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Barfüßerkloster Frankfurt.

Frankfurt Am Main Germany 50° N · 8° E

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Barfüßerkloster Frankfurt
Barfüßerkloster Frankfurt · Frankfurt Am Main
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Einleitung

Das Barfüßerkloster – ursprünglich ein Franziskanerkloster aus dem 13. Jahrhundert – steht im Herzen Frankfurts am Main als bemerkenswertes Denkmal seiner mittelalterlichen Wurzeln und seiner fortwährenden Wandlung. Das Gelände, einst Heimat der „Barfüßer“, verkörpert Jahrhunderte religiöser, bürgerlicher und politischer Entwicklungen. Heute lebt sein Erbe in der Paulskirche, dem angrenzenden Archäologischen Garten und laufenden Bildungs- und Kulturinitiativen fort. Dieser Leitfaden bietet eine eingehende Untersuchung der Geschichte, Bedeutung, praktischen Besucherinformationen (einschließlich Öffnungszeiten und Ticketpreisen) und Tipps für die Erkundung einer der wichtigsten historischen Stätten Frankfurts.

Für weitere historische Kontexte und Planung konsultieren Sie Ressourcen wie das Institut Stadtgeschichte Frankfurt (ISG), das LAGIS Hessen Historisches Archiv und die Frankfurt Tourismus-Website.


Das Barfüßerkloster: Mittelalterliche Gründung und Entwicklung

Gegründet um 1238, war das Barfüßerkloster eine der frühesten Franziskanerniederlassungen Deutschlands (LAGIS Hessen). Die Franziskaner, bekannt als „Barfüßer“ oder „barfüßige Brüder“, gelobten Armut und Dienst und integrierten sich schnell in das soziale und geistliche Gefüge Frankfurts. Die erste dokumentierte Erwähnung des Klosters stammt aus dem Jahr 1255, aber die lokale Tradition führt seinen Ursprung einige Jahre früher zurück.

Das Barfüßerkloster lag strategisch am heutigen Paulsplatz. Seine Kirche (Barfüßerkirche) wurde bis 1270 fertiggestellt. In den folgenden Jahrzehnten expandierte das Kloster und profitierte von Schenkungen des Stadtrats und der Bürger – ein Beweis seiner Bedeutung sowohl als geistliches Zentrum als auch als Ort der Gemeinschaftspflege (LAGIS Hessen).


Bürgerliche und religiöse Rolle in Frankfurt

Während des gesamten Mittelalters war das Barfüßerkloster zentral für das öffentliche Leben. Die Brüder boten seelsorgerische Betreuung, unterhielten einen wichtigen Friedhof und betrieben Schulen und karitative Einrichtungen. Die Stadt wiederum unterstützte das Kloster mit täglichen Almosen und Spenden.

Über seine religiöse Rolle hinaus diente das Barfüßerkloster auch als bürgerlicher Veranstaltungsort. Bis 1405 fungierte es als Versammlungssaal der Stadt. Während Messen, Königswahlen und anderer Großveranstaltungen beherbergte das Kloster Würdenträger und provinziale Franziskaner-Kapitel (LAGIS Hessen). Seine doppelte Funktion unterstreicht die Schnittstelle von sakralem Raum und städtischer Governance im mittelalterlichen Frankfurt.


Die Reformation, Säkularisierung und das Erbe der Bibliothek

Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte tiefgreifende Veränderungen mit sich. 1526 wurde die erste protestantische Predigt in der Barfüßerkirche gehalten, und bis 1529 gaben die Brüder ihr Eigentum an die Stadt ab. Die Kirche wurde für protestantische Gottesdienste umgewandelt, während die ehemaligen Klostergebäude ab 1542 die Hauptbibliothek von Frankfurts Gymnasium beherbergten (Wikipedia). Trotz Widerstand war der Übergang dauerhaft. Die umfangreiche Bibliothek des Klosters wurde von der Stadt erworben und bewahrte so Jahrhunderte von Gelehrsamkeit (LAGIS Hessen).


Vom Barfüßerkloster zur Paulskirche: Wandel und Symbolik

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die gotische Barfüßerkirche verfallen und wurde 1786–1787 abgerissen. Der Bau der neuen Paulskirche begann 1789 und wurde 1833 mit ihrer neoklassizistischen Einweihung abgeschlossen (Wikipedia). Die Paulskirche erlangte bald nationale Bedeutung: 1848–1849 beherbergte sie die Frankfurter Nationalversammlung, die erste frei gewählte gesamtdeutsche Versammlung, und etablierte sich als Wiege der Demokratie (Tourist Platform).

Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, war aber das erste größere Bauwerk in Frankfurt, das nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Es wurde 1948 als Mahnmal für die deutsche Einheit wiedereröffnet (audiala.com).


Besuch des Barfüßerklosters und der Paulskirche: Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • Paulskirche: Dienstags–Sonntags 10:00–18:00 Uhr; Montags und an Feiertagen geschlossen. Hinweise zu Veranstaltungen können gelten – prüfen Sie die offizielle Website für Aktualisierungen.
  • Archäologischer Garten (einschließlich Barfüßerkloster-Ruinen): In der Regel täglich geöffnet von 10:00–18:00 Uhr. Die Öffnungszeiten können saisonal oder bei Veranstaltungen variieren (frankfurt.de).

Eintritt und Tickets

  • Der Eintritt sowohl zur Paulskirche als auch zum Gelände des Barfüßerklosters ist kostenlos. Sonderausstellungen oder Führungen können eine Vorabreservierung und eine Gebühr erfordern.

Barrierefreiheit

  • Beide Stätten sind rollstuhlgerecht, mit Rampen und behindertengerechten Toiletten. Unterstützung für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist auf Anfrage erhältlich.

Führungen und Veranstaltungen

  • Regelmäßige Führungen in mehreren Sprachen bieten tiefe Einblicke in die Geschichte und Architektur der Stätte. Diese können über das Frankfurter Tourismusamt arrangiert werden.
  • Die Paulskirche veranstaltet Ausstellungen, Vorträge und verleiht den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels während der Frankfurter Buchmesse.

Anfahrt und nahegelegene Sehenswürdigkeiten

  • Lage: Paulsplatz, zentrales Frankfurt, erreichbar über U-Bahn (Dom/Römer, Hauptwache), Straßenbahnen und Busse.
  • Kombinieren Sie Ihren Besuch mit dem Römer, dem Frankfurter Dom, dem Museumsufer und dem Goethehaus – alle sind zu Fuß erreichbar.

Karte der Lage der Paulskirche


Architektonisches und archäologisches Erbe

Obwohl die ursprünglichen Klostergebäude nicht mehr erhalten sind, haben archäologische Ausgrabungen Fundamente und Teile der Kirche und der Kreuzgänge freigelegt. Diese Überreste, die in den Archäologischen Garten integriert sind, bieten eine greifbare Verbindung zur mittelalterlichen Landschaft Frankfurts (LAGIS Hessen). Die ovale neoklassische Form der Paulskirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem modernisierten Innenraum wiederaufgebaut wurde, symbolisiert weiterhin Offenheit und Demokratie (audiala.com).


Das Barfüßerkloster im historischen Gedächtnis Frankfurts

Die vielschichtige Geschichte des Barfüßerklosters wird durch die Bemühungen lokaler Archive, wie das Institut Stadtgeschichte Frankfurt (ISG), Sonderausstellungen und Bildungsprogramme bewahrt und interpretiert. Die Entwicklung der Stätte – von einer Klostergründung über die protestantische Umwandlung bis hin zum Epizentrum demokratischer Bestrebungen – spiegelt die breitere Erzählung von Frankfurts Widerstandsfähigkeit und Neuerfindung wider (Tourist Platform).


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was sind die Öffnungszeiten des Barfüßerklosters/der Paulskirche? A: Die Paulskirche ist dienstags–sonntags von 10:00–18:00 Uhr geöffnet; der Archäologische Garten ist in der Regel täglich von 10:00–18:00 Uhr geöffnet.

F: Benötige ich eine Eintrittskarte? A: Der allgemeine Eintritt ist kostenlos; für einige spezielle Führungen oder Ausstellungen kann eine Eintrittskarte erforderlich sein.

F: Sind die Stätten für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, beide sind rollstuhlgerecht.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, in mehreren Sprachen. Buchen Sie über das Tourismusamt oder die offizielle Website.

F: Wie komme ich dorthin? A: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel zu den Stationen Dom/Römer oder Hauptwache; die Stätte ist zentral gelegen.

F: Was gibt es in der Nähe noch zu sehen? A: Römerberg, Frankfurter Dom, Museumsufer und Goethehaus sind alle in der Nähe.


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