Einleitung
Die Stolpersteine, oder "Stolpersteine", sind eines der bedeutendsten Erinnerungsprojekte in Europa, das an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnert. Zu diesen gehört der Stolperstein für Lotte Rosbasch in Baden-Baden – eine ergreifende Erinnerung an eine einst blühende jüdische Gemeinde und die persönlichen Geschichten, die unser kollektives Gedächtnis an den Holocaust prägen. Dieser umfassende Leitfaden bietet detaillierte Einblicke in die Geschichte des Projekts, Besucherinformationen, Barrierefreiheit und die umfassendere Bedeutung des Gedenkens in Baden-Baden.
Fotogalerie
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Überblick über das Stolpersteine-Projekt
Das 1992 vom Künstler Gunter Demnig konzipierte Stolpersteine-Projekt ist das größte dezentrale Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung weltweit. Jeder Stolperstein ist ein 10 cm großer Messing-Kubus, der in den Bürgersteig vor der letzten frei gewählten Wohnung des Opfers eingelassen wird. Diese Steine tragen die Namen, Geburtsjahre und Schicksale der Personen, denen sie Ehre erweisen, und personalisieren so die Geschichte und bieten den Passanten eine starke, tägliche Erinnerung (Offizielle Website von Stolpersteine).
Bis 2024 wurden über 107.000 Stolpersteine in 21 europäischen Ländern installiert, die Juden, Roma, Sinti, politische Gefangene, Zeugen Jehovas, LGBTQ+-Opfer, Behinderte und andere vom NS-Regime verfolgte Gruppen ehren (ABC News).
Die dezentrale und partizipative Natur des Projekts ermöglicht es Gemeinschaften, Familien und Organisationen, Steine zu sponsern und so ein fortlaufendes, lokales Engagement und Erinnerungsarbeit zu gewährleisten.
Die Stolpersteine in Baden-Baden
Baden-Baden, eine Stadt mit tiefen jüdischen Wurzeln, schloss sich 2008 dem Stolpersteine-Projekt an. Bis 2023 waren über 213 Stolpersteine installiert worden, die jeweils die letzte frei gewählte Wohnung eines Opfers markieren (goodnews4.de). Gemeindemitglieder, Schulen und Organisationen beteiligen sich aktiv an der Erforschung von Biographien, der Organisation von Gedenkveranstaltungen und der Instandhaltung der Steine.
Orte wie die zerstörte Große Synagoge und der Jüdische Friedhof bieten zusätzlichen Kontext zu den Stolpersteinen und ermöglichen es Besuchern und Einheimischen gleichermaßen, sich tiefgehend mit der vielschichtigen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen (Baden-Baden Tourismusbüro; Gedenkbuch Baden-Baden).
Wer war Lotte Rosbasch?
Lotte Rosbasch wurde 1915 in eine jüdische Familie in Baden-Baden geboren. Sie arbeitete in einer jüdischen Erholungsklinik für Kinder, bevor sie 1937 aufgrund der zunehmenden nationalsozialistischen Verfolgung in die Vereinigten Staaten emigrieren musste. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für die Widerstandsfähigkeit derer, die flohen, und für den Verlust, den diejenigen erlitten, die nicht fliehen konnten (Gedenkbuch Baden-Baden). Der Stolperstein in der Büttenstraße 5 verewigt ihre Erinnerung und lädt zur Reflexion über persönliche Geschichten inmitten des alltäglichen Lebens der Stadt ein.
Besuch des Stolpersteins Lotte Rosbasch
Standort und Erreichbarkeit
- Adresse: Büttenstraße 5, Baden-Baden (historisches Stadtzentrum)
- Zugang: Das Denkmal befindet sich in einer fußgängerfreundlichen Gegend und ist für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Rollstuhlfahrer sollten beachten, dass einige Bürgersteige in der Altstadt uneben sein können.
Um den Stolperstein zu finden, nutzen Sie die Stolpersteine Guide App für Wegbeschreibungen, Biografien und Spazierrouten.
Besuchszeiten und Tickets
- Zugang: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
- Tickets: Keine erforderlich – der Stolperstein ist ein öffentliches, kostenloses Denkmal.
Reisetipps
- Anreise: Baden-Baden ist mit dem Zug und Auto erreichbar. Vom Hauptbahnhof ist die Altstadt nur einen kurzen Spaziergang oder eine Busfahrt entfernt.
- Parken: Mehrere öffentliche Parkhäuser befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums.
- Beste Besuchszeit: Die Tageslichtstunden werden für optimale Sicht und Sicherheit empfohlen.
Etikette und bürgerschaftliches Engagement
Stolpersteine sind Teil des öffentlichen Raums und des täglichen Lebens. Bitte:
- Halten Sie kurz inne und lesen Sie die Inschrift.
- Reinigen oder polieren Sie die Plakette mit einem weichen Tuch (eine Tradition des Gedenkens).
- Legen Sie einen kleinen Stein oder eine Blume als Zeichen des Respekts nieder.
- Vermeiden Sie es, direkt auf den Stein zu treten.
Die Stadt veranstaltet jährliche Pflegetage und Gedenkfeiern, oft am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und am Jahrestag der Kristallnacht (9. November), die zur öffentlichen Teilnahme offen sind (gedenkbuch.baden-baden.de).
Bildungsressourcen und Führungen
- Stadtführungen: Buchbar über das Tourismusbüro Baden-Baden oder den Arbeitskreis Stolpersteine. Diese Führungen bieten historischen Kontext und persönliche Erzählungen.
- Selbstgeführte Touren: Die Stolpersteine Guide App bietet Karten, Biografien und Audio-Kommentare.
- Schulprogramme: Lokale Schulen arbeiten an Forschungsprojekten und Veranstaltungen zusammen, um die Bildungswirkung zu vertiefen (claudiatravels.com).
Unterstützung des Projekts
Die Patenschaft für einen Stolperstein kostet 120 € und wird vom Stadtmuseum verwaltet. Spenden und ehrenamtliche Unterstützung für Reinigung und Bildungsarbeit sind jederzeit willkommen (goodnews4.de).
Historische Stätten in der Nähe
Wenn Sie sich in der Büttenstraße 5 aufhalten, erwägen Sie einen Besuch bei:
- Dem Jüdischen Friedhof für weitere Einblicke in die jüdische Geschichte Baden-Badens.
- Dem Standort der ehemaligen Großen Synagoge in der Stephanienstraße.
- Dem Stadtmuseum für Ausstellungen über jüdisches Leben und den Nationalsozialismus.
- Anderen Stolpersteinen, indem Sie thematischen Spazierwegen über die App folgen.
Sprache und Barrierefreiheit
- Die meisten Stolpersteine sind auf Deutsch beschriftet; die Stolpersteine Guide App und lokale Führungen bieten oft englische Übersetzungen.
- Für sehbehinderte Besucher sind Audio-Guides verfügbar, obwohl die Tafeln selbst nicht in Braille ausgeführt sind.
Sicherheit und lokale Bräuche
Baden-Baden ist eine sichere Stadt. Bitte verhalten Sie sich respektvoll – sprechen Sie leise und halten Sie während Zeremonien die Schweigeminuten ein. Jüdische Bräuche sehen oft das Niederlegen eines Steines auf Gräber oder Gedenkstätten als Zeichen des Gedenkens vor.
Die Bedeutung des Gedenkens
Das Stolpersteine-Projekt verkörpert die Philosophie, dass das Gedenken in den Alltag integriert werden sollte. Durch die Personalisierung des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und die Einbettung ihrer Geschichten in die Stadtlandschaft fördern Stolpersteine Empathie, Reflexion und Dialog. Bürgerbeteiligung und Bildungsinitiativen stellen sicher, dass die Erinnerung lebendig und relevant bleibt, indem sie die Leidtragenden ehren und zukünftige Generationen lehren (ABC News).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind Stolpersteine? Sie sind kleine Messingtafeln, die in Gehwege eingelassen werden, um Menschen zu gedenken, die von den Nationalsozialisten an ihrem letzten frei gewählten Wohnort verfolgt oder ermordet wurden.
Wo befindet sich der Stolperstein für Lotte Rosbasch? In der Büttenstraße 5, Baden-Baden. Nutzen Sie die Stolpersteine Guide App für Ortsangaben.
Muss ich ein Ticket kaufen oder eine Zeit reservieren? Nein. Stolpersteine sind öffentliche Gedenkstätten, jederzeit kostenlos zugänglich.
Gibt es geführte Touren? Ja, über das Tourismusbüro Baden-Baden und den Arbeitskreis Stolpersteine.
Darf ich den Stolperstein fotografieren? Ja – bitte respektieren SieAnwohner und die Gedenkstätte.
Wie kann ich das Projekt unterstützen? Durch die Patenschaft, Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit bei Recherchen und Reinigungsarbeiten.
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