Heimatsiedlung.

Frankfurt Am Main Deutschland 50° N · 8° E

Die Heimatsiedlung in Frankfurt am Main ist ein Meilenstein moderner Stadtplanung und des sozialen Wohnungsbaus, bekannt für ihre wegweisende Rolle in der…

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Heimatsiedlung
Heimatsiedlung · Frankfurt Am Main
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Einleitung

Die Heimatsiedlung in Frankfurt am Main ist ein Meilenstein moderner Stadtplanung und des sozialen Wohnungsbaus, bekannt für ihre wegweisende Rolle in der Bewegung des „Neuen Frankfurt“ der 1920er und frühen 1930er Jahre. Unter der visionären Leitung des Stadtbaurats Ernst May wurde dieses Wohnviertel als Antwort auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen, mit dem Ziel, bezahlbare, qualitativ hochwertige Wohnräume zu schaffen, die modernistische Architekturprinzipien mit sozialen Reformen verbanden. Die Siedlung verkörpert Bauhaus-inspirierte Designelemente wie Flachdächer, große Fenster für Tageslicht und einen Schwerpunkt auf gemeinschaftliche Grünflächen. Sie integriert auch innovative Merkmale wie die „Frankfurter Küche“ – ein revolutionäres Küchenkonzept von Margarete Schütte-Lihotzky, das Effizienz und Funktionalität optimierte.

Mehr als nur eine architektonische Errungenschaft, spiegelt die Heimatsiedlung das Engagement der Weimarer Republik für soziale Gerechtigkeit und das Wohlergehen der Gemeinschaft wider. Ursprünglich für Gewerkschaftsmitglieder erbaut und auf kooperatives Wohnen ausgelegt, umfasst die Geschichte der Siedlung soziale Experimente, Widerstandsfähigkeit im Krieg und fortlaufende Erhaltungsbemühungen. Heute ist die Heimatsiedlung ein zugängliches, lebendiges Viertel, in dem Besucher ihre charakteristischen Gebäude, Gärten und städtische Gestaltung das ganze Jahr über kostenlos erkunden können. Führungen und Sonderausstellungen vertiefen das Verständnis ihrer kulturellen und historischen Bedeutung.

Ob Sie ein Architekturbegeisterter, Geschichtsinteressierter oder Reisender sind, der das städtische Erbe Frankfurts verstehen möchte, dieser Leitfaden bietet umfassende Informationen zu Besuchszeiten, Tickets, Barrierefreiheit und Tipps, um Ihren Besuch in der Heimatsiedlung optimal zu gestalten. Erfahren Sie, wie diese einzigartige Siedlung die moderne Stadtplanung und den sozialen Wohnungsbau weltweit beeinflusst (fr.de, frankfurt.de, ernst-may-gesellschaft.de).


Historischer Hintergrund

Ursprünge und Planungsvision

Die Heimatsiedlung wurde als Teil des Programms „Neues Frankfurt“ entwickelt, das in den 1920er Jahren ins Leben gerufen wurde, um die schwere Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu bekämpfen. Unter der Leitung von Ernst May begann die Stadt mit dem Bau von Tausenden von bezahlbaren, modernen Wohnungen, die eine rationale Landnutzung, gemeinschaftliche Grünflächen und soziale Annehmlichkeiten integrierten. Zwischen 1925 und 1930 wurden über 12.000 Einheiten gebaut, darunter auch in der Heimatsiedlung, was Maßstäbe für sozialen Wohnungsbau setzte (fr.de).

Architektonische Merkmale und Innovationen

Die Heimatsiedlung spiegelt Bauhaus-inspirierten Modernismus mit klaren Linien, Flachdächern und großzügigen Fenstern für Tageslicht wider. Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und offene Innenhöfe fördern die nachbarschaftliche Interaktion. Die Innenräume bieten oft die „Frankfurter Küche“, eine kompakte und effiziente Küche, die zum Vorbild für modernes Küchenschrankdesign wurde (frankfurt.de). Architekt Franz Roeckle führte charakteristische Elemente wie Glasveranden, Erker und überdachte Balkone ein, die sowohl die Ästhetik als auch das tägliche Leben verbesserten (ernst-may-gesellschaft.de).

Sozialer und politischer Kontext

Die Heimatsiedlung war mehr als ein architektonisches Unterfangen – sie war ein soziales Experiment, das in den Idealen der Weimarer Republik verwurzelt war. Als Genossenschaft für Gewerkschaftsmitglieder gegründet, kauften die Bewohner Anteile und verwalteten die Siedlung kollektiv, wobei sie Solidarität und soziale Demokratie förderten. Die Einbeziehung von Mietergärten, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen verdeutlichte das Engagement für Gemeinschaft und ein gesundes Stadtleben.

Kriegsauswirkungen und Erhaltung

Obwohl einige Gebäude durch Kriegsschäden betroffen waren, überstand die Heimatsiedlung den Krieg größtenteils. Der Nachkriegswiederaufbau wurde oft von den Bewohnern geleitet und später durch öffentliche Mittel unterstützt. Seit den 1970er Jahren haben Restaurierungs- und Modernisierungsarbeiten die historische Integrität des Gebiets bewahrt und gleichzeitig die Annehmlichkeiten für das zeitgenössische Leben aktualisiert (fr.de).

Bewahrung und Anerkennung

Jetzt als Baudenkmal geschützt, wird die Heimatsiedlung als Teil der „Nationalen Projekte des Städtebaus“ gewürdigt und ist ein Kandidat für den UNESCO-Weltkulturerbe-Status. Das bevorstehende hundertjährige Jubiläum des Neuen Frankfurt (2025–2030) wird das Viertel mit Ausstellungen, Führungen und Gemeinschaftsveranstaltungen hervorheben (frankfurt.de).


Besuch der Heimatsiedlung

Besuchszeiten

Die Heimatsiedlung ist ein offenes Wohnviertel; öffentliche Plätze, Gärten und Straßen sind jederzeit kostenlos zugänglich. Für Führungen prüfen Sie bitte die Zeitpläne bei lokalen Museen oder der Ernst-May-Gesellschaft, insbesondere während Festen und Jubiläumsveranstaltungen.

Tickets und Touren

Für die Erkundung der öffentlichen Bereiche des Viertels ist kein Ticket erforderlich. Führungen und Sonderausstellungen können eine Vorabreservierung und eine geringe Gebühr erfordern. Die Websites der Ernst-May-Gesellschaft und des Frankfurter Tourismusverbandes stellen aktuelle Informationen zu verfügbaren Touren und Veranstaltungen bereit.

Barrierefreiheit

Die Siedlung ist größtenteils flach, mit befestigten Wegen und Rampen in Gemeinschaftsbereichen, was sie für Besucher mit Mobilitätshilfen zugänglich macht. Einige historische Gebäude können eingeschränkte Zugänge haben; erkundigen Sie sich bei den Touranbietern nach Details.

Reisetipps

  • Anreise: Die Heimatsiedlung ist gut an den öffentlichen Nahverkehr Frankfurts angebunden (S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Busse). Haltestellen sind nur wenige Gehminuten entfernt.
  • Beste Besuchszeiten: Frühling und Sommer bieten das angenehmste Wetter für die Erkundung von Gärten und Außenbereichen.
  • Fotografiemöglichkeiten: Erfassen Sie ikonische Merkmale wie Glasveranden, Gemeinschaftsgärten und modernistische Fassaden. Respektieren Sie stets die Privatsphäre der Bewohner.
  • Nahegelegene Sehenswürdigkeiten: Kombinieren Sie Ihren Besuch mit den Siedlungen Römerstadt und Riederwald, dem Museumsufer, dem Römerberg und dem Goethe-Haus für ein breiteres historisches Erlebnis.
  • Besucherverhalten: Da die Heimatsiedlung ein bewohntes Viertel ist, halten Sie bitte Ruhe, betreten Sie keine privaten Räumlichkeiten und holen Sie vor dem Fotografieren von Personen oder privaten Bereichen eine Erlaubnis ein.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Gibt es Besuchszeiten oder Eintrittsgebühren? A: Das Viertel ist rund um die Uhr geöffnet, mit freiem Zugang zu öffentlichen Bereichen. Führungen und einige Sonderausstellungen können Tickets erfordern.

F: Wie buche ich eine Führung? A: Führungen werden periodisch angeboten, insbesondere während großer Veranstaltungen. Buchungen können über die Website des Frankfurter Tourismusverbands oder die Ernst-May-Gesellschaft erfolgen.

F: Ist die Heimatsiedlung rollstuhlgerecht? A: Ja, die meisten Außenbereiche sind zugänglich. Einige ältere Gebäude können eingeschränkten Zugang haben – kontaktieren Sie die Reiseveranstalter für spezifische Details.

F: Darf ich die Gebäude fotografieren? A: Fotografie ist in öffentlichen Bereichen erlaubt, vermeiden Sie bitte das Fotografieren von privaten Wohnungen oder Personen ohne Zustimmung.

F: Gibt es besondere Veranstaltungen oder Festivals? A: Ja, insbesondere im Jahr 2025 zum hundertjährigen Jubiläum des Neuen Frankfurt mit Tagen der offenen Tür, Ausstellungen und Festivals.


Praktische Besucherinformationen

  • Standort: Sachsenhausen, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Anreise: Nutzen Sie das RMV-Netzwerk (rmv.de) für bequeme öffentliche Verkehrsmittel.
  • Unterkunft: Das nahegelegene Sachsenhausen und das Zentrum von Frankfurt bieten eine Reihe von Hotels und Pensionen.
  • Sicherheit: Die Gegend ist sicher; treffen Sie die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.
  • Sprache: Deutsch ist Amtssprache, aber Englisch wird in touristischen Gebieten weitgehend gesprochen.
  • Konnektivität: WLAN ist in den meisten öffentlichen Bereichen verfügbar; lokale eSIMs können für mobile Daten verwendet werden.
  • Lokale Küche: Probieren Sie regionale Spezialitäten wie „Handkäse mit Musik“ und Apfelwein im nahegelegenen Stadtteil Sachsenhausen.

Mehr Entdecken

Die Heimatsiedlung ist ein lebendiges Denkmal für soziale Reformen, architektonische Innovation und gemeinschaftliche Widerstandsfähigkeit. Ihr durchdachtes Design und ihr bleibendes Erbe beeinflussen weiterhin weltweit den modernen Städtebau und die Diskussionen über bezahlbaren Wohnraum. Ob Sie allein oder mit einem Führer auf Erkundungstour gehen, das Viertel bietet einen bedeutsamen Einblick in das kulturelle und architektonische Erbe Frankfurts.

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