Einleitung
Der Stolperstein für Rosa Goldschmidt in Baden-Baden, Deutschland, bietet Besuchern eine einzigartige und ergreifende Möglichkeit, sich mit den persönlichen Geschichten von Opfern des Holocaust auseinanderzusetzen. Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die an den letzten frei gewählten Wohnorten der von den Nazis verfolgten Menschen in die Gehwege eingelassen sind. Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiierte Stolperstein-Projekt ist zum größten dezentralen Holocaust-Mahnmal der Welt geworden, mit über 107.000 installierten Steinen in 21 europäischen Ländern bis Juni 2025. Jeder Stolperstein lädt Passanten ein, sich an ein einzelnes Leben zu erinnern und alltägliche Orte in Gedenkorte zu verwandeln (Stolpersteine.eu; Wikipedia).
Baden-Baden, eine Stadt, die für ihre Kurtraditionen und ihr Kulturerbe gefeiert wird, beteiligt sich seit 2008 am Stolperstein-Projekt. Unter den mehr als 200 Steinen in der Stadt steht der Stolperstein für Rosa Goldschmidt in der Werderstraße 24 als Zeugnis ihrer Geschichte: eine jüdische Frau, die zuerst in das Internierungslager Gurs und später nach Auschwitz deportiert wurde, wo sie 1942 ermordet wurde (Gedenkbuch Baden-Baden; Mahnmal Neckarzimmern). Dieser Leitfaden bietet historischen Kontext, praktische Besucherinformationen und Einblicke für einen bedeutsamen Besuch.
Fotogalerie
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Das Stolperstein-Projekt: Ursprünge und Zweck
Das Stolperstein-Projekt wurde in den frühen 1990er Jahren von Gunter Demnig gegründet, um Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, darunter Juden, Sinti und Roma, politische Gefangene und andere. Jede Messingplakette misst 10 x 10 cm und ist mit dem Namen, Geburtsdatum und Schicksal des Opfers beschriftet, angebracht an ihrem letzten frei gewählten Wohnort. Bis 2024 wurden in ganz Europa über 70.000 Stolpersteine installiert, die öffentliche Räume in dezentrale Gedenkstätten verwandeln (stolpersteine.eu; lbi.org).
Die Philosophie des Projekts wurzelt in dem Ausspruch: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, was das Gedenken zu einer alltäglichen Erfahrung macht (Prague Views).
Stolpersteine in Baden-Baden: Lokale Geschichte und Gedenktafeln
Baden-Baden hat das Stolperstein-Projekt seit 2008 angenommen, mit über 200 Steinen, die Opfer in den Stadtteilen gedenken. Die ersten Steine wurden mit Unterstützung lokaler Schulen und Kulturgruppen installiert, und das Projekt fördert weiterhin Bildung und Erinnerung (Stadtwiki Baden-Baden; Wikipedia DE). Jeder Stolperstein stellt die Erinnerung an ein Individuum wieder her und bettet seine Geschichte in die Straßen der Stadt ein.
Rosa Goldschmidts Stolperstein: Eine persönliche Geschichte
Rosa Goldschmidt wurde am 18. August 1889 in Gelnhausen, Hessen, geboren. Nach ihrer Umsiedlung nach Baden-Baden im Jahr 1939 lebte sie in der Werderstraße 24, bevor sie im Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert wurde. Anschließend wurde sie über Drancy nach Auschwitz transportiert, wo sie am 4. September 1942 ermordet wurde (Gedenkbuch Baden-Baden). Ihr Stolperstein, der am 12. Oktober 2010 in der Werderstraße 24 installiert wurde, trägt die Inschrift:
HIER WOHNTE
ROSA GOLDSCHMIDT
JG. 1889
DEPORTIERT 1940
GURS 1942 AUSCHWITZ
ERMORDET
Dieses Denkmal personalisiert die Tragödie des Holocaust und lädt zur Reflexion über Rosas Leben und Schicksal ein.
Besuchsinformationen: Standort, Öffnungszeiten und Barrierefreiheit
Standort
- Adresse: Werderstraße 24, 76530 Baden-Baden, Deutschland (Mahnmal Neckarzimmern)
- Nahe gelegene Wahrzeichen: Marktplatz, Stiftskirche und die Altstadt von Baden-Baden (Germany Footsteps)
Öffnungszeiten und Eintritt
- Besuchszeiten: Zugänglich rund um die Uhr als Teil des öffentlichen Gehwegs; kein Eintrittspreis oder Ticket erforderlich.
- Barrierefreiheit: Der Stolperstein ist bündig in den Gehweg eingelassen und für die meisten Besucher, einschließlich Personen mit Mobilitätshilfen, zugänglich. Einige Gehwege der Stadt können uneben sein.
Anreise
- Zu Fuß: Leicht zu Fuß vom Stadtzentrum und wichtigen Sehenswürdigkeiten erreichbar.
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bedient von lokalen Bussen mit Haltestellen in der Nähe der Werderstraße. Aktuelle Routen finden Sie in den Stadtverkehrsplänen oder Apps.
- Mit dem Auto: Parkplätze stehen in nahe gelegenen öffentlichen Parkhäusern zur Verfügung.
Tipps für einen respektvollen Besuch
- Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Inschrift zu lesen und die Person zu bedenken, die geehrt wird.
- Gedenkstätte respektieren: Vermeiden Sie es, direkt auf den Stein zu treten. Das Ablegen einer Blume oder eines kleinen Steins ist eine traditionelle Geste des Gedenkens.
- Fotografie: Gestattet, aber bitte bleiben Sie respektvoll gegenüber den Anwohnern und der feierlichen Atmosphäre des Ortes.
- Bildungsvorbereitung: Informieren Sie sich vor dem Besuch über das Stolperstein-Projekt und die Geschichte des Holocaust, insbesondere wenn Sie mit Kindern oder Studenten reisen.
- Weiter erkunden: Karten und Listen von Stolpersteinen in Baden-Baden sind online und im Stadtmuseum erhältlich (Claudia Travels).
Kulturelle und Gedenksymbolik
Stolpersteine sind ein partizipativer öffentlicher Kunstprozess, der Erinnerung in das tägliche Leben einbettet. Ihre Platzierung vor ehemaligen Wohnorten personalisiert das Gedenken an jedes Opfer und wirkt der von den Nazis auferlegten Anonymität entgegen. Die laufende Pflege und Reinigung von Stolpersteinen, insbesondere am Holocaust-Gedenktag, unterstreicht das Engagement der Gemeinschaft, die Erinnerung lebendig zu halten (Stolpersteine.eu; Prague Views).
Lokale Schulen und Organisationen in Baden-Baden beteiligen sich aktiv an der Recherche von Biografien, der Sponsorenschaft von Stolpersteinen und der Organisation von Zeremonien, was den intergenerationellen Dialog und die Bildung fördert (Stadtwiki Baden-Baden).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wird ein Eintrittspreis oder Ticket für den Besuch des Stolpersteins erhoben?
A: Nein, Stolpersteine sind öffentliche Denkmäler und können jederzeit kostenlos besichtigt werden.
F: Ist der Stolperstein für Besucher mit Behinderungen zugänglich?
A: Ja, er ist im Allgemeinen zugänglich, da er bündig in den Gehweg eingelassen ist. Einige Gehwege in Baden-Baden können jedoch uneben sein.
F: Sind Führungen verfügbar?
A: Ja, geführte Rundgänge, die Stolpersteine und andere Orte der jüdischen Geschichte umfassen, sind gelegentlich über lokale Organisationen und das Stadtmuseum Baden-Baden verfügbar.
F: Wie finde ich weitere Stolpersteine in Baden-Baden?
A: Konsultieren Sie Stadtwiki Baden-Baden oder das örtliche Fremdenverkehrsamt für Karten und Informationen.
Historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Erweitern Sie Ihren Besuch, indem Sie die vielen historischen Stätten von Baden-Baden erkunden, wie das Caracalla Spa, das Kurhaus, den Park Lichtentaler Allee und das Stadtmuseum Baden-Baden, das einen breiteren Kontext zur jüdischen Geschichte der Stadt und zum Stolperstein-Projekt liefert (Germany Footsteps).
Gemeinschaftliches Engagement und Veranstaltungen
Die Stolpersteine in Baden-Baden werden von lokalen Schulen, Freiwilligen und Kulturgruppen unterstützt. Installationszeremonien und Gedenkveranstaltungen umfassen oft Studenten, Musiker und Nachkommen, was das Gemeinschaftsengagement und die Bildung fördert (goodnews4.de).
Visuelle Ressourcen
- Fotos: Hochwertige Bilder des Stolpersteins für Rosa Goldschmidt, mit Alt-Texten wie „Stolperstein für Rosa Goldschmidt in der Werderstraße 24, Baden-Baden.“
- Karten: Visuelle Führer zu den Standorten der Stolpersteine in der Stadt.
- Digitale Ressourcen: Einige Apps und Online-Plattformen bieten interaktive Karten und virtuelle Touren (Claudia Travels).
Mehr Entdecken
Der Besuch des Stolpersteins für Rosa Goldschmidt in Baden-Baden ist eine bedeutsame Möglichkeit, das individuelle Gedenken zu ehren und sich mit der komplexen Vergangenheit der Stadt auseinanderzusetzen. Das Stolperstein-Projekt verwandelt Bürgersteige in Räume der Erinnerung und Reflexion und sorgt dafür, dass die Namen und Geschichten der Opfer fortleben. Wir ermutigen die Besucher, sich respektvoll zu verhalten, an lokalen Gedenkaktivitäten teilzunehmen und ihr Verständnis durch Führungen oder Bildungsressourcen zu vertiefen. Für weitere Informationen konsultieren Sie die offiziellen Tourismusseiten von Baden-Baden, laden Sie die Audiala-App herunter und folgen Sie lokalen Kulturprogrammen in den sozialen Medien für Updates zu Veranstaltungen und neuen Gedenkinstallationen.
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