Stolperstein Für Alfred Wilhelm R. Algner

Einleitung

Der Besuch des Stolpersteins für Alfred Wilhelm R. Algner in Freiburg im Breisgau bietet eine tiefgreifende Begegnung mit sowohl lokaler als auch europäischer Geschichte. Diese kleinen Messingplaketten, bekannt als Stolpersteine, werden in Gehwege eingelassen, um den letzten frei gewählten Wohnort von Opfern des Holocaust und der NS-Verfolgung zu kennzeichnen. Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiierte Stolperstein-Projekt hat sich zum größten dezentralen Mahnmal der Welt entwickelt, mit über 100.000 installierten Steinen in mehr als 31 europäischen Ländern (Wikipedia; Stolpersteine.eu).

Freiburg schloss sich dieser Bewegung im Jahr 2002 an und beherbergt heute fast 500 Stolpersteine in seinen Stadtteilen, darunter im Lehener Viertel, wo sich der Stein für Alfred Wilhelm R. Algner – einen Zeugen Jehovas, der wegen seines Glaubens verfolgt wurde – befindet (Stolpersteine in Freiburg; Mapcarta). Dieser Artikel bietet einen detaillierten, praktischen und informativen Leitfaden für den historischen Kontext, die kulturelle Bedeutung und Besucherinforationen sowohl für den Stolperstein als auch für das Mahnmal für Alfred Wilhelm Reinhold Algner in Freiburg.


Geschichte und Ausdehnung des Stolperstein-Projekts

Das Stolperstein-Projekt begann 1992, als Gunter Demnig die ersten Steine in Köln installierte, als Denkmal für Opfer der NS-Verfolgung. Jeder Stolperstein ist ein 10x10 cm großer Betonwürfel mit einer handgravierten Messingplatte, auf der der Name, das Geburtsdatum, das Schicksal und (falls bekannt) der Sterbeort und das Sterbedatum des Opfers eingraviert sind (Prague Views). Das Leitprinzip des Projekts ist inspiriert von dem Talmud-Zitat: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“

Seit seinen Anfängen ist das Projekt organisch durch lokale Forschung, Spenden und Beteiligung gewachsen. Heute sind über 100.000 Stolpersteine in 31 europäischen Ländern installiert, wobei die Arbeit lokaler Initiativen sicherstellt, dass die Geschichten hinter jedem Stein sorgfältig recherchiert und gewürdigt werden (Down From Orbit; Wikipedia).


Stolpersteine in Freiburg: Verbreitung und Bedeutung

Freiburg hat das Stolperstein-Projekt seit 2002 angenommen. Bis 2025 gibt es 483 Steine in Stadtteilen wie Altstadt, Brühl, Ebnet, Lehen und Mooswald (Wikipedia: Liste der Stolpersteine in den Freiburger Außenbezirken). Der Stolperstein von Alfred Wilhelm R. Algner in Lehen ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie diese Gedenkstätten die Geschichte personalisieren, indem sie Individuen hervorheben, die sich der Tyrannei widersetzten und für ihre Überzeugungen litten.

Die Symbolik der Stolpersteine liegt sowohl in ihrer physischen Platzierung – die Passanten buchstäblich über den Namen stolpern lässt – als auch in ihrer Integration in das tägliche Leben, die Anwohner und Besucher gleichermaßen daran erinnert, dass diese Tragödien an vertrauten Orten stattfanden (Wikipedia; Prague Views).


Gemeinschaftliches Engagement und Pflege

Das Stolperstein-Projekt in Freiburg wird durch aktive Beteiligung der Gemeinschaft aufrechterhalten. Die Forschung wird oft von lokalen Historikern, Studenten und Verwandten der Opfer durchgeführt. Organisationen wie das Haus des Engagements und Treffpunkt Freiburg e.V. unterstützen Gedenkprojekte, während die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine jährliche Reinigungsaktionen koordiniert, um die Lesbarkeit der Messingplatten zu gewährleisten.

Diese Bemühungen werden von der Stadtverwaltung unterstützt, die Ressourcen und Genehmigungen bereitstellt und mit NGOs zusammenarbeitet, um die Pflege der Steine und die Installation neuer Steine zu gewährleisten (Freiburg Engagement Overview). Auch Schulen spielen eine wichtige Rolle, indem sie die Stolpersteine in ihre Lehrpläne integrieren und den Dialog zwischen den Generationen sowie die Bildung fördern.


Besucherinformationen: Barrierefreiheit, Führungen und Reisetipps

Barrierefreiheit und Besuchszeiten

Stolpersteine sind öffentliche, im Freien liegende Gedenkstätten, die in Gehwege eingelassen und jederzeit kostenlos zugänglich sind. Ihre Platzierung auf Gehwegen gewährleistet im Allgemeinen die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer, obwohl einige ältere Bereiche unebene Pflasterungen aufweisen können. Besucher sollten beim Innehalten, um Inschriften zu lesen, auf den Straßenverkehr achten.

Führungen und Selbstgeführte Touren

Das Touristeninformationsbüro bietet geplante geführte Touren an, die sich auf Stolpersteine und verwandte historische Stätten konzentrieren. Diese Touren beinhalten persönliche Geschichten und historischen Kontext. Karten und Broschüren für selbstgeführte Touren sind sowohl online als auch in Touristenzentren erhältlich. Mobile Apps wie Audiala bieten Audioführer und Augmented-Reality-Erlebnisse im Zusammenhang mit Stolpersteinen.

Reisetipps

  • Tragen Sie bequeme Schuhe, um zwischen den Orten zu gehen.
  • Respektieren Sie die Gedenkstätten, indem Sie innehalten, um zu lesen und nachzudenken, und indem Sie nicht direkt auf die Messingplatten treten.
  • Erwägen Sie, Ihren Besuch mit anderen historischen Sehenswürdigkeiten Freiburgs zu verbinden, darunter das Freiburger Münster und lokale Museen.

Pflege und lokale Initiativen

Freiwillige der Gemeinschaft und Organisationen pflegen die Stolpersteine regelmäßig, insbesondere vor dem Holocaust-Gedenktag und anderen bedeutenden Jahrestagen. Besucher können an diesen Aktivitäten teilnehmen oder die lokale Gedenkarbeit über Mitmachbörse Freiburg unterstützen.


Das Mahnmal für Alfred Wilhelm R. Algner: Geschichte, Besuchsdetails und Bildungswert

Historischer Hintergrund

Das Mahnmal für Alfred Wilhelm Reinhold Algner wurde 2022 im Lehener Viertel in der Nähe des Elternhauses von Algner in der Breisgauer Straße 29 (früher Dorfstraße 14) errichtet. Algner, geboren 1908, war ein Zeuge Jehovas, der sich nationalsozialistischen Mandaten widersetzte, einschließlich der Hitler-Grüßung und des Militärdienstes. Sein beharrlicher Widerstand führte zu seiner Verhaftung und Deportation in das Konzentrationslager Mauthausen, wo er schließlich starb (Geschichte der Zeugen Jehovas).

Kulturelle und Bildungswert

Das Mahnmal ehrt nicht nur Algners persönliche Geschichte, sondern beleuchtet auch die breitere Verfolgung von Zeugen Jehovas und anderen religiösen Minderheiten unter dem NS-Regime. Es dient als Ort der Reflexion über Menschenrechte, Religionsfreiheit und den Mut, Unterdrückung zu widerstehen.

Besuchsdetails

  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 9:00 bis 18:00 Uhr (Mapcarta)
  • Eintritt: Frei
  • Geführte Touren: An Wochenenden und nach Vereinbarung für Gruppen verfügbar; für Schulen werden Bildungsworkshops angeboten.
  • Barrierefreiheit: Rollstuhlgerecht, mit Rampen und taktilen Informationen für sehbehinderte Besucher.

Anfahrt

  • Adresse: Dorfstraße 14, Stadtteil Lehen, Freiburg im Breisgau
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien 1 und 3 halten in Lehen; Straßenbahnlinien 2 und 4 halten am „Lehen Bahnhof“.
  • Parkplätze: Begrenzte Parkmöglichkeiten sind in der Nähe vorhanden.

Nahegelegene Sehenswürdigkeiten

  • Freiburger Münster: Gotisches Münster, 2 km vom Mahnmal entfernt.
  • Augustinermuseum: Lokale Kunst- und Geschichtsausstellungen.
  • Schlossberg: Bietet einen Panoramablick über die Stadt und Wanderwege.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Benötige ich ein Ticket, um die Stolpersteine oder das Algner-Mahnmal zu besuchen? A: Nein, beides sind öffentliche Gedenkstätten und jederzeit kostenlos zugänglich.

F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, geführte Touren sind sowohl für die Stolpersteine als auch für das Algner-Mahnmal verfügbar. Buchungen können über das Touristeninformationsbüro oder direkt beim Mahnmal vorgenommen werden.

F: Sind die Orte für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, sowohl die Stolpersteine als auch das Algner-Mahnmal sind im Allgemeinen zugänglich, obwohl einige Gehwege in Altstadtvierteln uneben sein können.

F: Kann ich an gemeinschaftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit diesen Gedenkstätten teilnehmen? A: Ja, Organisationen wie die Mitmachbörse Freiburg listen ehrenamtliche Möglichkeiten und bevorstehende Veranstaltungen auf.

F: Wo finde ich weitere Informationen oder Ressourcen? A: Für detaillierte Informationen und aktuelle Meldungen konsultieren Sie bitte Stolpersteine in Freiburg, die Stolperstein-Datenbank und Historische Stätten Freiburgs.


Verwandte Ressourcen und weiterführende Lektüre


Mehr Entdecken

Der Stolperstein für Alfred Wilhelm R. Algner und das nahegelegene Mahnmal bieten ein tief persönlich und lehrreich gestaltetes Fenster in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung, des religiösen Widerstands und des fortwährenden Kampfes für Menschenrechte. Durch die Integration von Erinnerungskultur in öffentliche Räume sorgt Freiburg dafür, dass die Erinnerung an Individuen wie Algner fortbesteht und Besucher dazu eingeladen werden, ihre Bedeutung zu reflektieren.

Wir ermutigen Sie, Ihren Besuch mit den bereitgestellten Ressourcen zu planen, an lokalen Gedenkaktivitäten teilzunehmen und Ihre Erfahrungen zu teilen, um diese wichtigen Lektionen für zukünftige Generationen zu bewahren. Laden Sie die Audiala-App für interaktive Touren herunter, folgen Sie lokalen Organisationen in den sozialen Medien und bleiben Sie über neue Installationen und Gedenkveranstaltungen auf dem Laufenden.

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