Stolperstein Für Else Less

Einleitung

Der Stolperstein für Else Less in Baden-Baden ist ein tiefgreifendes Symbol des Gedenkens, das Besuchern die Möglichkeit bietet, sich persönlich mit den Opfern des Holocaust und der einst blühenden jüdischen Gemeinde der Stadt zu verbinden. Stolpersteine, kleine Messing-Gedenktafeln, die in die Bürgersteige eingelassen sind, sind Teil eines dezentralen Gedenkprojekts, das 1992 vom Künstler Gunter Demnig initiiert wurde. Jeder Stein markiert die letzte frei gewählte Wohnstätte eines vom NS-Regime verfolgten Individuums und macht das Gedenken zu einem untrennbaren Bestandteil der städtischen Landschaft. In Baden-Baden ehren diese Steine nicht nur Opfer wie Else Less, sondern fördern auch fortlaufende Bildung, Reflexion und gemeinschaftliches Engagement.

Für weitere Informationen und Ressourcen siehe Stolpersteine.eu, Gedenkbuch Baden-Baden und Touristeninformation Baden-Baden.


Überblick

  • Einleitung
  • Ursprung und Entwicklung des Stolperstein-Projekts
  • Else Less: Leben, Verfolgung und Gedenken
  • Standort, Besuchszeiten und Barrierefreiheit
  • Führungen und Bildungsangebote
  • Gemeinschaftliches Engagement und kulturelle Bedeutung
  • Praktische Besuchertipps
  • Häufig gestellte Fragen
  • Schlussfolgerung
  • Weitere Ressourcen und Quellen

Ursprung und Entwicklung des Stolperstein-Projekts

Das Stolperstein-Projekt gilt als das größte dezentrale Mahnmal der Welt, mit über 116.000 Steinen, die bis 2024 in 31 europäischen Ländern installiert wurden (Wikipedia - Stolperstein). Das vom Künstler Gunter Demnig konzipierte Projekt begann als künstlerische Intervention zur Erinnerung an Einzelpersonen an ihrem letzten frei gewählten Wohnort vor ihrer Verfolgung durch die Nazis. Die Steine, kleine Betonwürfel mit einer handgravierten Messingplatte, werden bündig in den Gehweg eingelassen und laden Passanten ein, im alltäglichen Leben auf Erinnerungen zu "stoßen" (Stolpersteine.eu).

Dieser einzigartige, dezentrale Ansatz verwandelt Gehwege und Stadtstraßen in lebendige Denkmäler, integriert das Gedenken in den Alltag und stellt sicher, dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden.

Else Less: Leben, Verfolgung und Gedenken

Frühes Leben und Gemeinschaft

Else Less (geborene Grünbaum) war eine jüdische Bewohnerin von Baden-Baden, einer Stadt, die für ihre Kurkultur und ihre kosmopolitische Atmosphäre bekannt ist. Vor dem Aufstieg des NS-Regimes spielte die jüdische Gemeinde eine bedeutende und lebendige Rolle im Leben der Stadt.

NS-Verfolgung und Deportation

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten sahen sich jüdische Bürger in Baden-Baden wachsender Verfolgung ausgesetzt. Else Less und ihr Ehemann Leopold wurden schließlich während der systematischen Deportationen in den frühen 1940er Jahren ins Visier genommen. Am 22. Oktober 1940 wurden sie in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert. Leopold starb auf dem Weg, während Else den Krieg überlebte und nach 1945 nach Baden-Baden zurückkehrte (Gedenkbuch Baden-Baden).

Das Stolperstein-Mahnmal

Der Stolperstein für Else Less, der am 27. Januar 2009 in der Vincentistraße 25 installiert wurde, dient als greifbare Verbindung zu ihrem Leben und Schicksal. Die Inschrift beginnt typischerweise mit "Hier wohnte", gefolgt von ihren persönlichen Daten, und dient als eindringliche Erinnerung an die individuellen Geschichten hinter historischen Tragödien.

Stolperstein für Else Less in Baden-Baden Alt-Text: Stolperstein für Else Less, eingelassen in den Gehweg Vincentistraße 25, Baden-Baden.


Standort, Besuchszeiten und Barrierefreiheit

Standort

Der Stolperstein für Else Less befindet sich in der Vincentistraße 25 in Baden-Baden, vor ihrer letzten frei gewählten Wohnstätte. Diese Adresse ist zu Fuß zu erreichen und liegt in der Nähe anderer historischer Sehenswürdigkeiten der Stadt (Stolpersteine.eu).

Besuchszeiten und Eintrittspreise

  • Zugänglichkeit: Stolpersteine befinden sich auf öffentlichen Gehwegen und sind rund um die Uhr zugänglich.
  • Eintrittspreise: Es sind keine Tickets oder Reservierungen erforderlich; Besuche sind kostenlos und bieten jederzeit Zugang.
  • Beste Besuchszeit: Die Tageslichtstunden werden für bessere Sichtbarkeit und Lesbarkeit der Inschriften empfohlen.

Anreise

Baden-Baden ist eine kompakte Stadt mit einem effizienten öffentlichen Nahverkehr. Der Stolperstein ist von wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Kurhaus und der Altstadt aus zu Fuß erreichbar. Für Wegbeschreibungen konsultieren Sie das Tourismusbüro Baden-Baden oder nutzen Sie Navigations-Apps.

Barrierefreiheit

Die meisten Stolpersteine, einschließlich des von Else Less, sind bündig in den Gehweg eingelassen und in der Regel für Personen mit Hilfsmitteln zugänglich. Beachten Sie jedoch, dass einige Straßen unebenes Kopfsteinpflaster aufweisen können.


Führungen und Bildungsangebote

Das Tourismusbüro Baden-Baden und lokale Organisationen bieten Karten, Broschüren und gelegentlich Führungen an, die sich auf Stolpersteine und die jüdische Geschichte der Stadt konzentrieren. Die Stolpersteine Guide App bietet Biografien, Spazierwege und Audioinhalte für die selbstständige Erkundung.

Lokale Schulen und Organisationen recherchieren oft die Leben der Gedenkwürdigen und präsentieren ihre Geschichten während der Einsetzungszeremonien und Bildungsveranstaltungen (Landesarchiv BW PDF).


Gemeinschaftliches Engagement und kulturelle Bedeutung

Das Stolperstein-Projekt in Baden-Baden lebt vom Engagement der Gemeinschaft. Schulen, Kulturvereine und lokale jüdische Organisationen sponsern Steine, organisieren Reinigungsevents und beteiligen sich an Einsetzungszeremonien. Das Projekt ist ein Katalysator für Erinnerung und Bildung und fördert den fortlaufenden Dialog über Geschichte, Toleranz und Identität (goodnews4.de).

Kulturelle Veranstaltungen begleiten oft neue Installationen, darunter Ausstellungen und musikalische Ehrungen, wie sie von Schülern und lokalen Musikern bei Gedenkveranstaltungen dargeboten werden (gedenkbuch.baden-baden.de).


Praktische Besuchertipps

  • Bequeme Schuhe tragen: Stolpersteine lassen sich am besten zu Fuß erkunden.
  • Kleinen Stein oder Blume mitbringen: Es ist üblich, ein Erinnerungszeichen zu hinterlassen.
  • Ort respektieren: Innehalten, die Inschrift lesen und Anwohner beachten.
  • Fotografie: Erlaubt und erwünscht als Mittel des Teilens und Erinnerns.
  • Schaden melden: Stadt oder Stolperstein-Koordinatoren benachrichtigen, falls ein Stein beschädigt ist oder fehlt.
  • Ressourcen nutzen: Laden Sie die Stolpersteine Guide App oder die Audiala App für ein bereichertes Erlebnis herunter.

Häufig gestellte Fragen

F: Was sind die Besuchszeiten für den Stolperstein für Else Less? A: Der Stolperstein ist jederzeit, das ganze Jahr über zugänglich, da er in einen öffentlichen Gehweg eingelassen ist.

F: Gibt es Eintrittspreise oder Tickets? A: Nein, der Stolperstein ist kostenlos zu besuchen.

F: Sind Stolpersteine rollstuhlgerecht? A: Im Allgemeinen ja, aber einige umliegende Straßen können unebenes Kopfsteinpflaster aufweisen.

F: Wo finde ich weitere Stolpersteine in Baden-Baden? A: Viele befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums und in Wohnvierteln. Das Tourismusbüro bietet Karten und Informationen.

F: Darf ich den Stolperstein fotografieren? A: Ja, Fotografie ist erlaubt.

F: Wie kann ich während meines Besuchs mehr erfahren? A: Nutzen Sie die Stolpersteine Guide App oder nehmen Sie an einer Führung teil.


Weitere Ressourcen


Foto-Vorschlag: Ein Foto des Stolpersteins für Else Less vor Ort, mit Alt-Text "Stolperstein für Else Less in Baden-Baden Gehweg-Mahnmal". Vorschlag für interne Links: Verlinken Sie auf verwandte Artikel über die jüdische Geschichte Baden-Badens, das Stadtmuseum und lokale Gedenkinitiativen für einen angereicherten Kontext.

Handlungsaufforderung: Laden Sie die Stolpersteine Guide App herunter, erkunden Sie nahegelegene Denkmäler und nehmen Sie an Bildungstouren teil, um diese wichtigen Geschichten zu ehren und zu bewahren.


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