Sankt Annæ Plads

Einleitung

Sankt Annæ Plads ist eine der ikonischsten historischen Plätze Kopenhagens und bietet Besuchern eine einzigartige Mischung aus architektonischer Pracht, kulturellen Wahrzeichen und reicher Geschichte. Ob Sie ein Geschichtsinteressierter, ein Architekturliebhaber oder einfach nur auf der Erkundungstour durch die charmanten urbanen Räume Kopenhagens sind, Sankt Annæ Plads ist ein Muss. Dieser Leitfaden bietet alle wesentlichen Informationen für einen Besuch in Sankt Annæ Plads, einschließlich einer Einführung in seine historische Bedeutung und einen Überblick für Besucher. Für weitere Erkundungen und Aktualisierungen sollten Sie offizielle Ressourcen und Führungen in Betracht ziehen, um Ihre Erfahrung zu vertiefen.


Überblick und historischer Hintergrund

Sankt Annæ Plads ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kopenhagen historische Erhaltung mit modernen städtischen Bedürfnissen verbindet. Ursprünglich als Kanal (Sankt Annæ Grav) für Verteidigungs- und logistische Zwecke erbaut, wurde das Gebiet im 18. Jahrhundert während der ehrgeizigen Entwicklung von Frederiksstaden umgestaltet. Dieses Viertel wurde geplant, um königliche Macht und aufklärerische Ideale zu präsentieren, wobei der Kanal aufgefüllt wurde, um eine stattliche, von Bäumen gesäumte Allee zu schaffen.

Etymologie und religiöses Erbe

Der Name des Platzes geht auf eine mittelalterliche Kapelle zurück, die der Heiligen Anna, der Mutter der Jungfrau Maria, gewidmet war. Diese religiöse Verbindung unterstreicht die spirituelle Bedeutung des Gebiets im frühen Kopenhagen, und der Name bleibt als Verbindung zu seinen Ursprüngen bestehen.


Städtische Entwicklung und Architektur

Mit dem Wachstum von Frederiksstaden wurde Sankt Annæ Plads zu einer modischen Adresse für die dänische Aristokratie und prominente Persönlichkeiten. Die einzigartige Form des Platzes – eine längliche, grüne Allee anstelle eines traditionellen Platzes – spiegelt die Anpassung der Stadt an europäische Stadtplanung wider.

Wichtige architektonische Highlights sind:

  • Garnisonskirche (Garnisons Kirke): Erbaut von 1703 bis 1706 aus Ziegeln, die vom abgebrannten Sophie Amalienborg gerettet wurden, ist diese Kirche ein Zeugnis für Widerstandsfähigkeit und Einfallsreichtum.
  • Prächtige Herrenhäuser: Ehrwürdige Häuser wie das Herrenhaus in Nr. 11 (erbaut 1801 von Professor J.H. Rawert) beherbergten namhafte dänische Persönlichkeiten und sind heute geschützte Kulturgüter.

Bemerkenswerte Gebäude und Bewohner

Die historischen Adressen von Sankt Annæ Plads waren die Heimat vieler einflussreicher Dänen:

  • Erich Erichsen: Kaufmann und Reeder, der während der postnapoleonischen Krise eine Schlüsselrolle spielte.
  • Graf Carl von Moltke: Ehemaliger Premierminister und Direktor des Rentekammeret (1839–1844).
  • Haagen Mathiesen: Norwegischer Geschäftsmann und Reeder.
  • Ancker Wilhelm Frederik von Bornemann: Pensionierter Oberster Richter; die Familie besaß Nr. 11 bis ins 20. Jahrhundert.

Hotel Skt. Annæ: Eröffnet 1851 (ursprünglich als Hotel Neptun), hatte das Hotel eine farcenreiche Vergangenheit, darunter die Bedienung von Schmugglern und Gesetzlosen, mit Zugang durch das Passwort „neptun“. Lokale Legenden erzählen von Spuk und Geistererscheinungen in der Nähe der Kreuzung mit der Amaliegade.


Soziales Leben und kulturelle Bedeutung

Historisch gesehen kontrastierte der Platz opulente Herrenhäuser mit notdürftigen Unterkünften für Arme, insbesondere nach dem Brand von Kopenhagen im Jahr 1795. Diese Mischung prägte eine einzigartige städtische Kultur, die elitäre Bestrebungen mit den Realitäten des Stadtlebens in Einklang brachte.

Heute ist Sankt Annæ Plads ein lebendiger Treffpunkt, der Open-Air-Aufführungen, Märkte und Gemeinschaftsveranstaltungen beherbergt. Denkmäler wie die Reiterstatue von König Christian X und Büsten von Franklin D. Roosevelt und dem Autor Herman Bang bekräftigen seine Rolle als Stätte kollektiven Gedächtnisses und bürgerlichen Stolzes.


Städtische Erneuerung und Nachhaltigkeit

Die Renovierung von Sankt Annæ Plads im Jahr 2016 markierte einen Wendepunkt in Kopenhagens Ansatz zur städtischen Widerstandsfähigkeit und Lebensqualität:

  • Grüne Mittelachse: Erweiterte Rasenflächen, alte Bäume und Blumenbeete schaffen einen einladenden grünen Gürtel.
  • Sturmwassermanagement: Das sanft abgesenkte "Schüssel"-Design des Platzes und unterirdische Rohre ermöglichen die Aufnahme und Umleitung von bis zu 9 Millionen Litern Regenwasser bei Wolkenbrüchen und schützen so nahegelegene Gebäude.
  • Fußgängerpriorität: Reduzierung von Fahrspuren, verbreiterte Gehwege und Sitzbereiche im Freien fördern das Gehen, Radfahren und die soziale Interaktion.
  • Spielplatz und Erholung: Sichere, verkehrsberuhigte Spielplätze und Bouleplätze dienen Familien und allen Altersgruppen.

Besucherinformationen

Öffnungszeiten

  • Sankt Annæ Plads: Täglich 24 Stunden geöffnet; keine eingeschränkten Besuchszeiten für den Platz.
  • Nahegelegene Veranstaltungsorte: Das Königliche Dänische Schauspielhaus (Nr. 36) ist in der Regel von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, aber prüfen Sie die offiziellen Zeitpläne.

Eintrittspreise

  • Öffentlicher Zugang: Kostenlos; kein Ticket für den Zutritt zum Platz erforderlich.
  • Kulturelle Veranstaltungsorte: Für Aufführungen oder Führungen in Institutionen wie dem Königlichen Dänischen Schauspielhaus können Tickets erforderlich sein.

Anreise

  • Metro: Die Station Kongens Nytorv ist die nächstgelegene, etwa 10 Gehminuten entfernt.
  • Bus: Mehrere Linien bedienen das Gebiet.
  • Fahrrad: Umfangreiche Radwege verbinden den Platz mit dem Rest der Stadt.
  • Zu Fuß: Leicht erreichbar von Nyhavn, Schloss Amalienborg und anderen zentralen Attraktionen.
  • Auto: Tiefgaragen sind am Kvæsthuspier verfügbar.

Barrierefreiheit

  • Barrierefreier Zugang, glatte Gehwege und Rampen machen den Platz rollstuhl- und kinderwagengerecht.
  • Klare Beschilderung unterstützt sehbehinderte Besucher.
  • Familien- und haustierfreundliche Richtlinien werden eingehalten.

Führungen

  • Zahlreiche Stadtführungen durch Frederiksstaden, einschließlich Sankt Annæ Plads, werden von lokalen Anbietern und dem Copenhagen Visitor Service angeboten.

Ausstattung

  • Bänke, Hängematten, Kinderspielplätze und ein Boulefeld.
  • Sitzgelegenheiten im Freien in nahegelegenen Cafés und Restaurants.
  • Saisonale Veranstaltungen und Pop-up-Märkte.

Nahegelegene Attraktionen

  • Schloss Amalienborg: Residenz der dänischen Königsfamilie.
  • Nyhavn: Historischer Hafen mit lebhaften Restaurants und Bars.
  • Königliches Dänisches Schauspielhaus: Renommierter Kulturveranstaltungsort.
  • Residenz des schwedischen Botschafters, Garnisonskirche, Dänisches Maritim Museum: Alle sind zu Fuß erreichbar.

Fotografische Highlights

  • Zentrale Grünfläche und historische Fassaden.
  • Reiterstatue von König Christian X.
  • Ausblicke auf Schloss Amalienborg und den Hafen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Gibt es eine Eintrittsgebühr für Sankt Annæ Plads? A: Nein, der Platz ist ein öffentlicher Raum und kann kostenlos besucht werden.

F: Was sind die besten Besuchszeiten? A: Von spätem Frühling bis zum Frühherbst bietet sich angenehmes Wetter und lebhaftes Treiben. Die frühen Morgenstunden sind ruhiger für die Fotografie.

F: Sind Führungen verfügbar? A: Ja, buchbar über lokale Reiseveranstalter und den Copenhagen Visitor Service.

F: Ist der Platz für Menschen mit Behinderungen zugänglich? A: Ja, mit barrierefreiem Zugang, glatten Gehwegen und zugänglichen Einrichtungen.

F: Gibt es in der Nähe Essens- und Unterkunftsmöglichkeiten? A: Ja, einschließlich Cafés, Restaurants und Hotels wie dem Hotel Skt. Annæ.

F: Wo kann ich parken? A: Tiefgaragen sind am Kvæsthuspier verfügbar.


Reisetipps und saisonale Ratschläge

  • Beste Reisezeit: Juni bietet lange Tageslichtstunden und lebhafte Festivals; Frühling und Sommer sind ideal für Outdoor-Aktivitäten.
  • Wetter: Seien Sie auf gelegentliche Regenschauer vorbereitet; bringen Sie eine leichte Jacke oder einen Regenschirm mit.
  • Sicherheit: Kopenhagen ist sehr sicher, aber achten Sie in belebten Gegenden auf Ihre Umgebung.
  • Lokale Bräuche: Genießen Sie die dänische Hygge, indem Sie Gemeinschaftsbereiche nutzen, Lärm minimieren und die örtliche Sauberkeit respektieren.

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