Deutsches Exilarchiv 1933-1945 planen und anhören mit Audiala.
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Einleitung
Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945, das sich in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main befindet, ist eine zentrale Anlaufstelle für das Verständnis der Erfahrungen deutschsprachiger Vertriebener während der NS-Zeit. Als Forschungs- und Gedenkeinrichtung bewahrt das Archiv persönliche Geschichten, literarische Werke und Kulturgüter von Personen auf, die zwischen 1933 und 1945 vor Verfolgung geflohen sind. Seine Sammlungen, Bildungsprogramme und Ausstellungen bieten wertvolle Ressourcen für Forscher, Studenten und die breite Öffentlichkeit. Dieser Leitfaden enthält umfassende Informationen zu Besuchszeiten, Eintrittspreisen, Barrierefreiheit, Ausstellungen und Reisetipps sowie Einblicke in die historische Bedeutung und die fortlaufende Mission des Archivs.
Historischer Hintergrund und institutionelle Entwicklung
Gründungsursprünge
Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 wurde 1948 von Exilanten und ihren Unterstützern gegründet, darunter Mitglieder des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller in der Schweiz und der erste Direktor der Deutschen Bibliothek Frankfurt, Hanns Wilhelm Eppelsheimer. Ihre Mission war es, die literarischen und persönlichen Zeugnisse der vom NS-Regime vertriebenen Personen zu sichern, damit die Erfahrungen des Exils nicht vergessen werden (DNB Geschichte).
Wachstum und Wandel
Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte das Archiv seine Bestände um Nachlässe, Zeitschriften, unveröffentlichte Manuskripte und Bildmaterial. Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 förderte die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Frankfurt und Leipzig, was die Dienstleistungen des Archivs weiter professionalisierte und die Zugänglichkeit verbesserte (DNB Geschichte).
Digitales Zeitalter und Innovation
Im 21. Jahrhundert hat das Archiv die Digitalisierung vorangetrieben und bietet virtuelle Ausstellungen sowie Online-Zugriff auf seine Sammlungen. Die 2017 eröffnete Dauerausstellung „Exil. Erfahrung und Zeugnis“ nutzt immersive Erzähltechniken und interaktive digitale Interviews, um die Besucher mit Augenzeugenberichten zu verbinden (DEA Knotenpunkt).
Sammlungen und Ausstellungen
Umfang des Archivs
Das Deutsche Exilarchiv dokumentiert eine breite Palette von Exilerfahrungen mit folgenden Sammlungen:
- Bücher und Broschüren: Etwa 19.000 Objekte, viele davon im Exil veröffentlicht.
- Zeitschriften: Rund 13.000 Bände aus 1.200 Zeitschriftentiteln, darunter Exilzeitungen und -zeitschriften.
- Archivmaterialien: 307 persönliche und institutionelle Nachlässe, 860 thematische Archivsammlungen und umfangreiche Korrespondenzen.
- Sonderbestände: Manuskripte, 1.770 Flugblätter und digitalisierte Materialien vor Ort zugänglich (DNB: Über das Archiv).
Dauerausstellung: „Exil. Erfahrung und Zeugnis“
Diese Kernausstellung ist um die Themen „Flucht, Exil und Rückkehr“ strukturiert und präsentiert Originaldokumente, Fotografien, biografische Geschichten und Artefakte. Die Ausstellung umfasst Länderprofile und ein Glossar mit bedeutenden Exilanten, um den Kontext zu vermitteln (German Studies Collaboratory).
Digitale interaktive Interviews: „Frag nach!“
Ein Highlight des Archivs ist die interaktive Installation „Frag nach!“ mit digitalen Interviews mit Holocaust-Überlebenden Inge Auerbacher und Kurt S. Maier. Besucher können Fragen stellen und erhalten voraufgezeichnete Videoreaktionen, die eine dynamische Verbindung zu den Zeugnissen der Überlebenden fördern (fragnach.org; Springer).
Temporäre und thematische Ausstellungen
Das Archiv veranstaltet regelmäßig temporäre Ausstellungen, die sich mit spezifischen Aspekten der Exilgeschichte, -literatur und -kultur befassen. Diese beinhalten oft Kooperationen mit zeitgenössischen Künstlern und Gelehrten und werden von Bildungsmaterialien und öffentlichen Veranstaltungen begleitet (Website der Deutschen Nationalbibliothek).
Besucherinformationen
Standort und Kontakt
- Adresse: Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main, Deutschland
- Telefon: +49 (0)69 1525-0
- Website: Deutsches Exilarchiv
- E-Mail für Terminvereinbarungen: [email protected]
Öffnungszeiten
- Ausstellungen: Montag bis Freitag, 10:00 – 18:00 Uhr
- Digitale interaktive Interviews „Frag nach!“: Montag bis Freitag während der Öffnungszeiten
- Samstag/Sonntag: Geschlossen (Überprüfen Sie Ausnahmen und Sonderveranstaltungen)
- Hinweis: Überprüfen Sie immer die offizielle Website für aktuelle Informationen und Feiertagsöffnungszeiten.
Eintritt und Tickets
- Eintritt: Kostenlos
- Führungen: Nach Voranmeldung verfügbar. Einige Sonderveranstaltungen oder Workshops können kostenpflichtig sein.
Barrierefreiheit
- Das Gebäude ist vollständig barrierefrei, mit stufenlosem Zugang, Aufzügen und barrierefreien Toiletten.
- Unterstützung für Besucher mit Behinderungen kann auf Anfrage arrangiert werden (DNB: Besucherinformationen).
Führungen und Bildungsprogramme
- Regelmäßige Führungen (auf Deutsch und Englisch) bieten tiefe Einblicke in die Ausstellungen.
- Bildungsworkshops für Schulen und Universitäten sind verfügbar und konzentrieren sich auf Exilgeschichte und Erinnerungskultur.
- Gruppenführungen erfordern eine Voranmeldung.
Einrichtungen
- Lesesaal: Terminvereinbarung empfohlen. Zugang zu Archivmaterialien und digitalen Ressourcen wird gewährt.
- Schließfächer und Café: Vor Ort verfügbar.
- Fotografie: Ohne Blitz erlaubt, mit einigen Einschränkungen bei empfindlichen Objekten.
Digitaler und Online-Zugriff
- Umfangreiche digitalisierte Sammlungen und virtuelle Ausstellungen sind vor Ort an Computerarbeitsplätzen und über den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek zugänglich (DNB-Katalog).
- Online-Ausstellungen und Lernmodule, einschließlich „Exil. Erfahrung und Zeugnis“, sind für die Erkundung aus der Ferne zugänglich (fragnach.org).
Attraktionen in der Nähe und Reisetipps
Erkunden Sie während Ihres Besuchs im Deutschen Exilarchiv diese Frankfurter Highlights in der Nähe:
- Goethe-Haus: Geburtsort des berühmtesten Schriftstellers Deutschlands.
- Städel Museum: Weltklasse-Kunstsammlungen.
- Frankfurter Altstadt (Alt-Sachsenhausen): Historische Gassen, Cafés und Architektur.
- Jüdisches Museum Frankfurt: Erforscht das jüdische Leben und die jüdische Geschichte in der Stadt.
Reisetipps:
- Leicht erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Haltestellen für Straßenbahn und U-Bahn in der Nähe).
- Der Frankfurter Hauptbahnhof ist nur 15 Minuten mit der Straßenbahn entfernt.
- Parkmöglichkeiten sind begrenzt; öffentliche Verkehrsmittel werden empfohlen.
Kulturelle und Bildungsprogramme
- Workshops: Erforschen Sie Migration, Erinnerung und ethische Verantwortung anhand von Originaldokumenten und digitalen Ressourcen.
- Öffentliche Veranstaltungen: Regelmäßige Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen werden angeboten, insbesondere während Gedenkperioden.
- Schulprogramme: Interaktive Führungen und digitale Module richten sich an junge Besucher und Pädagogen.
COVID-19 und Sicherheit
Ab Juni 2024 sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Überprüfen Sie jedoch die offizielle Website auf Updates zu Gesundheitsprotokollen und Regelungen für Gruppenbesuche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was sind die Öffnungszeiten des Archivs? A: Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen geschlossen.
F: Gibt es einen Eintrittspreis? A: Nein, der Eintritt ist frei.
F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, nach Voranmeldung auf Deutsch oder Englisch.
F: Ist das Gebäude barrierefrei? A: Ja, mit stufenlosem Zugang, Aufzügen und barrierefreien Toiletten.
F: Wie kann ich auf Archivmaterialien zugreifen? A: Kontaktieren Sie [email protected], um einen Termin im Lesesaal zu vereinbaren.
F: Darf ich fotografieren? A: Fotografieren ohne Blitz ist im Allgemeinen erlaubt, außer bei eingeschränkten Objekten.
F: Sind digitale Ressourcen aus der Ferne verfügbar? A: Viele sind über den DNB-Online-Katalog und fragnach.org verfügbar.
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Geprüft und gezeigt.
Recherchiert und verfasst vom Audiala-Redaktionsteam aus historischen Aufzeichnungen, architektonischen Archiven und lokalem Wissen.
Experience and Testimony at the German National Library, German Studies Collaboratory, 2024
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