Überblick
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) ist eine kulturelle Einrichtung und ein Bildungszentrum in Frankfurt am Main. Sie ist ein Treffpunkt für Musik, Theater und Tanz und zieht über 950 Studierende aus mehr als 50 Ländern an. Ein Besuch bietet die Möglichkeit, Aufführungen zu erleben und die kreative Gemeinschaft der Hochschule kennenzulernen.

Akademische Struktur und Programme
Die HfMDK ist in drei Fakultäten gegliedert:
- Fakultät Instrumentalstudien (Lehre und Performance)
- Fakultät Lehramt, Wissenschaftliche und künstlerische Ausbildung und Komposition
- Fakultät Darstellende Kunst
Mit 26 Studiengängen bietet die Hochschule eine Ausbildung in instrumentalem und vokalem Spiel, Musikerziehung, Komposition, Dirigieren, Kirchenmusik, Musical, Schauspiel und Tanz. Promotionsmöglichkeiten bestehen in Musikwissenschaft und Musikerziehung. 63 Professoren und fast 400 Dozenten betreuen die vielfältige und internationale Studierendenschaft (Study Abroad Aide).
Geschichte
Die Ursprünge der HfMDK reichen bis zur Gründung des Hoch’schen Konservatoriums im Jahr 1878 zurück. Es erlangte internationale Anerkennung für seine innovative Lehre und Persönlichkeiten wie Clara Schumann, Joachim Raff und Bernhard Sekles. Das Konservatorium zog aufstrebende Musiker aus aller Welt an und brachte Absolventen hervor, die die Kunstwelt maßgeblich prägten.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden jüdische und internationale Lehrende entlassen und die Struktur des Konservatoriums reorganisiert. 1938 wurde die Staatliche Hochschule für Musik als eigenständige, staatlich geführte Institution gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg überstanden sowohl das Konservatorium als auch die Hochschule die Zerstörung ihrer Einrichtungen und nahmen den Unterricht in provisorischen Räumlichkeiten wieder auf. 1956 zog die Hochschule in das ehemalige Funkhaus des Hessischen Rundfunks ein. Mit der Ergänzung von Opern-, Schauspiel- und Tanzschulen begann eine neue Wachstumsphase.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweiterte die HfMDK ihren Lehrplan um Jazz, Popularmusik und Musikwissenschaft und führte Aufbaustudiengänge sowie Promotionen ein. Der Neubau von Einrichtungen in den 1990er Jahren und die Gründung von Instituten für historische Aufführungspraxis und zeitgenössische Musik unterstrichen das Engagement für Tradition und Innovation (Studying in Germany).
Im Laufe der Jahrzehnte wurde die HfMDK von Persönlichkeiten wie Clara Schumann, Paul Hindemith, Otto Klemperer, Moritz Eggert und Hans Thomalla geprägt. Ihre künstlerischen und akademischen Beiträge spiegeln das Erbe der Hochschule wider und inspirieren bis heute die Studierenden (The Famous People).
Die HfMDK bekennt sich weiterhin zu Modernisierung und Internationalisierung. Pläne für eine neue Einrichtung auf dem Kulturcampus Frankfurt zielen darauf ab, die Bildungs- und Aufführungsräume weiter zu verbessern. Kooperationen mit lokalen und internationalen Partnern positionieren die Hochschule in der europäischen Darstellenden-Kunst-Ausbildung.
Was es zu sehen gibt
Die HfMDK veranstaltet Konzerte, Theaterinszenierungen und Tanzaufführungen, die öffentlich zugänglich sind. Viele Veranstaltungen finden abends statt; darunter sind auch erschwingliche oder kostenlose Angebote wie Studentenrezitale und offene Proben. Der Veranstaltungskalender umfasst Aufführungen und weitere Veranstaltungen auf dem Campus.
Praktische Besuchsinformationen
Standort, Öffnungszeiten und Anreise
Die HfMDK liegt zentral in Frankfurt und ist mit U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn erreichbar. Die nächstgelegene Station „Grüneburgweg“ ist wenige Gehminuten vom Haupteingang entfernt.
- Allgemeine Campus-Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 9:00–18:00 Uhr
- Öffentliche Veranstaltungen Die meisten Aufführungen finden abends statt. Die veranstaltungsspezifischen Zeiten stehen auf der offiziellen Website.
Der Campus ist vollständig barrierefrei und verfügt über Rampen, Aufzüge und behindertengerechte Toiletten.
Tickets und Führungen
Eintrittskarten für Aufführungen sind online über die HfMDK-Website oder an der Kasse des Campus erhältlich. Für wichtige Veranstaltungen wird eine frühzeitige Buchung empfohlen.
Führungen über den Campus und durch die Veranstaltungsorte sind nach Voranmeldung möglich. Sie geben Einblicke in die Geschichte, Architektur und den Bildungsauftrag der Hochschule. Für die Terminvereinbarung kann das Zulassungs- oder Besucherbüro kontaktiert werden.
Einrichtungen und weitere Hinweise
- Bibliothek Auf dem Campus gibt es eine öffentliche Bibliothek mit umfangreichen Beständen zu Musica und Kunst.
- Café Vor Ort werden Mahlzeiten und Erfrischungen zu fairen Preisen angeboten.
- WLAN Besucher können auf dem gesamten Campus kostenloses WLAN nutzen.
- Barrierefreiheit Die Einrichtungen unterstützen Rollstuhlfahrer; auf Anfrage ist Hilfe verfügbar.
- Parken Parkmöglichkeiten sind begrenzt; die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.
- Fotografie In den meisten öffentlichen Bereichen ist Fotografieren gestattet. Für einzelne Veranstaltungen gelten gegebenenfalls eigene Richtlinien.
Tipps
- Den Veranstaltungskalender prüfen: Während der akademischen Semester von Oktober bis Februar sowie von April bis Juli gibt es die meisten Veranstaltungen.
- Für wichtige Aufführungen und Führungen frühzeitig buchen, da diese schnell ausgebucht sind.
- Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um die HfMDK und die Attraktionen der Stadt zu erreichen.
- In der Umgebung liegen unter anderem Römerberg, Museumsufer, Palmengarten und Mainpromenade.
- Die Audiala-App bietet Echtzeit-Updates zu Frankfurts Kulturveranstaltungen und exklusive Inhalte.
Nahegelegene Orte
- Museumsufer Frankfurts Museumskai mit erstklassigen Institutionen.
- Römerberg Das historische Herz der Stadt.
- Alte Oper Ein bekanntes Konzerthaus.
- Palmengarten Frankfurts botanischer Garten.
- Frankfurter Dom (Kaiserdom St. Bartholomäus) Ein gotisches Wahrzeichen aus dem 14. Jahrhundert. Der 95 Meter hohe Turm und die Rolle des Doms als Krönungsstätte der römisch-deutschen Kaiser gehören zu seiner Geschichte. Zu den Highlights zählen Hochaltar, Kaisersaal, Krypta und der Panoramablick vom Turm.
Der Eintritt in den Dom ist frei. Der Zugang zum Turm kostet 4 € für Erwachsene und 2 € für Studierende und Senioren; Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind vor Ort oder über Frankfurt Tourismus erhältlich. Der Dom ist montags bis samstags von 10:00 bis 17:00 Uhr und sonntags sowie an Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Am 1. Januar und 24. Dezember ist er geschlossen; letzter Einlass ist um 16:30 Uhr. Es gibt kostenpflichtige Führungen, regelmäßige Konzerte und Gottesdienste. Der Dom ist rollstuhlgerecht, die Turmbesteigung jedoch nicht. Weitere Informationen bietet die offizielle Website des Frankfurter Doms.
Für weitere kulturelle Eindrücke empfiehlt sich das MuseumsuferTicket oder die Frankfurt Card, mit denen es ermäßigten Eintritt zu Museen und Veranstaltungen gibt (Frankfurt Tourismus).
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie sind die Öffnungszeiten der HfMDK für Besucher?
Der Campus ist werktags von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Zeiten für Aufführungen variieren; maßgeblich ist der Veranstaltungskalender.
Wie kann ich Tickets für Aufführungen kaufen?
Tickets sind online über die HfMDK-Website oder an der Abendkasse erhältlich.
Ist die Universität für Besucher mit Behinderungen zugänglich?
Ja. Alle Hauptgebäude sind vollständig zugänglich.
Sind Führungen verfügbar?
Ja, nach vorheriger Vereinbarung. Für die Terminabsprache kann die Universität kontaktiert werden.
Sind Parkmöglichkeiten vorhanden?
Parkplätze sind begrenzt; die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird dringend empfohlen.