Ernst-Barlach-Haus

Einleitung

Das Ernst Barlach Haus, gelegen im ruhigen Jenischpark an der Elbe, ist ein einzigartiges kulturelles und architektonisches Wahrzeichen in Hamburg. Das Museum widmet sich dem expressionistischen Künstler Ernst Barlach (1870–1938) und beherbergt eine der umfassendsten Sammlungen seiner Werke, darunter Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Archivmaterialien. Das 1962 auf Initiative von Hermann F. Reemtsma gegründete Museum bewahrt nicht nur Barlachs Erbe, sondern symbolisiert auch künstlerische Widerstandsfähigkeit nach der Unterdrückung seiner Kunst während der NS-Zeit. Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über die Geschichte, Architektur, Sammlung, praktische Besucherinformationen und Tipps, um Ihren Besuch optimal zu gestalten (barlach-haus.de; hamburg-travel.com; Wikipedia).


Ursprünge und architektonische Einbettung des Museums.

Das Ernst Barlach Haus entstand aus der Vision des Industriellen Hermann F. Reemtsma, der in den 1930er Jahren begann, Barlachs Werke zu sammeln. Tief berührt von Barlachs Engagement für Pazifismus und freie Meinungsäußerung – insbesondere während des NS-Regimes, das Barlachs Kunst als „entartet“ brandmarkte und viele seiner Werke beschlagnahmte –, strebte Reemtsma danach, diesen Meisterwerken ein dauerhaftes Zuhause zu schaffen (barlach-haus.de; Wikipedia).

Das vom Architekten Werner Kallmorgen entworfene Museum verbindet modernes Design mit der natürlichen Landschaft des Jenischparks. Die lichtdurchfluteten Galerien des Gebäudes, die um einen zentralen Innenhof gruppiert sind, schaffen eine intime Atmosphäre, um Barlachs emotional aufwühlende Werke zu erleben. Eine bedeutende Erweiterung in den Jahren 1995–96 brachte zusätzliche Ausstellungsflächen und einen gläsern überdachten Innenhof, der als Skulpturengarten fungiert und Kunst, Architektur und Natur nahtlos miteinander verbindet (barlach-haus.de).


Ernst Barlach: Leben, Kunst und historischer Kontext.

Barlach wurde 1870 in Wedel, Holstein, geboren und absolvierte seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Hamburg und der Kunstakademie Dresden. Sein Werk umfasst Skulptur, Zeichnung, Grafik und Literatur und konzentriert sich oft auf existenzielle menschliche Themen und starke Antikriegsbotschaften. Obwohl er anfangs den Ersten Weltkrieg befürwortete, änderte seine Erfahrung als Soldat seine Haltung, was zu pazifistischen Monumenten wie dem „Schwebenden“ führte, die das Gedenken über Heroismus stellen (culturical.com; barlach-haus.de).

Während der NS-Zeit wurde Barlachs Kunst verunglimpft und Hunderte seiner Werke beschlagnahmt. Dennoch schuf er weiterhin und setzte sich für künstlerische Freiheit ein, bis zu seinem Tod im Jahr 1938 (barlach-haus.de).


Die Sammlung.

Das Ernst Barlach Haus verfügt über eine Sammlung von über 140 Skulpturen aus Holz, Bronze, Keramik, Terrakotta und Gips; mehr als 400 Zeichnungen; fast alle Druckgrafiken Barlachs; sowie Autografen, Mappenwerke und Archivmaterialien (Wikipedia). Das Museum beherbergt fast ein Drittel von Barlachs Holzskulpturen und bietet somit einzigartige Einblicke in seine künstlerische Entwicklung und humanistischen Themen (hamburg-travel.com).

Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum wechselnde Sonderausstellungen zu Klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst sowie Vorträge, Lesungen und die gefeierte Konzertreihe „Klang & FORM“ (barlach-haus.de).

Eine Präsenzbibliothek und ein Archiv stehen Forschern nach Vereinbarung zur Verfügung, was das Museum zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Barlach-Forschung macht.


Besucherinformationen.

Öffnungszeiten.

  • Dienstag bis Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
  • Montags geschlossen (außer an gesetzlichen Feiertagen)
  • Geschlossen: Heiligabend (24. Dezember) und Silvester (31. Dezember)
  • An Sonntagen mit „Klang & FORM“-Konzerten schließt das Museum um 16:30 Uhr; Konzertbesucher werden ab 17:30 Uhr eingelassen.

Eintrittspreise.

  • Erwachsene: 9 €
  • Ermäßigt: 6 € (Studenten, Senioren, Auszubildende, Arbeitslose, Freiwilligendienstleistende oder Wehrdienstleistende, Menschen mit Behinderung, Inhaber von Kulturkarten; gültiger Ausweis erforderlich)
  • Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren): Kostenlos
  • Gruppen (ab 10 Personen): 7 € pro Person
  • Schulklassen und Studierende: Kostenlos
  • Familienticket: 15 € (zwei Erwachsene und Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren)
  • Jahreskarte: 25 € (inklusive Ausstellungseröffnungen und Informationsmaterial)
  • Konzerte („Klang & FORM“): 17 € regulär / 7 € ermäßigt / 30 € Familie
  • Kombi-Ticket: Reguläre Eintrittskarten gewähren ermäßigten Eintritt in das Jenisch Haus und das Bargheer Museum im Jenischpark.

Führungen.

  • Öffentliche Führung (Deutsch): Sonntags um 12:00 Uhr; kostenlos im Eintritt enthalten, keine Anmeldung erforderlich (max. 25 Personen).
  • Private Führung (Deutsch): 80 € zzgl. Gruppen-Eintritt.
  • Private Führung (Englisch/Spanisch): 90 € zzgl. Gruppen-Eintritt.
  • Buchung: Erforderlich für Gruppen; Telefon +49–40–82 60 85 oder E-Mail an [email protected].

Barrierefreiheit.

  • Das Museum ist aufgrund seiner Architektur nicht vollständig barrierefrei.
  • Rollstuhlverleih auf Anfrage; Besucher mit eingeschränkter Mobilität werden gebeten, sich im Voraus zur Unterstützung zu melden.

Annehmlichkeiten & Besucherrichtlinien.

  • Toiletten und begrenzte Garderobenplätze.
  • Museumsshop mit Büchern und Souvenirs.
  • Kein eigenes Café, aber Picknickbereiche im Park und nahegelegene Cafés vorhanden.
  • Große Taschen/Koffer sind nicht erlaubt; Abstellmöglichkeiten sind begrenzt.
  • Tiere sind nicht gestattet (außer Assistenzhunde).
  • Fotografierichtlinien variieren je nach Ausstellung; bitte informieren Sie sich beim Personal.

Lage und Anreise.

  • Adresse: Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg, Deutschland.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn-Station Klein Flottbek (S1/S11), dann kurzer Spaziergang durch den Jenischpark.
  • Parkplätze: Begrenzte Parkmöglichkeiten in der Nähe der Parkeingänge; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.

Gestaltung Ihres Besuchs.

  • Tragen Sie bequeme Schuhe für Spaziergänge auf den landschaftlich reizvollen Wegen des Jenischparks.
  • Erwägen Sie einen Besuch an Wochentagen oder am Vormittag für ein ruhigeres Erlebnis.
  • Kombinieren Sie Ihren Besuch mit nahegelegenen Attraktionen: Jenisch Haus, Bargheer Museum, das Viertel Blankenese und die Elbpromenade.
  • Die meisten Ausstellungstexte sind auf Deutsch; englische Übersetzungen sind begrenzt, aber das Personal kann helfen.
  • Abonnieren Sie den Newsletter des Museums und folgen Sie ihm in den sozialen Medien für Ausstellungsupdates.

Häufig gestellte Fragen (FAQ).

F: Sind Kinder erlaubt und ist der Eintritt für sie frei? A: Ja, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

F: Ist das Museum rollstuhlgerecht? A: Das Museum ist nicht vollständig barrierefrei, aber es können Vorkehrungen getroffen werden. Kontaktieren Sie uns im Voraus, um Unterstützung zu erhalten.

F: Darf ich drinnen fotografieren? A: Die Fotoregelungen variieren; fragen Sie das Personal, bevor Sie Fotos machen.

F: Wie buche ich eine private Führung? A: Senden Sie eine E-Mail an [email protected] oder rufen Sie +49–40–82 60 85 an, um eine Buchung auf Deutsch, Englisch oder Spanisch vorzunehmen.

F: Gibt es Kombi-Tickets? A: Ja, die regulären Tagestickets gewähren ermäßigten Eintritt in das Jenisch Haus und das Bargheer Museum am selben Tag.


Kulturelle und historische Bedeutung.

Das Ernst Barlach Haus ist nicht nur eine Ausstellungsstätte für Barlachs Kunst, sondern auch ein lebendiges Denkmal für künstlerische Freiheit und kulturelle Widerstandsfähigkeit. Seine Lage im Jenischpark, die moderne Architektur und das dynamische Programm machen es zu einem Eckpfeiler des kulturellen Lebens Hamburgs und zu einem Zeugnis für die anhaltende Wirkung des deutschen Expressionismus (barlach-haus.de; hamburg-travel.com).


Planen Sie Ihren Besuch und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Bleiben Sie mit den neuesten Ausstellungen, Veranstaltungen und Besucherinformationen auf dem Laufenden, indem Sie dem Ernst Barlach Haus in den sozialen Medien folgen, den Newsletter abonnieren und die offizielle Website besuchen. Erwägen Sie für ein persönliches Erlebnis die Nutzung digitaler Führer wie der Audiala-App.


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