Einleitung
Der AIDS-Gedenkort im Robertson Park in Perth, Westaustralien, ist eine tiefgründige und bewegende Hommage an alle, die von der HIV/AIDS-Epidemie auf lokaler und globaler Ebene betroffen sind. Er wurde im Jahr 2001 durch die Entschlossenheit von Graswurzelaktivisten und die Unterstützung der Stadt Vincent ins Leben gerufen und bietet einen Raum für Gedenken, Bildung und Gemeinschaftstreffen. Dieser Leitfaden liefert umfassende Informationen über die Geschichte, das Design, die Besuchszeiten, die barrierefreien Einrichtungen, die jährlichen Veranstaltungen und praktische Tipps für einen bedeutsamen Besuch. Für die aktuellsten Informationen sollten Besucher die Websites des Western Australian AIDS Council (waaids.com) und der City of Vincent (vincent.wa.gov.au) konsultieren. (Public Art Around the World, OUTinPerth, WA AIDS Council)
Historischer Kontext und Entstehung
Die Entstehung der AIDS-Krise in Westaustralien
Die ersten HIV/AIDS-Fälle in Westaustralien wurden in den frühen 1980er Jahren gemeldet. Die Epidemie forderte einen hohen Tribut von lokalen Gemeinden, insbesondere von schwulen Männern, Drogenkonsumenten und anderen marginalisierten Gruppen. Die daraus resultierende Stigmatisierung und der Verlust mobilisierten Aktivisten, Mediziner und Familien, um sowohl Unterstützung als auch öffentliche Anerkennung für die Verstorbenen zu suchen. (WA AIDS Council)
Die Schaffung der Gedenkstätte
Die Idee einer speziellen AIDS-Gedenkstätte in Perth entstand aus der Basisbewegung. Familien und Freunde von Betroffenen suchten einen permanenten öffentlichen Raum für Reflexion und Erinnerung. Nach einer anfänglichen Ablehnung durch die Stadt Perth nahm die Stadt Vincent das Projekt an und reihte sich damit in eine breitere nationale Bewegung zur Bekämpfung von Stigmatisierung und zur Ehrung der Verstorbenen ein. Die Gedenkstätte wurde am 1. Dezember 2001 offiziell von Alan Blackwood und Gary Giles eröffnet, die beide maßgeblich an ihrer Entwicklung beteiligt waren. (Public Art Around the World)
Standortwahl: Robertson Park
Robertson Park wurde aufgrund seiner guten Erreichbarkeit, seiner historischen Bedeutung und seiner Nähe zu den LGBTQIA+-Lokalen in Perth gewählt. Seine zentrale Lage in North Perth macht ihn zu einer Zufluchtsstätte für stille Trauer und zu einem Brennpunkt für öffentliche Veranstaltungen wie den Welt-AIDS-Tag.
Künstlerisches Design und Symbolik
Gemeinschaftliche Zusammenarbeit
Das Design der Gedenkstätte wurde durch umfangreiche Konsultationen mit der Gemeinschaft geprägt. Westaustralische Künstler wie Rodney Glick, Diego Ramirez und Kieran Wong arbeiteten in Zusammenarbeit mit dem Western Australian AIDS Council, lokalen Landschaftsarchitekten und Gemeindevertretern daran, dass die Gedenkstätte vielfältige Erfahrungen widerspiegelt und die Verstorbenen ehrt.
Gestaltungsmerkmale
- Gravierte Granitplatten: Die Namen der an AIDS verstorbenen Personen sind in Granit eingraviert, was Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit symbolisiert.
- Reflexionsbecken und Gebetsbereich: Die Stätte verfügt über ein Reflexionsbecken und einen speziellen Bereich für ruhige Besinnung.
- Einheimische Flora: Umgebende einheimische Pflanzen symbolisieren Erneuerung und ehren die Whadjuk Nyoongar, die traditionell für das Land verantwortlich sind.
- Inschrift:
„IN LIEBEVOLLEM GEDENKEN AN UNSERE FREUNDE UND VERWANDTEN, DIE AN AIDS ZU HAUSE, INTERSTATE UND ÜBERSEE GESTORBEN SIND. WIR WERDEN NICHT VERGESSEN.“
- Integration in den Park: Die Gedenkstätte ist nahtlos in die Landschaft des Parks integriert und lädt sowohl gezielte Besucher als auch Passanten zur Besinnung ein.
Erweiterungen und Interaktive Medien
Im Jahr 2021 wurde die Gedenkstätte durch eine rote Schleifen-Kunstinstallation und eine Augmented-Reality-Installation (AR) von Künstlerin Janet Carter aufgewertet. Diese Ergänzungen nutzen digitale Technologie, um Geschichten zu erzählen und die Interaktion mit neuen Generationen zu fördern. (WAAC Pressemitteilung)
Besucherinformationen
Standort und Anfahrt
- Adresse: Robertson Park, Ecke Fitzgerald Street und Stuart Street, North Perth.
- Anreise: Robertson Park ist mit dem Bus, Zug, Auto oder Fahrrad erreichbar. Es ist ungefähr 10 Fahrminuten vom Perth CBD entfernt. Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Züge bedienen nahegelegene Haltestellen.
Besuchszeiten und Eintritt
- Öffnungszeiten: Der Gedenkort ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Obwohl es keine offizielle Schließzeit gibt, werden die Tageslichtstunden aus Sicherheitsgründen und für ein besseres Erlebnis empfohlen.
- Eintritt: Es gibt keine Eintrittsgebühr oder Ticket erforderlich; der Ort ist kostenlos und für alle zugänglich.
Einrichtungen
- Rollstuhlgerechtigkeit: Der Gedenkort und der Park verfügen über glatte, breite Wege, barrierefreie Toiletten und ACROD-Parkplätze. Taktile und Braille-Beschilderungen sind vorhanden.
- Beleuchtung: Diskret angebrachte Beleuchtung sorgt für Sicherheit und bewahrt gleichzeitig die kontemplative Atmosphäre der Gedenkstätte.
Verhaltenskodex für Besucher
- Respekt: Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere, die möglicherweise zur stillen Besinnung hier sind. Fotografieren ist erlaubt, jedoch mit Bedacht.
- Sitzgelegenheiten: Bänke stehen für ruhige Besinnung zur Verfügung.
Bedeutung und Kultureller Einfluss
Ein Ort des Gedenkens und Heilens
Die Gedenkstätte bietet einen wichtigen Ort für persönliche und kollektive Erinnerung und beherbergt jährliche und besondere Veranstaltungen, die Solidarität und Aufklärung fördern.
Abbau von Stigmata
Ihre öffentliche Präsenz stellt ein fortwährendes Stigma und Fehlinformationen rund um HIV/AIDS in Frage und fördert offenen Dialog und Aufklärung der Öffentlichkeit.
Ehrung der LGBTQIA+-Geschichte
Die Gedenkstätte würdigt die unverhältnismäßig starken Auswirkungen von HIV/AIDS auf LGBTQIA+-Gemeinschaften und anerkennt die Beiträge von Verbündeten, Aktivisten und medizinischem Personal.
Jährliche und Gemeinschaftliche Veranstaltungen
Internationaler AIDS-Gedenktag im Kerzenlicht
Jeden Mai ist der AIDS-Gedenkort Austragungsort des jährlichen Internationalen AIDS-Gedenktags in Perth, der seit 1983 in über 115 Ländern beobachtet wird. Die Veranstaltung bringt Gemeindemitglieder, Familien und Verbündete zusammen, um verstorbener Lieben zu gedenken, Menschen mit HIV zu unterstützen und die Verpflichtung zur Beendigung der Stigmatisierung zu erneuern. Zu den Aktivitäten gehören Kerzenlichtzeremonien, Gastredner, musikalische Darbietungen und Momente der Reflexion. (OUTinPerth, Humanitix)
Andere Veranstaltungen und Gemeinschaftliches Engagement
- **Community Sundowners:**inklusive Treffen, die für alle offen sind und Redner sowie Darbietungen beinhalten.
- Bildungskampagnen: WAAC und Partner führen das ganze Jahr über laufende Bildungs- und Entstigmatisierungskampagnen durch.
- Augmented-Reality-Erlebnisse: Besucher können ihre Smartphones nutzen, um auf AR-Funktionen zuzugreifen, die Geschichten erzählen und historischen Kontext bieten. (WAAC Pressemitteilung)
Barrierefreie Einrichtungen
Der Robertson Park und der AIDS-Gedenkort wurden mit universeller Barrierefreiheit im Sinn gestaltet:
- Glatte, breite Wege für Rollstühle und Kinderwagen.
- Barrierefreie Toiletten und Wechselmöglichkeiten.
- ACROD-Parkplätze in der Nähe der Parkeingänge.
- Taktile/Braille-Beschilderung und akustische Fußgängersignale.
- Barrierefreie öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Für weitere Unterstützung kontaktieren Sie bitte die City of Vincent oder den WA AIDS Council.
(Visit Perth – Barrierefreiheit, City of Vincent – Robertson Park Entwicklung)
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Erweitern Sie Ihren Besuch, indem Sie nahegelegene Orte erkunden:
- Hyde Park: Ein beliebter Grünbereich zur Entspannung.
- Western Australian Museum: Reich an lokaler Geschichte und Kultur.
- Perth Cultural Centre: Heimat von Galerien und Aufführungsorten.
- LGBTQIA+-freundliche Lokale in Northbridge.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wie sind die Besuchszeiten des Gedenkortes? A: Täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet; in der Regel ganzjährig zugänglich.
F: Gibt es Eintrittsgebühren? A: Nein, der Gedenkort ist kostenlos zu besuchen.
F: Ist der Ort für behinderte Menschen zugänglich? A: Ja, mit glatten Wegen, barrierefreien Toiletten und Parkplätzen.
F: Gibt es Führungen? A: Nicht regelmäßig, aber WAAC kann im Rahmen von Veranstaltungen Bildungstouren oder Vorträge anbieten. Details finden Sie auf der Website des WA AIDS Council.
F: Kann ich einen Namen am Gedenkort anbringen lassen? A: Ja, Familien können die Anbringung von Namen beantragen. Kontaktieren Sie für weitere Informationen WAAC.
F: Gibt es jährliche Veranstaltungen am Gedenkort? A: Ja, einschließlich des Internationalen AIDS-Gedenktags im Mai und anderer Gemeinschaftstreffen.
Hören Sie die ganze Geschichte in der App
Ihr persönlicher Kurator, in Ihrer Tasche.
Audioguides für 1.100+ Städte in 96 Ländern. Geschichte, Geschichten und lokales Wissen — offline verfügbar.
Audiala App
Verfügbar für iOS und Android
Werde Teil von 50.000+ Kuratoren
Quellen
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
- verified
Zuletzt überprüft: