Comoedienhaus

Frankfurt Am MainGermany 50° N · 8° E

Frankfurt am Main – Das Comoedienhaus: Ein umfassender Leitfaden zur Geschichte, Bedeutung und zum Besuch

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Comoedienhaus

Das Comoedienhaus

Das Comoedienhaus in Frankfurt am Main war das erste permanente städtische Theater der Stadt. Es entstand im späten 18. Jahrhundert und stand für die aufklärerischen Ideale seiner Zeit sowie für das wachsende Bürgertum. Das Frankfurter Gebäude wurde 1911 abgerissen; sein Standort ist heute der Rathenauplatz.

In Hanau gibt es ein Comoedienhaus im historischen Park Wilhelmsbad. Es gehört zu den ältesten städtischen Theatern Deutschlands und verbindet historische Architektur mit einem Programm aus klassischen und zeitgenössischen Werken. Gemeinsam mit den Frankfurter Kulturinstitutionen prägt es das Theater- und Kulturleben der Region.

Geschichte

Das Frankfurter Comoedienhaus wurde von 1780 bis 1782 nach Plänen von Johann Andreas Liebhardt erbaut. Es lag am damaligen Theaterplatz, heute Rathenauplatz, an der Kreuzung von Börsenstraße und Biebergasse. Am 3. September 1782 öffnete es mit der Grossmann-Gesellschaft. Unter den Anwesenden war Catharina Elisabeth Goethe.

Vor dem Bau fanden Theateraufführungen in provisorischen Lokalitäten statt. Das Comoedienhaus schuf ein dauerhaftes Zentrum für Schauspiel und Musik und trug zur Professionalisierung des städtischen Kunstlebens bei. 1783 wurde dort Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ aufgeführt. 1792 firmierte das Ensemble als „Frankfurter Nationalbühne“.

Das Gebäude war klassizistisch gestaltet und trug über dem Haupteingang den Frankfurter Adler. Es hatte drei Eingänge und fünf interne Treppenhäuser. Das Auditorium bot Platz für mehr als 1.000 Gäste. Es verfügte über zwei Ränge mit jeweils 30 Logen sowie über 12 Logen im Parkett.

Im 19. Jahrhundert fanden dort bedeutende Premieren und Aufführungen internationaler Komponisten wie Berlioz und Wagner statt. Das Theater führte das Frankfurter Publikum an moderne Werke heran und förderte die lokale Musik- und Theaterszene. Mit der Eröffnung größerer Spielstätten, darunter die Alte Oper im Jahr 1880, galt das Comoedienhaus zunehmend als veraltet. Es blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert in Betrieb und wurde 1911 abgerissen. Heute steht an seinem früheren Standort ein Geschäftsgebäude.

Das Hanauer Comoedienhaus wurde ebenfalls im späten 18. Jahrhundert gegründet. Seine neoklassizistische Architektur, das verfeinerte Interieur und historische Restaurierungen machen es sowohl zu einem Aufführungsort als auch zu einem Denkmal. Das Theater fördert deutschsprachiges Theater, präsentiert klassische und zeitgenössische Werke und setzt durch Kooperationen mit lokalen und regionalen Institutionen auch auf Innovation. Zum Programm gehören Bildungsangebote und inklusive Veranstaltungen.

Was gibt es zu sehen?

Der frühere Standort in Frankfurt

Das ursprüngliche Gebäude ist nicht mehr vorhanden. Der Rathenauplatz markiert den Ort des ehemaligen Theaters; Informationstafeln erinnern an seine Geschichte. Der Platz und seine Einbindung in historische Stadtführungen geben Einblicke in Frankfurts Theatergeschichte.

Das Comoedienhaus in Hanau

Das Comoedienhaus im Park Wilhelmsbad ist ein historischer Spielort. Vor Ort gibt es neben Aufführungen auch Sonderführungen und Veranstaltungen. Der Park Wilhelmsbad bietet zusätzliche Erholungsbereiche.

Das Hanauer Theater ergänzt die Frankfurter Kulturlandschaft und kooperiert mit renommierten Frankfurter Institutionen. Es zieht Besucher aus der Region und dem Ausland an, unterstützt lokale Unternehmen und den Kulturtourismus. Veranstaltungen fallen häufig mit großen Frankfurter Festivals zusammen und stärken das kulturelle Profil der Region.

Praktische Informationen für den Besuch

Frankfurt: Rathenauplatz

Das ursprüngliche Comoedienhaus existiert nicht mehr; daher gibt es dort weder feste Besuchszeiten noch Eintrittspreise. Der zentral gelegene Rathenauplatz ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar. Die Gegend ist fußgängerfreundlich und bietet Zugang zu Cafés, Geschäften und weiteren Annehmlichkeiten.

Stadtführungen und Spazierwege schließen den kulturell bedeutenden Ort häufig ein. Informationen zu Sonderausstellungen oder geführten Touren mit Schwerpunkt Frankfurter Theatergeschichte gibt es bei lokalen Veranstaltungskalendern und touristischen Informationszentren.

Hanau: Spielstätte und Karten

Das Comoedienhaus liegt zentral in Hanau und ist über den Hanauer Hauptbahnhof sowie lokale Busse erreichbar. In der Nähe gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten. Das Theater im historischen Park Wilhelmsbad ist von Frankfurt aus mit der S-Bahn S8/S9 bis Hanau und anschließend mit einem kurzen Taxi- oder Busweg erreichbar; ausreichend Parkplätze sind vorhanden.

Aufführungen finden typischerweise abends von Dienstag bis Sonntag statt, Matineen gibt es an ausgewählten Wochenenden. Die Vorstellungszeiten liegen üblicherweise zwischen 19:00 und 22:00 Uhr. Sonderführungen und Veranstaltungen können tagsüber zugänglich sein. Die Kasse ist werktags von 10:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Aktuelle Zeitpläne stehen auf der offiziellen Website.

Standardtickets kosten 15–40 €. Ermäßigungen gibt es für Studenten, Senioren und Gruppen. Karten sind online, an der Kasse, über autorisierte Händler oder über Partner erhältlich. Für Festivals und beliebte Vorstellungen wird Vorverkauf empfohlen.

Barrierefreiheit und Einrichtungen in Hanau

Der Zugang ist stufenlos; Rollstuhlplätze und behindertengerechte Toiletten sind vorhanden. Da die historische Struktur Einschränkungen mit sich bringt, gibt es ausgewiesene barrierefreie Eingänge und Sitzplätze. Bei besonderen Bedürfnissen sollte das Theater beziehungsweise der Kartenschalter im Voraus kontaktiert werden.

Vor Ort gibt es Toiletten, ein Café und eine Garderobe. Im erreichbaren Umfeld Hanau gibt es Unterkünfte von Boutique-Hotels bis zu Ferienwohnungen. Gastronomische Angebote umfassen Cafés im Park Wilhelmsbad und Restaurants im Zentrum von Hanau; zu Stoßzeiten sind Reservierungen ratsam.

Tipps

  • Tickets und Unterkünfte sollten besonders während der Festivals frühzeitig gebucht werden.
  • S-Bahn und lokale Busse sind effiziente Verkehrsmittel.
  • Ein gepflegter, aber legerer Kleidungsstil ist passend. Es empfiehlt sich, 15–20 Minuten vor Beginn anzukommen; abends kann es kühl sein, daher ist eine leichte Jacke sinnvoll.
  • Foto- und Tonaufnahmen während der Aufführungen sind nicht gestattet.
  • Für Familienaktivitäten und barrierefreie Einrichtungen sollte bei Bedarf entsprechend geplant werden.
  • Veranstaltungskalender geben Auskunft über besondere Programme.
  • Frühling und Frühherbst eignen sich für angenehmes Wetter und Spaziergänge im Park. Im Sommer gibt es mehr Veranstaltungen und Andrang; im Winter ist es ruhiger.
  • Deutsch ist die Hauptsprache; das Personal spricht oft auch Englisch. Grundkenntnisse in Deutsch werden geschätzt.
  • Hanau gilt als sicher. Zu beachten sind die Ruhezeiten von 22:00 bis 06:00 Uhr sowie die Gepflogenheiten beim Trinkgeldgeben.
  • Für den Besuch der Frankfurter Museen kann die Frankfurt Card genutzt werden, die Transport und Ermäßigungen umfasst. Offizielle Websites und lokale Kultur-Apps wie Audiala sowie soziale Medien bieten Updates.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

In Frankfurt bieten die Alte Oper Frankfurt und die Städtischen Bühnen Frankfurt Aufführungen. Das Historische Museum Frankfurt und lokale Stadtrundgänge vermitteln weitere Einblicke in die künstlerische Entwicklung der Stadt.

In Hanau lassen sich ein Besuch des Comoedienhauses und des Parks Wilhelmsbad mit dem Brüder-Grimm-Ehrenmal, dem Schloss Philippsruhe, dem Hanauer Marktplatz und dem Goldschmiedehaus verbinden. Auch die Frankfurter Museen und Theater sind gut angebunden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich das ursprüngliche Comoedienhaus in Frankfurt besuchen?
Das ursprüngliche Gebäude wurde abgerissen. Der Rathenauplatz markiert seinen Standort und ist Teil historischer Stadtführungen.

Wo kann ich heute Aufführungen sehen?
Aufführungen gibt es in der Alten Oper, bei den Städtischen Bühnen in Frankfurt und an den Comoedienhaus-Spielstätten in Hanau.

Wie erreiche ich das Hanauer Comoedienhaus?
Mit dem Zug von Frankfurt zum Hanauer Hauptbahnhof und anschließend mit dem Bus oder Taxi zum Theater. Zum Comoedienhaus im Park Wilhelmsbad führt außerdem die S-Bahn S8/S9 von Frankfurt Hauptbahnhof nach Hanau, gefolgt von einem kurzen Taxi- oder Busweg.

Sind die Comoedienhaus-Spielstätten für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich?
Es gibt barrierefreie Zugänge und Sitzplätze. Für besondere Arrangements oder Anforderungen sollte die jeweilige Spielstätte im Voraus kontaktiert werden.

Kann ich meinen Besuch mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren?
Ja. In Hanau bieten sich das Stadtzentrum und historische Stätten an; in Frankfurt lassen sich Museen und Theater besuchen.