Einleitung
Baden-Baden, eine Stadt, die für ihre Bäderkultur und elegante Architektur bekannt ist, birgt auch eine tiefgreifende Erinnerungsgeschichte durch ihre Stolpersteine. Diese kleinen Messingtafeln, geschaffen vom deutschen Künstler Gunter Demnig, sind in die Bürgersteige der Stadt eingelassen und erinnern an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Unter ihnen befindet sich der Stolperstein, der Emilie Barbara Greiner gewidmet ist, einer jüdischen Bewohnerin, deren Leben durch das NS-Regime tragisch beendet wurde. Dieser Leitfaden bietet historischen Kontext, praktische Besuchshinweise und überlegte Möglichkeiten, sich mit diesem wichtigen Mahnmal auseinanderzusetzen (Holocaust Educational Trust; Stadtwiki Baden-Baden).
Fotogalerie
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Was sind Stolpersteine?
Stolpersteine sind 10x10 cm große Messingtafeln, spiegelglatt in Gehwegen eingelassen, vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Opfern des NS-Regimes. Jeder Stein trägt den Namen des Individuums, sein Geburtsjahr, sein Schicksal und, sofern bekannt, das Todesdatum und den Sterbeort. Seit Beginn des Projekts in den 1990er Jahren sind Stolpersteine zum größten dezentralen Mahnmal der Welt geworden und machen Erinnerung zu einem Teil des alltäglichen Stadtlebens (Holocaust Educational Trust).
Stolpersteine in Baden-Baden: Lokale Geschichte
Das Stolperstein-Projekt in Baden-Baden begann im Jahr 2008, und mittlerweile sind über 200 Steine in der ganzen Stadt installiert. Das lokale Museum und Archiv haben eine entscheidende Rolle gespielt, indem sie Forschungs- und Bildungsprogramme koordiniert haben, an denen Schulen und Nachkommen von Opfern beteiligt sind (Stadtarchiv Baden-Baden Stolpersteine PDF). Diese Bemühungen stellen sicher, dass die Namen und Geschichten der Verfolgten – wie Emilie Barbara Greiner – nicht vergessen werden (Wikipedia; Gedenkbuch Baden-Baden).
Emilie Barbara Greiner: Ihre Geschichte
Emilie Barbara Greiner, geboren 1882, war eine jüdische Bewohnerin von Baden-Baden. Sie wurde institutionalisiert und fiel dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm Aktion T4 zum Opfer. Ihr Stolperstein markiert ihre letzte frei gewählte Adresse und stellt ihren Namen und ihre Geschichte in das kollektive Gedächtnis der Stadt zurück (Gedenkbuch Baden-Baden).
Kulturelle und Gedenkwürdigkeit
Dezentrale Erinnerung
Stolpersteine bringen Erinnerung in den öffentlichen Raum und regen zu spontaner Reflexion bei Einwohnern und Besuchern an, wenn sie diesen Mahnmalen im Alltag begegnen. Dieser Ansatz personalisiert die Geschichte und macht sie unausweichlich, indem er Erinnerung demokratisiert und sicherstellt, dass die Gräueltaten der Vergangenheit im öffentlichen Bewusstsein präsent bleiben.
Bildungsprogramme
Das Stolperstein-Projekt in Baden-Baden ist eng mit Bildungsprogrammen verbunden. Lokale Schulen recherchieren und präsentieren die Biografien von Opfern, wodurch eine persönliche Verbindung zur Geschichte für neue Generationen geschaffen wird. Schülerinitiativen umfassen Aufräumaktionen und kreative Projekte, die das Engagement der Gemeinschaft fördern (Stadtarchiv Baden-Baden Stolpersteine PDF).
Künstlerische und persönliche Verbindungen
Kunstwettbewerbe und Ausstellungen, wie "Weil eine Zahl keinen Namen hat", fördern die persönliche Reflexion und das künstlerische Engagement mit den Stolpersteinen. Die Beteiligung von Überlebenden, Nachkommen und der lokalen jüdischen Gemeinde vertieft die Bedeutung des Mahnmals.
Besuch des Stolpersteins für Emilie Barbara Greiner
Lage und Erreichbarkeit
Der Stolperstein von Emilie Barbara Greiner befindet sich an ihrer letzten frei gewählten Adresse in einem Wohngebiet im historischen Zentrum von Baden-Baden. Karten und genaue Adressen sind beim Tourismus-Information Baden-Baden und beim Arbeitskreis Stolpersteine Baden-Baden erhältlich. Das Mahnmal ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich und für Besucher mit eingeschränkter Mobilität geeignet.
Besuchszeiten und Eintrittspreise
Stolpersteine sind öffentliche Mahnmale und können jederzeit besucht werden; es sind keine Tickets oder Reservierungen erforderlich.
Führungen und Gedenkstättenpfade
Lokale Organisationen und Reiseveranstalter bieten geführte historische Spaziergänge an, die Stolpersteine und andere wichtige Gedenkstätten umfassen. Für Details wenden Sie sich bitte an das Tourismus-Informationszentrum oder kontaktieren Sie den Arbeitskreis Stolpersteine Baden-Baden.
Verantwortungsbewusster Besuch
Besucher werden gebeten, den Mahnmalen mit Respekt zu begegnen – vermeiden Sie es, direkt auf dem Stein zu stehen, und erwägen Sie, eine kleine Blume oder einen Stein als Zeichen des Gedenkens niederzulegen. Die Reinigung der Stolpersteine ist eine lokale Tradition und eine bedeutungsvolle Geste.
Empfohlene Reiseroute: Gedenken mit Entdeckung verbinden
Vormittag:
- Holen Sie sich Karten und historische Informationen zu Stolpersteinen beim Tourismus-Informationszentrum.
- Besuchen Sie den ehemaligen Standort der Großen Synagoge, die während der Reichspogromnacht zerstört wurde, um Kontext zu gewinnen (abc.net.au).
Mittag:
- Gehen Sie zum Stolperstein von Emilie Barbara Greiner und nehmen Sie sich Zeit für Besinnung.
- Weiter zu anderen nahegelegenen Stolpersteinen, um Ihr Verständnis der Stadtgeschichte zu vertiefen.
Nachmittag:
- Entspannen Sie im Kurpark oder in der Lichtentaler Allee oder besuchen Sie lokale Museen wie das Stadtmuseum Baden-Baden oder das Museum Frieder Burda.
Abend:
- Genießen Sie die Café-Kultur Baden-Badens bei der Reflexion über die Erlebnisse des Tages und die bleibende Relevanz des Gedenkens.
Gedenken mit kulturellen Erlebnissen verbinden
Baden-Baden bietet eine reiche Mischung aus Geschichte, Wellness und Kultur. Erwägen Sie, Ihren Stolperstein-Besuch mit folgenden Attraktionen zu verbinden:
- Das Kurhaus und seine Gärten
- Die römischen Bäderruinen
- Das Fabergé Museum
- Bäderbesuche im Caracalla oder Friedrichsbad
- Spaziergänge durch die Altstadt und andere religiöse oder multikulturelle Stätten (wanderingermany.com; mapcarta.com)
Praktische Besuchertipps
- Zugänglichkeit: Die meisten Stolpersteine befinden sich auf ebenen Gehwegen, aber einige Bereiche haben Kopfsteinpflaster; tragen Sie bequeme Schuhe.
- Wetter: Baden-Baden hat ein mildes Klima, prüfen Sie aber vor Ihrem Besuch die Vorhersage.
- Respektvolles Verhalten: Dies sind ernste Gedenkstätten; wahren Sie Ruhe und seien Sie sich des Zwecks des Mahnmals bewusst.
- Fotografie: Diskret ist Fotografieren erlaubt, aber priorisieren Sie stets den Respekt.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
F: Wo befindet sich der Stolperstein von Emilie Barbara Greiner? A: An ihrer letzten frei gewählten Wohnadresse in Baden-Baden; kontaktieren Sie das Tourismus-Informationszentrum oder den Arbeitskreis Stolpersteine Baden-Baden für die genaue Adresse.
F: Benötige ich Besuchszeiten oder Tickets? A: Nein. Stolpersteine sind rund um die Uhr zugänglich, kostenlos.
F: Gibt es Führungen? A: Ja. Erkundigen Sie sich beim Tourismus-Informationszentrum oder beim Arbeitskreis Stolpersteine nach geführten Gedenkspaziergängen.
F: Sind die Stolpersteine für Besucher mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, die meisten befinden sich auf Straßenniveau und sind zugänglich, obwohl einige Bereiche unebene Oberflächen aufweisen können.
F: Kann ich an Gedenkveranstaltungen teilnehmen? A: Stolperstein-Zeremonien sind öffentlich zugänglich und beinhalten oft Musik, Lesungen und Präsentationen von lokalen Schulen und Gemeindemitgliedern.
Weiterführende Ressourcen und Unterstützung
- Holocaust Educational Trust
- Stadtwiki Baden-Baden
- Stadtarchiv Baden-Baden Stolpersteine PDF
- Gedenkbuch Baden-Baden
- goodnews4.de
- Tourismus Baden-Baden
- Arbeitskreis Stolpersteine Baden-Baden
- Wikipedia: Liste der Stolpersteine in Baden-Baden
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