemanden“, leitet ihre Öffentlichkeitsarbeit und betont friedliche Koexistenz und Bildung. Spezielle Programme richten sich auch an Jugendliche, Frauen und die staatsbürgerliche Verantwortung, und die Moschee ist Partner bei lokalen und nationalen interkulturellen Initiativen.


Besucherinformationen: Öffnungszeiten, Eintritt, Barrierefreiheit

Besuchszeiten

  • Montag bis Sonntag: 9:00 – 18:00 Uhr
  • Geschlossen: An wichtigen islamischen Feiertagen (prüfen Sie die offizielle Website auf Updates)

Eintritt und Führungen

  • Eintritt: Kostenfrei
  • Führungen: Auf Anfrage für Einzelpersonen und Gruppen verfügbar, Voranmeldung empfohlen. Führungen werden oft in mehreren Sprachen angeboten und bieten Einblicke in die Geschichte, den Glauben und die gesellschaftliche Rolle der Moschee.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: Rampen, breite Türen und barrierefreie Toiletten vorhanden.
  • Beschilderung: Zweisprachig auf Deutsch und Arabisch.

Besucheretikette

  • Angemessene Kleidung: Männer sollten lange Hosen tragen und ärmellose Hemden vermeiden; Frauen sollten Arme und Beine bedecken und werden gebeten, ein Kopftuch zu tragen (bei Bedarf wird eines zur Verfügung gestellt).
  • Schuhe: Vor Betreten der Gebetsbereiche ausziehen.
  • Fotografie: In ausgewiesenen Bereichen gestattet; immer um Erlaubnis bitten, bevor Personen fotografiert werden.
  • Ruhe: Ein ruhiges und respektvolles Auftreten wahren, insbesondere während der Gebete.
  • Geschlechtertrennung: Achten Sie auf ausgewiesene Bereiche für Männer und Frauen.

Was erwartet Sie während eines Besuchs

Besucher können eine herzliche Begrüßung und ein umfassendes Bildungserlebnis erwarten. Eine typische Führung beinhaltet:

  • Einführung in islamische Glaubensvorstellungen und Praktiken
  • Geschichte und Bedeutung der Moschee
  • Architektonische Höhepunkte
  • Frage-und-Antwort-Runde für offenen Dialog

Bei besonderen Anlässen wie Ramadan und Eid werden möglicherweise gemeinschaftliche Mahlzeiten und kulturelle Ausstellungen angeboten, die ein größeres Verständnis und eine engere Verbindung zwischen Besuchern aller Hintergründe fördern.


Sehenswürdigkeiten in der Nähe und Reisetipps

Die Lage der Moschee in Eimsbüttel ist ideal, um zusätzliche kulturelle und historische Stätten zu erkunden:

  • Hauptkirche St. Michaelis
  • Speicherstadt
  • Park Planten un Blomen
  • Hamburger Rathaus

Halal-Essensmöglichkeiten gibt es in der Nähe zahlreich, darunter Restaurant Teheran, Halal Lounge und Baluchistan (HalalTrip). Die Moschee ist über die U-Bahn (Lutterothstraße, Linie U2) und die Buslinien 4 und 15 erreichbar; Parkmöglichkeiten gibt es in den angrenzenden Straßen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Besuchszeiten der Fazle Omar Moschee? A: Täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr; geschlossen an wichtigen islamischen Feiertagen.

F: Gibt es Eintrittspreise? A: Nein, der Eintritt und die Führungen sind kostenfrei.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, nach vorheriger Vereinbarung, insbesondere für Gruppen oder Bildungsbesuche.

F: Ist die Moschee rollstuhlgerecht? A: Ja, mit Rampen und zugänglichen Einrichtungen.

F: Was sollten Besucher tragen? A: Angemessene Kleidung ist erforderlich; Frauen sollten ihr Haar in der Moschee bedecken.

F: Können Nicht-Muslime die Moschee besuchen? A: Ja, Besucher aller Hintergründe sind willkommen.

F: Darf ich in der Moschee fotografieren? A: Ja, in ausgewiesenen Bereichen und mit Erlaubnis des Moscheepersonals.


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