Stolperstein Für Nathan Pfeifer

Einleitung

Der Stolperstein (wörtlich „Stolperstein“) für Nathan Pfeifer in Baden-Baden ist ein eindrucksvolles Zeugnis der individuellen Erinnerung inmitten der breiteren Tragödie des Holocaust. Als Teil des international anerkannten Stolperstein-Projekts laden diese Messingtafeln, die in die Bürgersteige von Städten in ganz Europa eingelassen sind, Passanten ein, innezuhalten, nachzudenken und sich an die durch die nationalsozialistische Verfolgung unterbrochenen und zerstörten Leben zu erinnern. Nathan Pfeifers Stolperstein, der sich in der Bertholdstraße 8 in Baden-Baden befindet, ehrt nicht nur seine persönliche Geschichte, sondern verkörpert auch das anhaltende Engagement für Erinnerung und historische Wahrheit in Deutschland und darüber hinaus (Stolpersteine.eu; Gedenkbuch Baden-Baden). Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über Nathan Pfeifers Leben, die Entstehung und Bedeutung des Stolperstein-Projekts, praktische Informationen für Besucher des Denkmals und Ressourcen für diejenigen, die ein tieferes Verständnis der komplexen Geschichte Baden-Badens suchen.


Nathan Pfeifer: Leben und Verfolgung

Nathan Pfeifer wurde am 12. Juni 1865 in Niederhochstadt in der Pfalz geboren (Gedenkbuch Baden-Baden). Er erlebte das Deutsche Kaiserreich, den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik und ließ sich schließlich in der Kurstadt Baden-Baden nieder, die für ihre lebendige Kulturszene und eine bedeutende jüdische Gemeinde bekannt ist. In den 1930er Jahren war Pfeifer im Ruhestand und wohnte von 1934 bis 1938 in der Gernsbacher Straße 49 und zog dann 1939 in die Bertholdstraße 8. Der Aufstieg des Nationalsozialismus markierte eine verhängnisvolle Wendung für Juden in Baden-Baden und anderswo. Nathan Pfeifer wurde, wie Tausende andere, im Rahmen der staatlichen Kampagne der Enteignung und Deportation zum Ziel. Am 22. Oktober 1940 wurde er während der Wagner-Bürckel-Aktion ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich deportiert (Mahnmal Neckarzimmern). Dort starb er am 29. September 1941 im Alter von 76 Jahren. Nachkriegsrestaurationen durch seinen Sohn, Dr. Kurt Pfeifer, zeugen vom Ausmaß der Verluste der Familie – wertvolle persönliche und kulturelle Besitztümer, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden (Gedenkbuch Baden-Baden). Heute markiert der Stolperstein in der Bertholdstraße 8 den Ort, an dem Nathan Pfeifer zuletzt frei gelebt hat.


Das Stolperstein-Projekt: Geschichte, Philosophie und Wirkung

Ursprünge und Entwicklung

Das Stolperstein-Projekt wurde von dem deutschen Künstler Gunter Demnig in den frühen 1990er Jahren als dezentralisierte Ergänzung zu monumentalen Gedenkstätten ins Leben gerufen. Der erste Stein wurde 1996 in Köln verlegt und erinnerte an Opfer der Reichstagsbrandverordnung (Fabrizio Musacchio). Die Kernidee ist einfach und doch tiefgründig: Jeder Stein wird vor der letzten selbstgewählten Adresse eines Opfers vor Ort installiert, um die Individualität und Würde wiederherzustellen, wo die Nationalsozialisten sie auszulöschen suchten (Prague Views).

Philosophie und Zweck

Demnig ließ sich vom Talmud-Prinzip leiten: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Durch die Einbettung von Erinnerung in den Fluss des täglichen Lebens ermutigen die Stolpersteine zu fortwährenden, spontanen Akten der Reflexion und der Demut (IamExpat; Germany.info).

Ausbreitung und soziale Resonanz

Mit über 100.000 verlegten Steinen in Europa (Stand 2025) sind die Stolpersteine die größte dezentrale Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Sie ehren Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, LGBTQ+-Personen, Zeugen Jehovas, politische Regimekritiker und andere, die vom NS-Regime verfolgt wurden (IamExpat). Allein in Baden-Baden erinnern über 220 Stolpersteine an lokale Opfer (Wikipedia: Stolpersteine in Baden-Baden). Stolpersteine sind zu einem Prüfstein für Deutschlands „Erinnerungskultur“ geworden. Gemeindemitglieder reinigen und pflegen die Steine oft, legen Blumen nieder oder organisieren Zeremonien, insbesondere um den Holocaust-Gedenktag. In einigen Städten wird noch darüber diskutiert, ob Denkmäler am Boden angebracht werden sollten, aber für viele ist das Niederkauern, um einen Stolperstein zu lesen, eine Geste des Respekts und der Auseinandersetzung mit der Geschichte (IamExpat).


Besuch des Nathan Pfeifer Stolpersteins: Praktische Informationen

Standort und Zugänglichkeit

  • Adresse: Bertholdstraße 8, 76530 Baden-Baden, Deutschland (Traces of War)
  • Koordinaten: ca. 48,75494, 8,241731 (Mapcarta)
  • Zugang: Der Stolperstein ist in einen öffentlichen Bürgersteig eingelassen und ist vollständig rollstuhlgerecht.

Besuchszeiten und Eintritt

  • Öffnungszeiten: 24/7, das ganze Jahr über. Das Denkmal ist im Freien und jederzeit kostenlos zugänglich.
  • Tickets: Es sind keine Tickets oder Reservierungen erforderlich; der Besuch ist kostenlos.

Anreise

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Baden-Baden ist gut mit Zug und Bus erreichbar; das Denkmal ist nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entfernt.
  • Mit dem Auto: Parkplätze sind in der Nähe vorhanden, aber Plätze im Zentrum von Baden-Baden können begrenzt sein.

Beste Besuchszeit

Tageslichtstunden werden für die beste Sichtbarkeit der Inschrift und eine nachdenklichere Atmosphäre empfohlen. Frühling und Herbst bieten angenehmes Wetter für Spaziergänge durch die Stadt.

Verhaltensregeln für Besucher

  • Innehalten und Nachdenken: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Inschrift zu lesen und das gewürdigte Leben zu bedenken.
  • Erinnerungsriten: Viele Besucher polieren den Stein mit einem weichen Tuch oder hinterlassen eine kleine Blume oder einen Kieselstein, um eine jüdische Erinnerungstradition zu befolgen.
  • Fotografie: Respektvolle Fotografie ist gestattet, aber wahren Sie die Feierlichkeit des Ortes.
  • Gruppen: Für Bildungs- oder Gruppenbesuche wenden Sie sich an das Touristeninformationsbüro Baden-Baden oder den lokalen Arbeitskreis Stolpersteine für Ratschläge.

Kontext: Stolpersteine und jüdisches Erbe in Baden-Baden

Das Stolperstein-Projekt wurde 2008 in Baden-Baden eingeführt, die ersten Steine wurden von Gunter Demnig selbst verlegt. Die lokale Historikerin Angelika Schindler und der ehrenamtliche Arbeitskreis Stolpersteine haben sich nachdrücklich für die Erforschung von Biografien und die Koordinierung von Installationen eingesetzt (Stolpersteine Baden-Baden). Das Projekt wird von der Stadt, lokalen Schulen und Gemeindeorganisationen unterstützt, wobei Schüler häufig an Forschungs- und Gedenkveranstaltungen teilnehmen. Neben den Stolpersteinen bietet Baden-Baden weitere historische Stätten von Bedeutung, darunter das Mahnmal an der ehemaligen Synagoge in der Stephanienstraße, das Stadtmuseum und die malerische Altstadt (Germany Footsteps). Die Besichtigung dieser Orte in Kombination mit den Stolpersteinen vertieft das Verständnis der Besucher für die vielschichtige Geschichte der Stadt.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Benötige ich ein Ticket, um den Nathan Pfeifer Stolperstein zu besuchen? A: Nein, das Denkmal ist jederzeit öffentlich zugänglich und kostenlos.

F: Wo genau befindet sich der Stolperstein? A: Er befindet sich in der Bertholdstraße 8, eingebettet in den Bürgersteig vor dem Gebäude.

F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, lokale Organisationen und das städtische Fremdenverkehrsamt bieten geführte Spaziergänge zu den Stolpersteinen und zur jüdischen Geschichte an. Eine Vorabreservierung wird für Gruppen empfohlen.

F: Ist die Anlage für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich? A: Ja, das Denkmal befindet sich auf einem öffentlichen, rollstuhlgerechten Bürgersteig.

F: Was kann ich sonst noch in der Nähe besuchen? A: Besuchen Sie das Stadtmuseum, die Altstadt und weitere Stolpersteine in ganz Baden-Baden (Wikipedia: Stolpersteine in Baden-Baden).


Ihren Besuch bereichern: Ressourcen und Empfehlungen


Mehr Entdecken

Der Besuch des Nathan Pfeifer Stolpersteins in Baden-Baden ist mehr als ein historischer Ausflug – er ist ein Akt der Erinnerung und des Respekts. Indem Sie in der Bertholdstraße 8 innehalten, ehren Sie nicht nur Nathan Pfeifer, sondern auch die Erinnerung an unzählige andere, deren Leben durch die Ereignisse des Holocaust für immer verändert wurde. Planen Sie Ihren Besuch und vertiefen Sie Ihr Verständnis der Geschichte Baden-Badens, indem Sie seine anderen kulturellen und Gedenkstätten erkunden. Für weitere Ressourcen, geführte Touren und Bildungsmaterialien besuchen Sie baden-baden.com oder laden Sie die Audiala-App für umfassende Führer herunter.


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