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Einleitung
Die Siedlung Römerstadt liegt im malerischen Niddatal in Frankfurt am Main und ist ein wegweisendes Beispiel für moderne Stadtplanung und sozialen Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts. Konzipiert als Teil der transformativen Initiative "Neues Frankfurt" unter der Leitung von Ernst May, wurde die Römerstadt zwischen 1927 und 1929 entwickelt, um den Wohnraummangel nach dem Ersten Weltkrieg mit gesunden, erschwinglichen Wohnungen für Arbeiter- und Mittelschichtfamilien zu beheben. Ihre Lage am historischen Stätte der römischen Stadt Nida inspirierte ihren Namen und vertiefte ihre Verbindung zur vielschichtigen Geschichte Frankfurts.
Heute ist die Römerstadt ein geschütztes Baudenkmal und ein Kandidat für den UNESCO-Welterbe-Status, gefeiert für ihr von der Bauhaus-Architektur beeinflusstes Design, ihre Grünflächen und die bahnbrechende "Frankfurter Küche". Besucher können dieses lebende Museum erkunden, das Ernst-May-Haus erleben und durch eine einzigartige Mischung aus modernistischen Idealen und Naturlandschaften spazieren. Dieser umfassende Leitfaden bietet historischen Kontext, architektonische Höhepunkte, praktische Besucherinformationen und Tipps, um Ihren Besuch optimal zu gestalten.
Für aktuelle Details und Buchungen besuchen Sie die Ernst-May-Gesellschaft, sehen Sie Bilder und Dokumentationen bei Streetwise Photography oder informieren Sie sich auf dem Frankfurter Stadtportal für Touristen.
Historischer Hintergrund
Ursprünge und stadtplanerischer Kontext
Die Römerstadt entstand aus den sozialen und politischen Ambitionen der Weimarer Republik, die überfüllte Mietskasernen durch gesündere, moderne Wohnungen ersetzen wollten. Das Programm "Neues Frankfurt" (1925–1935) unter Oberbürgermeister Ludwig Landmann und Ernst May errichtete über 25 Siedlungen, wobei die Römerstadt ein Vorzeigeprojekt darstellte. Die Planung der Siedlung war inspiriert von der englischen Gartenstadtbewegung und integrierte modulare Bauweise und Grünflächen, und sie wurde auf dem antiken römischen Gelände von Nida angesiedelt.
Architektonische Vision
Ernst May entwarf die Römerstadt zusammen mit Mitarbeitern wie Max Boehm und dem Landschaftsarchitekten Leberecht Migge mit sanft geschwungenen Straßen, nach Süden ausgerichteten Reihenhäusern für optimale Sonneneinstrahlung sowie zahlreichen Parks und Gärten. Bauhaus-Ästhetik – klare Linien, flache Dächer und funktionale Grundrisse – ist durchweg erkennbar. Das Projekt sah viele moderne Stadtplanungskonzepte vor, darunter gemischt genutzte Zonen und die Selbstversorgung der Nachbarschaft.
Erhaltung und Vermächtnis
Die Römerstadt ist weiterhin ein geschütztes Baudenkmal, anerkannt als Modell für nachhaltige, gemeinschaftsorientierte Stadtentwicklung. Das Ernst-May-Haus fungiert als Museum und bewahrt die ursprüngliche "Frankfurter Küche" sowie die Inneneinrichtung der Zeit.
Architektonische Merkmale und Stadtplanung
- Modulares Bauen: Standardisierte Komponenten ermöglichten einen schnellen, kostengünstigen Bau.
- Bauhaus-Einfluss: Funktionale, minimalistische Architektur mit Betonung auf Licht, Luft und Grünblick.
- Integration mit der Natur: Reichlich vorhandene Gemeinschaftsgärten, von Bäumen gesäumte Straßen und Nähe zum Fluss Nidda.
- Selbstversorgung: Geschäfte, Schulen und Freizeiteinrichtungen waren in die Siedlung integriert.
- Historische Schichten: Das römische Erbe ist durch Straßennamen und Informationstafeln noch sichtbar.
Soziale und kulturelle Bedeutung
Die Römerstadt wurde konzipiert, um soziale Gleichheit, Gesundheit und Gemeinschaft zu fördern. Der einheitliche Zugang zu Licht, Luft und Grünflächen spiegelte egalitäre Prinzipien wider. Die innovative "Frankfurter Küche" von Margarete Schütte-Lihotzky revolutionierte die Effizienz im Haushalt.
Das Gemeinschaftsleben gedeiht durch regelmäßige Veranstaltungen, während die fortlaufende Erhaltung und die Bildungsprogramme der Siedlung vergangene Ideale mit aktuellen städtischen Herausforderungen verbinden.
Besucherinformationen
Ernst-May-Haus (Museum)
- Adresse: Im Burgfeld 136, 60439 Frankfurt-Römerstadt
- Besuchszeiten (2025):
- Dienstag bis Donnerstag: 11:00–16:00 Uhr
- Samstag und Sonntag: 12:00–17:00 Uhr
- Montags und dienstags geschlossen
- Tickets: Der Eintritt ist frei oder für eine geringe Gebühr. Spenden werden gerne angenommen. Aktuelle Informationen prüfen.
- Führungen: Regelmäßige öffentliche Führungen an Wochenenden und während Veranstaltungen; englische Führungen nach Vereinbarung. Buchen Sie über die Website der Ernst May Gesellschaft.
Allgemeiner Zugang zur Siedlung
- Die Römerstadt ist ein Wohnviertel, das das ganze Jahr über zugänglich ist. Parks und öffentliche Bereiche sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich.
- Kein Eintrittspreis für Spaziergänge durch die Siedlung oder die Gärten.
- Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner.
Anreise und Orientierung
- Mit der U-Bahn: Die Station Römerstadt (Linien U1, U9) ist die nächstgelegene. Die Station Heddernheim (U1, U3, U9) ist ebenfalls in der Nähe. Beide sind etwa 20 Minuten vom Frankfurter Stadtzentrum entfernt.
- Mit dem Bus: Mehrere Linien bedienen nahe gelegene Haltestellen.
- Mit dem Auto: Parkplätze an der Straße sind begrenzt. Öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.
- Treffpunkte für Führungen: Die meisten Führungen beginnen an der Brücke über der U-Bahn-Station Römerstadt oder im Ernst-May-Haus (Frankfurt.de).
Besucherlebnis: Was gibt es zu sehen und zu tun?
Erkundung der Siedlung
- Spazieren Sie durch bemerkenswerte Straßen wie Im Burgfeld, Hadrianstraße und In der Römerstadt.
- Beobachten Sie Bauhaus-Fassaden, Gemeinschaftsgärten und den kreisförmigen Wohnblock "Rundling".
- Achten Sie auf Informationstafeln, die auf die römische Vergangenheit hinweisen.
Ernst-May-Haus Museum
- Erleben Sie die restaurierten Innenräume der 1920er Jahre und die original "Frankfurter Küche".
- Erfahren Sie mehr über die soziale und architektonische Geschichte des Neuen Frankfurt.
Grünflächen und Wanderwege
- Genießen Sie Spazierwege entlang des Flusses Nidda und durch Gemeinschaftsgärten.
- Erkunden Sie nahe gelegene Wanderwege wie den Mühlenwanderweg.
Fotografie
- Beste Fotospots: die Brücke über die Rosa-Luxemburg-Straße, das südliche Ende des Rundlings und die Uferwege.
- Frühe Morgenstunden und späte Nachmittage bieten das schönste Licht.
Veranstaltungen und Aktivitäten
- Mainfest (August): Spezielle Führungen, Vorträge und Gemeinschaftsveranstaltungen.
- Lampionfest: Beleuchtete Straßen und Musik (prüfen Sie Frankfurt.de).
- Öffentliche Führungen: Regelmäßig planmäßig, Fokus auf Architektur und Geschichte (Architour).
- Buchung: Melden Sie sich im Voraus für Veranstaltungen und Führungen, besonders während der Hochsaison, an.
Barrierefreiheit und Einrichtungen
- Die meisten öffentlichen Bereiche und das Museum sind rollstuhlgerecht, obwohl einige historische Merkmale den Zugang einschränken können.
- Einrichtungen in der Siedlung sind begrenzt; Toiletten finden Sie an den U-Bahn-Stationen oder in nahe gelegenen Einkaufszentren.
Tipps für einen unvergesslichen Besuch
- Beste Besuchszeit: Frühling und Frühherbst für Gärten und angenehmes Wetter.
- Mitbringen: Bequeme Schuhe, Kamera, Wasser und Snacks, bei Bedarf eine Übersetzungs-App.
- Respekt: Römerstadt ist ein lebendiges Viertel – bitte respektieren Sie die Privatsphäre und das Eigentum.
- Sprache: Die meisten Führungen sind auf Deutsch; englische Führungen sind nach Vereinbarung verfügbar.
- Unterstützen Sie die Erhaltung: Spenden an die Ernst-May-Gesellschaft helfen bei der Instandhaltung des Geländes.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten des Ernst-May-Hauses? A: Dienstag–Donnerstag: 11:00–16:00 Uhr, Samstag–Sonntag: 12:00–17:00 Uhr, montags und dienstags geschlossen.
F: Muss ich ein Ticket kaufen? A: Der Eintritt ist in der Regel frei oder gegen eine geringe Gebühr. Informieren Sie sich auf der offizielle Website über aktuelle Informationen.
F: Wie komme ich vom Stadtzentrum dorthin? A: Nehmen Sie die U-Bahn-Linien U1 oder U9 vom Hauptwache zur Station Römerstadt (ca. 20 Minuten).
F: Ist es rollstuhlgerecht? A: Die meisten öffentlichen Bereiche und das Museum sind zugänglich, obwohl einige Originalelemente schwierig sein können.
F: Sind Führungen auf Englisch verfügbar? A: Ja, sind sie nach vorheriger Absprache verfügbar.
F: Gibt es in der Nähe Essensmöglichkeiten? A: Ja, in Heddernheim und im Nordwestzentrum.
Weitere Erkundungen
- Besuchen Sie andere Siedlungen des "Neuen Frankfurt" wie die Heimatsiedlung und Riederwald-Ost (Architour).
- Das Archäologische Museum Frankfurt zeigt Artefakte aus dem antiken Nida.
- Erkunden Sie virtuelle Touren und Fotogalerien online (Beispiel virtuelle Tour).
Mehr Entdecken
Die Siedlung Römerstadt ist ein Beweis für Frankfurts modernistische Ambitionen und die anhaltende Relevanz durchdachter, sozialer Stadtplanung. Ob Sie sich von Architektur, Geschichte oder Grünflächen angezogen fühlen, die Römerstadt bietet ein reiches und inspirierendes Erlebnis. Für die neuesten Updates, Downloads und exklusiven Inhalte sollten Sie die Audiala-App in Betracht ziehen. Planen Sie Ihren Besuch noch heute und tauchen Sie in Frankfurts kulturelles und architektonisches Erbe ein.
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