- Visum
- Andorra liegt sowohl außerhalb der EU als auch außerhalb des Schengen-Raums, doch du reist über Spanien oder Frankreich ein, also bestimmen Schengen-Regeln weiterhin die Reise. EU-Bürger können einen Reisepass oder Personalausweis verwenden; Besucher aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada und Australien brauchen für kurze Aufenthalte kein andorranisches Visum, aber wer ein Schengen-Visum benötigt, sollte ein Visum für zwei Einreisen oder ein Mehrfachvisum besitzen. Stand 10. April 2026 ist das Schengen-Einreise-/Ausreisesystem vollständig in Betrieb, während ETIAS am 20. April 2026 noch nicht live ist.
- Währung
- Andorra nutzt den Euro. Die zentrale Steuer ist die IGI mit 4,5 %, niedriger als die Mehrwertsteuer in Frankreich oder Spanien, weshalb Einkaufen günstiger wirken kann, wenn auch nicht magisch günstig. Eine Touristensteuer fällt ab 16 Jahren für bis zu 7 Nächte an, zwischen 1 € und 3 € pro Person und Nacht je nach Unterkunftsklasse, zuzüglich IGI.
- Anreise
- Andorra hat weder einen eigenen Flughafen noch einen eigenen Bahnhof, also endet jede Reise auf der Straße. Barcelona El Prat ist für die meisten Reisenden das einfachste Tor, Toulouse-Blagnac die stärkste Option aus Frankreich, und Andorra-La Seu ist der nächstgelegene Flughafen mit regelmäßigen Verbindungen nach Madrid und Palma. Direktbusse ab Barcelona und Toulouse übernehmen die Schwerstarbeit weit besser als romantische Zugfantasien.
- Fortbewegung
- Dies ist ein Straßenland: keine Inlandszüge, keine inneren Flüge, nur Busse, Autos und Taxis. Das öffentliche Netz ist für einen kleinen Bergstaat solide, mit Linien zwischen Andorra la Vella, Escaldes-Engordany, Encamp, Soldeu, Arinsal, Ordino und Sant Julià de Lòria; aktuelle Einzelfahrten beginnen bei 1,90 € in Zone 1, 3,45 € in Zone 2 und 4,80 € in Zone 3. Die Takte sind auf den Hauptrouten im Tal am besten und in den äußeren Dörfern dünner, also brauchen Pläne für den späten Abend einen Blick auf den Fahrplan.
- Klima
- Andorra hat ein mediterranes Hochgebirgsklima: kurze warme Sommer, lange kalte Winter und starke Wechsel mit der Höhe. Ein Nachmittag im Tal kann mild wirken, während die höheren Hänge bei Soldeu, Arinsal oder El Serrat noch Schnee oder heftigen Wind halten. Packe nach Höhenlage, nicht nach Kalenderbezeichnung.
- Konnektivität
- Andorra liegt außerhalb der EU-Roaming-Regeln, daher behandeln viele europäische Mobilfunktarife das Land als Zuschlagszone. Die praktische Lösung ist die Besucher-eSIM von Andorra Telecom: Offizielle Tarife beginnen derzeit bei 4,95 € für 1 Tag mit 2 GB, 6,95 € für 3 Tage mit 10 GB und 19,95 € für 7 Tage mit 25 GB. In Städten und Skigebieten ist die Abdeckung stark, auf Bergwegen ist das eine andere Geschichte.
- Sicherheit
- Andorra ist im Allgemeinen sehr sicher, und die aktuelle US-Warnstufe lautet: normale Vorsicht walten lassen. Das eigentliche Risiko ist das Gelände: Winterstraßen können sich in den nördlichen Tälern stauen, das Wetter kippt oberhalb der Ortslagen schnell, und ein einfacher Spaziergang bei Canillo oder Ordino kann zum Kälteproblem werden, wenn du dich fürs Café statt für den Grat anziehst. Im Notfall wähle 112.
Etwas Bargeld dabeihaben
Karten funktionieren fast überall in Andorra la Vella, Escaldes-Engordany, Canillo und Soldeu, aber kleine Cafés, Parkautomaten und einige Bergbetriebe machen Bargeld weiter nützlich. Nimm 20 bis 50 € mit und denk nicht weiter darüber nach.
Zug plus Bus
Du kannst nicht mit dem Zug nach Andorra fahren, weil es im Land keinen Bahnverkehr gibt. Der praktikable Bahnplan lautet: AVE oder Regionalzug nach Lleida auf der spanischen Seite, oder per Bahn nach L'Hospitalet-près-l'Andorre oder Toulouse auf der französischen Seite, dann weiter mit dem Reisebus.
Roaming zuerst prüfen
Andorra fällt nicht unter die üblichen EU-Roaming-Regeln. Wenn dein Anbieter außerhalb der EU kräftig zulangt, kaufst du vor der Ankunft eine eSIM von Andorra Telecom, statt die Rechnung nach einem Tag mit Karten und Fotouploads zu entdecken.
Winter früh buchen
Skiwochenenden und Wochen mit Schulferien ziehen in Soldeu, Arinsal und rund um Canillo schnell an. Wenn du ein Zimmer direkt an der Piste oder einen Parkplatz zu einem fairen Preis willst, solltest du früher buchen als für einen Städtetrip nach Spanien oder Frankreich.
Mittagsmenüs nutzen
Mittagsmenüs sind der sauberste Weg, die Kosten im Griff zu halten, ohne schlecht zu essen. Beim Abendessen zeigt das Preisniveau der Resorts seine Zähne, besonders in den Skigebieten.
Bus statt Parkplatz
Für Fahrten von Punkt zu Punkt entlang des Haupttals ist der Bus oft günstiger und deutlich weniger nervig als das Auto. Parken im Hauptstadtgebiet summiert sich schnell, und auf Bergstraßen möchtest du lokale Wintergewohnheiten nicht erst lernen.
Für die Höhe packen
Sonnenschein in Andorra la Vella heißt nicht dasselbe Wetter in El Serrat oder oberhalb von Soldeu. Packe eine wärmere Schicht mehr ein, als du für nötig hältst, dazu Wasser und vernünftige Schuhe, selbst für Wege, die auf der Karte harmlos aussehen.