Museen Des Fernen Ostens

Einleitung

Die Museen des Fernen Ostens im Brüsseler Stadtteil Laeken bilden eine bemerkenswerte Ansammlung asiatisch inspirierter Architektur und Sammlungen. Diese vom damaligen König Leopold II. in Auftrag gegebene und Anfang des 20. Jahrhunderts von Alexandre Marcel entworfene Anlage umfasst den Chinesischen Pavillon, den Japanischen Turm und das Museum für Japanische Kunst. Diese Museen wurden als Feier der asiatischen Kunstfertigkeit und Belgiens Offenheit für globale kulturelle Einflüsse konzipiert. Obwohl die Museen derzeit wegen umfangreicher Restaurierungsarbeiten geschlossen sind, bleiben sie ein wichtiger Teil des Brüsseler Erbes, wobei Teile ihrer Sammlungen im Kunst- und Geschichtsmuseum im Parc du Cinquantenaire ausgestellt sind. Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte, Architektur, Besuchszeiten, Eintrittspreise, Zugänglichkeit, Reisetipps und nahegelegene Attraktionen der Museen, der Ihnen hilft, einen sinnvollen Besuch oder eine virtuelle Erkundung zu planen. Für die aktuellsten Informationen konsultieren Sie bitte stets die offiziellen Websites von visit.brussels und den Königlichen Museen für Kunst und Geschichte.


Geschichte und kulturelle Bedeutung

Die von König Leopold II. zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Auftrag gegebenen Museen des Fernen Ostens spiegeln Belgiens Faszination für asiatische Kunst und demonstrieren die kosmopolitischen Ambitionen des Landes. Die Anlage wurde vom französischen Architekten Alexandre Marcel entworfen, der europäische Konstruktionen mit authentischen asiatischen dekorativen Elementen durchdrang. Im Laufe der Zeit wurden die Museen zu einem Zeugnis des künstlerischen Dialogs zwischen Ost und West. Sie beherbergten seltene chinesische Porzellane, japanische Drucke, Samurai-Rüstungen und Lackarbeiten und trugen zur Erforschung des Orientalismus und des internationalen Kunstaustauschs bei.


Architektonische Highlights

Chinesischer Pavillon

Der 1910 fertiggestellte Chinesische Pavillon ist ein Beispiel für Chinoiserie-Architektur. Seine aufwendigen Holzschnitzereien, Porzellanpaneele und dekorativen Elemente, die aus China importiert wurden, schaffen eine prunkvolle Umgebung, die an kaiserliche Paläste erinnert. Die Innenräume sind mit chinesischem Porzellan, Lackarbeiten und Mobiliar aus der Zeit ausgestattet und verbinden europäische und asiatische Ästhetik.

Japanischer Turm

Der 50 Meter hohe Japanische Turm (1901–1904) ist eine beeindruckende, von japanischen Tempeln inspirierte Pagode. Der Turm wurde zerlegt aus Japan verschifft und in Brüssel aufgebaut. Er ist mit filigranen Holzarbeiten, Lackpaneelen und geschwungenen Dächern verziert und repräsentiert den Höhepunkt der japanisch beeinflussten europäischen Architektur Anfang des 20. Jahrhunderts.

Museum für Japanische Kunst

Dieses kleinere Gebäude beherbergt eine beeindruckende Sammlung japanischer Drucke, Samurai-Rüstungen, Keramiken und Dekorationsgegenstände, die den Einfluss der japanischen Kunst auf den europäischen Geschmack und den fortlaufenden kulturellen Austausch zwischen Ost und West zeigen.


Besuchsinformationen

Operativer Status und Restaurierung

Stand Juni 2025 sind die Museen des Fernen Ostens (Chinesischer Pavillon, Japanischer Turm und Museum für Japanische Kunst) aufgrund von strukturellen Bedenken und laufenden Restaurierungsarbeiten, die 2013 begannen, für die Öffentlichkeit geschlossen. Es wurde kein offizielles Wiedereröffnungsdatum bekannt gegeben.

Öffnungszeiten

  • Museen: Auf unbestimmte Zeit wegen Restaurierung geschlossen.
  • Gärten/Park: Ganzjährig geöffnet, freier Zugang während der Tageslichtstunden.

Tickets

  • Museen: Während der Schließung sind keine Tickets erhältlich.
  • Gärten: Freier Eintritt.
  • Sammlungen: Ausgewählte Artefakte können im Kunst- und Geschichtsmuseum im Parc du Cinquantenaire besichtigt werden, wo die üblichen Museums-Eintrittspreise gelten.

Für die neuesten Informationen besuchen Sie bitte die offizielle Seite der Museen des Fernen Ostens.


Anreise und Transport

  • Standort: Avenue Van Praet 44, 1020 Brüssel, im Stadtteil Mutsaard in der Nähe des Königlichen Palastes von Laeken.
  • Öffentliche Verkehrsmittel:
    • Metro: Station Stuyvenbergh (Linie 6) mit kurzem Fußweg zum Museum.
    • Tram: Linien 3 oder 7, Haltestelle „De Wand“.
    • Bus: Die Linien 53 und 230 bedienen ebenfalls das Gebiet.
  • Parken: Begrenzte Parkmöglichkeiten an der Straße; nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel wegen hoher Nachfrage, besonders an Wochenenden und Feiertagen (Full Suitcase).

Barrierefreiheit

  • Gärten: Generell zugänglich, obwohl einige Wege mit Schotter oder unebenem Untergrund versehen sind.
  • Museumsinnenräume: Während der Schließung nicht zugänglich.
  • Kunst- und Geschichtsmuseum: Vollständig zugänglich, mit Besucherservices für mobilitätseingeschränkte Personen.

Gärten und Fotografie

Die Museumsgärten sind öffentlich zugänglich und beherbergen asiatische Pflanzen wie den japanischen Katsura-Baum. Die Außenansichten des Chinesischen Pavillons und des Japanischen Turms sind besonders fotogen, besonders im Frühling und Herbst. Fotografie ist im Außenbereich gestattet; die Richtlinien für Innenaufnahmen werden bei Wiedereröffnung bekannt gegeben.


Sammlungen und Ausstellungen

Obwohl die Museumsgebäude geschlossen sind, wird eine Auswahl chinesischen Exportporzellans und japanischer Artefakte aus den Museen des Fernen Ostens im Kunst- und Geschichtsmuseum im Parc du Cinquantenaire ausgestellt. Für Anfragen zu bestimmten Objekten oder spezielle Zugangsmöglichkeiten kontaktieren Sie die Kuratorin Nathalie Vandeperre über die offizielle Museumswebsite.


Nahegelegene Attraktionen & Empfehlungen

Erweitern Sie Ihren Besuch, indem Sie diese nahegelegenen Sehenswürdigkeiten erkunden:

  • Königliches Schloss von Laeken: Amtssitz der belgischen Königsfamilie.
  • Königliche Gewächshäuser von Laeken: Jedes Frühjahr für die Öffentlichkeit zugänglich, mit Jugendstil-Architektur und seltenen Pflanzensammlungen.
  • Atomium: Eine ikonische Sehenswürdigkeit mit Panoramablick, Ausstellungen und einem einzigartigen architektonischen Erlebnis.
  • Parc de Laeken: Ideal für Spaziergänge und Picknicks.

Praktische Besuchertipps

  • Aktualisierungen prüfen: Die Restaurierung ist im Gange; prüfen Sie stets die offizielle Website für aktuelle Informationen.
  • Besuche kombinieren: Kombinieren Sie Ihren Gartenrundgang mit anderen lokalen Sehenswürdigkeiten für einen ganztägigen Ausflug.
  • Sicherheit: Bewahren Sie persönliche Gegenstände sicher auf, besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln und belebten Gegenden (Happy to Wander).
  • Einrichtungen: Während der Schließung gibt es vor Ort keine Toiletten oder Cafés. Essensmöglichkeiten gibt es in 10-15 Gehminuten Entfernung.
  • Geführte Touren: Derzeit nicht in den Museen des Fernen Ostens verfügbar, aber im Kunst- und Geschichtsmuseum angeboten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Sind die Museen des Fernen Ostens geöffnet? A: Nein, sie sind seit 2013 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Die Gärten sind ganzjährig geöffnet.

F: Kann ich die Museumssammlungen besichtigen? A: Ausgewählte Objekte sind im Kunst- und Geschichtsmuseum im Parc du Cinquantenaire ausgestellt.

F: Sind geführte Touren verfügbar? A: Nicht in den Museen des Fernen Ostens, aber das Kunst- und Geschichtsmuseum bietet geführte Touren mit Schwerpunkt auf asiatischer Kunst.

F: Ist der Standort mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? A: Ja, über die Metrostation Stuyvenbergh (Linie 6), die Tramlinien 3 und 7 sowie die Buslinien 53 und 230.

F: Wo kann ich Updates zur Wiedereröffnung erhalten? A: Besuchen Sie die offizielle Website der Museen des Fernen Ostens und folgen Sie den offiziellen Social-Media-Kanälen.


Planung Ihres Besuchs

  • Laden Sie die Audiala App herunter: Für Echtzeit-Updates, virtuelle Touren und Audioguides.
  • Folgen Sie offiziellen Kanälen: Bleiben Sie über den Fortschritt der Restaurierung, Sonderveranstaltungen und Wiedereröffnungsankündigungen informiert.
  • Erkunden Sie verwandte Sehenswürdigkeiten: Besuchen Sie das Atomium, die Königlichen Gewächshäuser und das Kunst- und Geschichtsmuseum, um Ihre Brüssel-Erfahrung zu bereichern.

Zusammenfassende Tabelle: Wichtige Besucherinformationen

Aspekt Status/Details
Museumsgebäude Seit 2013 geschlossen; im Umbau; Wiedereröffnungstermin noch unbekannt
Gärten/Park Ganzjährig geöffnet; freier Zugang
Sammlungen Ausgewählte Objekte im Kunst- und Geschichtsmuseum ausgestellt; der Großteil eingelagert
Einrichtungen Vor Ort keine wegen Schließung
Öffentlicher Nahverkehr Metrostation Stuyvenbergh (Linie 6); Trams 3, 7; Busse 53, 230
Parken Begrenzt; Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfohlen
Barrierefreiheit Gärten generell zugänglich; Museumsinnenräume nicht zugänglich
Nahegelegene Attraktionen Atomium, Königliches Schloss von Laeken, Königliche Gewächshäuser
Kontakt Kuratorin: Nathalie Vandeperre; Gebäude: Johan Vanderborght

Visuelle Elemente und interaktive Elemente

  • Fotos der Außenansichten des Chinesischen Pavillons und des Japanischen Turms
  • Gartenszenen mit asiatischer Flora
  • Karte der Museumsstandorts relativ zu nahegelegenen Attraktionen
  • Bilder von Artefakten im Kunst- und Geschichtsmuseum

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