Einleitung
Der Stolperstein für Frieda Fried in Baden-Baden, Deutschland, ist ein ergreifendes Symbol der Erinnerung im größten dezentralen Holocaust-Gedenkprojekt der Welt. Ursprünglich in den 1990er Jahren vom deutschen Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen, sind Stolpersteine – auch "Stolpersteine" genannt – kleine Messingtafeln, die in Bürgersteige in ganz Europa eingelassen sind. Jeder Stein wird vor der letzten frei gewählten Wohnadresse eines Opfers nationalsozialistischer Verfolgung verlegt und dient als direkte und persönliche Erinnerung an die Individuen, deren Leben tragisch beendet wurde. Der Stolperstein für Frieda Fried, der sich in der Kaiser-Wilhelm-Straße 1 befindet, ist das ganze Jahr über frei zugänglich und erfordert weder ein Ticket noch feste Besuchszeiten. Dieser Leitfaden bietet historischen Kontext, praktische Besucherinformationen, Einblicke in lokale Gedenkprakiken und Empfehlungen für einen bedeutungsvollen Besuch.
Für weitere Informationen konsultieren Sie Quellen wie die Offizielle Website der Stolpersteine, das Gedenkbuch Baden-Baden und Germany.info.
Fotogalerie
Entdecke Stolperstein Für Frieda Fried in Bildern
Ursprünge und Philosophie des Stolperstein-Projekts
Das Stolperstein-Projekt wurde Anfang der 1990er Jahre von Gunter Demnig ins Leben gerufen, angetrieben von dem Wunsch, Gedenken in den Alltag zu integrieren. Der erste inoffizielle Stolperstein wurde 1996 in Köln verlegt, inspiriert vom Jahrestag der Auschwitz-Verordnung, die die Deportation von Sinti und Roma in Vernichtungslager anordnete (fabriziomusacchio.com). Jeder Stolperstein verknüpft Erinnerung mit den physischen Räumen, in denen die Opfer lebten, und verkörpert die talmudische Lehre: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ (pragueviews.com).
Die Steine mit den Maßen 10 x 10 cm sind mit Messing bedeckt und handgraviert mit dem Namen des Opfers, dem Geburtsdatum, dem Deportationsdatum und seinem Schicksal, falls bekannt (stolpersteine.eu). Die Tat, sich zu bücken, um die Inschrift zu lesen, ist eine Geste des Respekts und des Gedenkens, die Passanten dazu einlädt, im Nachdenken darüber zu "stolpern" (pragueviews.com).
Bis August 2024 wurden über 107.000 Stolpersteine in fast 1.900 Gemeinden in 27 europäischen Ländern installiert, die jüdische Opfer, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, LGBTQ+-Personen, politische Dissidenten, Zeugen Jehovas und andere vom NS-Regime Verfolgte ehren (stolpersteine.eu; fabriziomusacchio.com).
Die Stolpersteine in Baden-Baden
Die ersten Stolpersteine in Baden-Baden wurden 2008 mit Unterstützung lokaler Schulen und Gemeindegruppen installiert (Stadtwiki Baden-Baden). Bis 2013 hatte die Stadt über 200 Steine (Wikipedia: Liste der Stolpersteine in Baden-Baden), die jeweils die letzte Adresse von von NS-Verfolgung betroffenen Einzelpersonen und Familien markieren. Die Steine sind über die ganze Stadt verstreut, insbesondere in Gebieten mit bedeutenden jüdischen Bevölkerungsanteilen vor dem Krieg (goodnews4.de; Claudia Travels).
Die Geschichte von Frieda Fried und ihrer Familie
Wer war Frieda Fried?
Frieda Fried (geb. Marx), geboren 1881, war eine jüdische Bewohnerin von Baden-Baden. Im Oktober 1940 wurde sie im Rahmen der "Wagner-Bürckel-Aktion" in das Lager Gurs im südlichen Frankreich deportiert. Ihr Schicksal nach der Deportation bleibt unbekannt, wie die Inschrift auf ihrem Stolperstein zeigt:
HIER WOHNTE
FRIEDA FRIED
GEB. MARX
JG. 1881
DEPORTIERT 1940
GURS
???
(Wikipedia: Liste der Stolpersteine in Baden-Baden)
Das Schicksal der Familie Fried
Die Stolpersteine für die Familie Fried sind zusammen gruppiert, was den kollektiven Verlust verdeutlicht, den Familien erlitten haben. Weitere Mitglieder sind Emil Fried (deportiert nach Gurs und in Auschwitz ermordet), Anna Fried (deportiert nach Gurs und in Auschwitz ermordet), Hans Fried, Johanna Fried, Marianne Fried, Sigmund Fried und Dr. Eugen Fried – viele mit unbekanntem Schicksal oder in Vernichtungslagern ermordet (Wikipedia: Liste der Stolpersteine in Baden-Baden).
Die Deportation nach Gurs
Die "Wagner-Bürckel-Aktion" im Oktober 1940 richtete sich gegen Juden in Südwestdeutschland, einschließlich Baden-Baden. Die Opfer wurden in das Lager Gurs im Vichy-Frankreich deportiert, wo grausame Bedingungen herrschten und viele starben oder später in Vernichtungslager geschickt wurden (Gedenkbuch Baden-Baden; Germany.info).
Besuch des Stolpersteins für Frieda Fried: Standort, Zeiten und Barrierefreiheit
Standort
- Adresse: Kaiser-Wilhelm-Straße 1, Baden-Baden, Deutschland
Dieser Ort ist vom Stadtzentrum aus zu Fuß erreichbar und liegt in der Nähe anderer bemerkenswerter Sehenswürdigkeiten wie der Stiftskirche und dem Neuen Schloss (Germany Footsteps).
Besuchszeiten und Tickets
- Zeiten: Der Stolperstein ist 24/7, das ganze Jahr über zugänglich.
- Tickets: Es sind keine Tickets oder Eintrittspreise erforderlich.
Barrierefreiheit
Der Stolperstein ist bündig mit dem Bürgersteig und im Allgemeinen für Personen mit Mobilitätshilfen zugänglich. Einige Gehwege können uneben sein, daher sollten Besucher übliche Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Tipps für Besucher und respektvolles Gedenken
- Halten Sie inne und reflektieren Sie: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, die Inschrift zu lesen. Den Namen laut oder leise auszusprechen, ist eine bedeutungsvolle Geste.
- Reinigen Sie den Stein: Es ist Tradition, das Messing zu polieren, besonders an Gedenktagen. Das Mitbringen eines weichen Tuchs wird empfohlen.
- Fotografie: Diskret ist Fotografie erlaubt; vermeiden Sie es, direkt auf den Stein zu treten oder den Gehweg zu blockieren.
- Blumen und Steine: Kleine Gaben wie Blumen oder Steine sind willkommen.
Historische und kulturelle Stätten in der Nähe
Erwägen Sie, Ihren Besuch durch die Erkundung von Folgendem zu bereichern:
- Jüdisches Museum Baden-Baden: Bietet tiefere Einblicke in die lokale jüdische Geschichte.
- Kurhaus Baden-Baden: Ikonisches Kurgebäude und Kulturzentrum.
- Gedenkstätte für die niedergebrannte Synagoge: Ort der Synagoge, die während der Reichskristallnacht zerstört wurde.
- Stadtmuseum Baden-Baden: Bietet breiteren historischen Kontext.
- Lichtentaler Allee: Ein malerischer Park zur Reflexion und zum Spazierengehen.
Interne Links zu verwandten Artikeln und externe Ressourcen stehen für weitere Erkundungen zur Verfügung.
Gemeinschaftliches Engagement und Debatte
Stolpersteine werden von Privatpersonen oder Gruppen gesponsert und gepflegt, was lokales Engagement und anhaltendes Gedenken fördert. Obwohl das Projekt weitgehend angenommen wird, gibt es einige Debatten über seine Platzierung auf Bürgersteigen, wobei Kritiker – wie einige Mitglieder der Münchner jüdischen Gemeinde – Wandtafeln bevorzugen (Folklife Magazine). Nichtsdestotrotz spiegeln die Verbreitung und die gemeinschaftliche Pflege von Stolpersteinen ihren sozialen und künstlerischen Einfluss wider (lbi.org).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Sind Tickets erforderlich, um den Stolperstein für Frieda Fried zu besuchen? A: Nein, er ist kostenlos und jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich.
F: Ist der Stolperstein für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Im Allgemeinen ja, da er bündig mit dem Gehweg ist, obwohl einige Gehwege uneben sein können.
F: Darf ich Fotos machen? A: Ja, respektvolle Fotografie ist gestattet.
F: Gibt es geführte Touren? A: Ja, lokale Organisationen und das Tourismusamt bieten Touren an, die Stolpersteine und andere historische Stätten umfassen.
F: Wie finde ich weitere Stolpersteine in Baden-Baden? A: Karten sind im Tourismusamt und über mobile Apps wie Audiala erhältlich.
Mehr Entdecken
Der Besuch des Stolpersteins für Frieda Fried in Baden-Baden bietet einen kraftvollen Moment der Reflexion und Verbindung zur Geschichte der Stadt. Diese Gedenkstätten verwandeln die Straßen in Orte der Erinnerung, machen die Vergangenheit sichtbar und persönlich. Besucher werden ermutigt, die Stolpersteine mit Respekt zu erkunden, an lokalen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen und ihr Verständnis durch Führungen und Bildungsressourcen zu vertiefen.
Für ein reichhaltigeres Erlebnis laden Sie die Audiala-App für interaktive Karten und Audioguides herunter und folgen Sie uns in den sozialen Medien für Updates zu Kulturerbeveranstaltungen und neue historische Einblicke.
Indem Sie am Stolperstein für Frieda Fried innehalten, helfen Sie sicherzustellen, dass ihre Erinnerung – und die unzähliger anderer – im Herzen von Baden-Baden lebendig bleibt.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Audiala App
Verfügbar für iOS und Android
Werde Teil von 50.000+ Kuratoren
Quellen
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: